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Serie A: Yann Sommer ist Gejagter, 7 Schweizer wollen ihn stürzen

Yann Sommer mit dem Objekt der Begierde, Noah Okafor (l.) und Remo Freuler (r.) gehören zu den Herausforderern.
Yann Sommer mit dem Objekt der Begierde, Noah Okafor (l.) und Remo Freuler (r.) gehören zu den Herausforderern.Bild: imago / watson

Yann Sommer gehört zu den Gejagten – 7 weitere Schweizer sind in der Serie A Jäger

Mit dem überragenden Meister der letzten Saison, Yann Sommers Inter Mailand, als Favorit und Juventus, Milan sowie Napoli als erste Verfolger geht die Serie A am heutigen Samstag in die neue Saison. Acht Schweizer Spieler sind in Italiens höchster Liga dabei.
17.08.2024, 11:15
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Der Blick aus der Schweiz geht in erster Linie Richtung Bologna. Dort werden die vergangene Saison so überzeugenden Schweizer Remo Freuler, Michel Aebischer und Dan Ndoye, der trotz vieler Gerüchte weiterhin in der Emilia Romagna verweilt, die Leistungen der letzten Monate bestätigen müssen. Das Überraschungsteam, das erstmals in diesem Herbst die Gruppenphase der Champions League bestreiten wird, dürfte es schwer haben, den Exploit zu wiederholen.

Mit Riccardo Calafiori und Joshua Zirkzee haben drei wichtige Spieler den Klub verlassen. Die beachtlichen Transfereinnahmen wurden zum Teil reinvestiert, unter anderen in die Übernahme des letzte Saison von Nottingham ausgeliehenen Remo Freuler und in zwei neue Stürmer, die sich aber am neuen Ort zuerst beweisen müssen. Thijs Dallinga und Nicolo Cambiaghi kamen für insgesamt 25 Millionen Euro von Toulouse und Atalanta Bergamo. Weil mit Trainer Thiago Motta auch der Regisseur der Erfolgsstory nicht mehr da ist, dürfte ein Platz in den Top 8 ein realistisches Ziel sein.

epa11356537 Bologna's coach Thiago Motta prior the Italian Serie A soccer match Bologna FC vs Juventus FC at Renato Dall'Ara stadium in Bologna, Italy, 20 May 2024. EPA/SERENA CAMPANINI
Bolognas Architekt Thiago Motta ist jetzt bei Juventus Turin.Bild: keystone

Motta soll den Rekordmeister Juventus Turin wieder näher an die Spitze bringen. Auch dank der Verstärkungen fürs Mittelfeld in Form von Douglas Luiz, der Freund von Alisha Lehmann kam für über 50 Millionen Euro von Aston Villa, und Khéphren Thuram (für rund 20 Mio. Euro von Nizza) gilt die alte Dame erstmals wieder als erster Herausforderer.

Zum 37. Meistertitel müsste Juve aber die Meister der letzten beiden Jahre Inter Mailand und Napoli, die sich beide gut verstärkt haben, übertrumpfen. Inter verpflichtete unter anderen den Polen Piotr Zielinski und den spanischen Goalie Josep Martinez. Letzterer wird vorerst als Ersatz von Yann Sommer auf der Bank Platz nehmen. Napoli verstärkte die Defensive unter anderem durch Alessandro Buongiorno für 35 Millionen Euro vom FC Torino und wird neu vom erfolgreichen Antonio Conte trainiert.

Inter Players with Lautaro Martinez, right, celebrate winning the Scudetto after the Serie A soccer match between Inter and Lazio at the San Siro Stadium, in Milan, Italy, Sunday, May 19, 2024. (Spada ...
Inter Mailand wurde in der letzten Saison überlegen Meister.Bild: keystone

Neben dem Trio von Bologna und Yann Sommer soll auch Noah Okafor eine tragende Rolle einnehmen. Der Stürmer der AC Milan, der eine frustrierende EM hinter sich hat, muss einen Schritt nach vorne machen. Die Konkurrenz bleibt allerdings happig: In der Offensive stehen etwa Rafael Leão, Luka Jovic, Christian Pulisic, Alexis Saelemaekers oder Alvaro Morata, der den in die USA gewechselten Olivier Giroud ersetzt, zur Verfügung des neuen Trainers Paulo Fonseca.

Milan gehört ebenfalls zum erweiterten Kreis der Meisterkandidaten und sollte sich erneut in den Top 4 platzieren. Jedoch drängen auch Europa-League-Sieger Atalanta Bergamo und die AS Roma, die sich unter anderem durch Spaniens Torschützenkönig Artem Dowbyk verstärkt haben, in die Spitze. Der Kampf um die Plätze im Europacup wird auch aufgrund von Lazio Rom und der AC Fiorentina hart umkämpft sein.

Die weiteren Schweizer werden hingegen wohl im Mittelfeld oder in den hinteren Regionen der Tabelle zu finden sein. Simon Sohm mit regelmässigen Einsätzen für Parma und Samuel Ballet fast ohne Spielpraxis in Como schafften mit ihren Klubs den Aufstieg, Nicolas Haas ist nach einer enttäuschenden Saison in Luzern zu Empoli zurückgekehrt. (nih/sda)

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    Also doch: Kein Frauenhockey – kein Geld mehr von der Postbank
    Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.

    Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»

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