Sport
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Europa League, Gruppenphase, 5. Runde

FC Basel – Fiorentina 2:2

FCB-Coach Fischer nach umkämpfter Partie: «Wir überwintern europäisch, das ist unser Ziel gewesen»

Der FCB wird auch nach der Winterpause internationale Spiele bestreiten. Durch das 2:2 gegen die AC Fiorentina stehen die Basler vor der letzten Runde der Europa-League-Gruppenphase am 10. Dezember in Poznan als Teilnehmer der ersten K.o.-Runde fest.



Die Tabelle 

Bild

>>> Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen!

Basel überstand zum fünften Mal seit 2010 und zum vierten Mal in Folge die Vorrunde eines europäischen Wettbewerbs. Besonders ist das Weiterkommen diesmal aber darum, weil der FCB aufgrund der besseren Bilanz in den Direktbegegnungen gegen Fiorentina (2:2/2:1) als Gruppensieger in den Sechzehntelfinals am 18. und 25. Februar 2016 nicht auf einen Gruppendritten der Champions League treffen wird.

Das zweite Kräftemessen mit dem Serie-A-Dritten wies einige Parallelen zum Hinspiel in Florenz auf. Basel geriet wieder in Rückstand (diesmal 0:2, nicht 0:1), schoss wieder zwei Tore, spielte wieder in Überzahl und punktete erneut gegen einen Gegner aus einer europäischen Top-5-Liga. Der Ausgang der anderen Partie der Gruppe I zwischen Belenenses Lissabon und Lech Poznan (0:0) verhalf Basel und Fiorentina zur vorzeitigen Qualifikation für die Sechzehntelfinals.

Die beiden Gegentreffer

Federico Bernardeschi bringt Fiorentina in Führung. 

Der zweite Streich von Federico Bernardeschi.

Die beiden Basler Tore

Suchy gelingt in der 40. Minute den Anschlusstreffer. 

Elneny trifft aus der Distanz zum 2:2.

Embolo erneut hart angegangen

Unter den Augen einiger Beobachter von europäischen Spitzenklubs bewies Breel Embolo wie schon im Hinspiel einige Male Nehmerqualitäten. In Florenz war das Basler Offensivjuwel von Facundo Roncaglia ohne durchaus berechtigte dunkelfarbige Konsequenzen bearbeitet worden. Diesmal sah der Argentinier in der 26. Minute die Rote Karte, nachdem er Embolo den Ellbogen ins Gesicht geschlagen hatte. Am 17. September hatte die Fiorentina in Unterzahl (Platzverweis gegen Gonzalo Rodriguez nach Foul an ... Embolo) noch zwei Tore kassiert, die zur Wende zugunsten des FCB führten.

Die Rote Karte gegen Rodriguez. 

Janko freut sich über die Qualifikation. 

Diesmal baute die «Viola» mit einem Mann weniger ihren Vorsprung aus. Zehn Minuten nach Roncaglias Ausschluss stand ein missglückter Abschlag von Basels Keeper Germano Vailati, der den wegen Adduktorenproblemen fehlenden Stammgoalie Tomas Vaclik ersetzte, am Ursprung des 2:0 für Fiorentina. Der italienische U21-Internationale Federico Bernardeschi brauchte den Ball nach dem Querpass von Goalgetter Nikola Kalinic nur noch über die Linie zu schieben.

Abgesehen von Roncaglias dämlicher Aktion lief im ordentlich gefüllten St.-Jakob-Park vieles für die praktisch in Bestbesetzung angetretene Fiorentina und deren Trainer Paulo Sousa. Der Portugiese nahm erfreut zur Kenntnis, wie seine Mannschaft Basels Holländer Jean-Paul Boëtius (23.) mit drei Spielern zum Ballverlust drängte, schnell (um-)schaltete und Bernardeschi einen cleveren Steilpass zum 1:0 abschloss. Freistehend, weil sein «Bewacher» Boëtius bei der Aktion davor liegen geblieben war.

«Es war ein hartes Stück Arbeit, wir haben uns in der ersten Halbzeit mit Fehlern das Leben schwer gemacht.»

Urs Fischer über die verpatzte Startphase

Fiorentina verteidigte den 2:1-Vorsprung trotz optischer Überlegenheit der Basler weitgehend souverän. Dass der Ausgleich des FCB nach einem Standard fiel, hatte insofern eine gewisse Logik. Im Anschluss an einen Corner traf Mohamed Elneny in der 74. Minute aus der Distanz zum 2:2. Es war nicht wie im Hinspiel ein Kunstwerk, aber dennoch schön anzusehen. Im Endeffekt hätte es sportlich aber keine Rolle gespielt, ob der FCB das Spiel verloren oder unentschieden gespielt hätte. Weil sich Belenenses und Lech Poznan im zweiten Spiel der Gruppe I 0:0 trennten, durften sich Basel und Fiorentina gemeinsam über die Qualifikation für die Sechzehntelfinals freuen.

Nach der Partie betonte Urs Fischer: «Es war ein hartes Stück Arbeit, wir haben uns in der ersten Halbzeit mit Fehlern das Leben schwer gemacht. Danach hat unsere Mannschaft jedoch grosse Moral gezeigt und den Ausgleich geschafft. Am Ende zählt das Resultat und wir überwintern europäisch, das ist unser Ziel gewesen.»  (si/ndö)

Das Telegramm

Basel - Fiorentina 2:2 (1:2)
22'550 Zuschauer. - SR Kruzliak (Slk).
Tore: 23. Bernardeschi (Borja Valero) 0:1. 36. Bernardeschi (Kalinic) 0:2. 40. Suchy (Embolo) 1:2. 74. Elneny (Suchy) 2:2.
Basel: Vailati; Xhaka, Lang, Suchy, Safari; Elneny; Embolo, Bjarnason (88. Kuzmanovic), Zuffi, Boëtius (60. Callà); Janko.
Fiorentina: Sepe; Roncaglia, Rodriguez, Astori; Bernardeschi (85. Babacar), Badelj (85. Gilberto), Vecino, Alonso; Ilicic (33. Tomovic), Borja Valero; Kalinic.
Bemerkungen: Basel ohne Akanji, Degen, Höegh, Vaclik (verletzt), Ivanov (rekonvaleszent), Fiorentina ohne Blaszczykowski (verletzt), Rebic (gesperrt), Fernandez und Suarez (nicht im Aufgebot). 26. Rote Karte gegen Roncaglia (Tätlichkeit gegen Embolo). 40. Kopfball von Embolo an den Pfosten.
Verwarnungen: 22. Boëtius (Foul). 26. Bjarnason (Unsportlichkeit). 45. Janko (Unsportlichkeit/im letzten Spiel gesperrt) und Rodriguez (Unsportlichkeit). 45. Badelj (Foul). 65. Suchy (Foul/im letzten Spiel gesperrt). 75. Borja Valero (Reklamieren). 78. Zuffi (Foul).

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