DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Cup, Viertelfinals

Silvan Widmer feiert sein Siegtreffer in der Verlängerung.
Silvan Widmer feiert sein Siegtreffer in der Verlängerung.Bild: keystone

Widmer mit dem erlösenden Treffer – FCB steht nach Krimi im Cup-Halbfinal

14.06.2020, 18:5914.06.2020, 19:55

Die nicht vorhandenen Zuschauer auf der Pontaise sahen beim Wiederbeginn des Schweizer Fussballs ein tolles Spektakel. Basel gewann den Cup-Viertelfinal bei Lausanne-Sport 3:2 nach Verlängerung.

Kurz vor dem Ende des ersten Teils der Verlängerung erzielte Silvan Widmer, einer der besten Basler, mit einem Kopfball auf Flanke des Ex-Lausanners Samuele Campo das entscheidende 3:2. In den Halbfinals, die bereits ausgelost worden sind, wird Basel daheim auf den Sieger des Spiels zwischen Winterthur und Bavois aus der Promotion League treffen.

Cabral und Omlin herausragend

Der Brasilianer Arthur Cabral sorgte für die meisten Highlights auf der Pontaise – dies nicht nur mit seinen zwei Toren (von denen er das erste mit einem Fallrückzieher erzielte). Zu den Basler Pluspunkten zählte genauso Silvan Widmer. Der Aussenverteidiger bewirkte, dass die Basler über die rechte Seite etliche gute Angriffe auslösen konnten. Mit dem Assist per Kopfball zum 1:0 und besonders mit dem Siegestor rundete der Internationale seine mehr als überzeugende Leistung ab.

Aber ohne einen weiteren starken Mann wäre Cupsieger Basel vermutlich ausgeschieden: Torhüter Jonas Omlin spielte eine beneidenswerte Form aus. Seine Glanzparaden waren kaum zu zählen. Kurz vor dem 3:2 lenkte er einen kaum haltbar scheinenden Flachschuss von Christian Schneuwly um den Pfosten.

FCB-Trainer Marcel Koller bedankt sich bei Omlin für dessen tadellose Leistung.
FCB-Trainer Marcel Koller bedankt sich bei Omlin für dessen tadellose Leistung.Bild: keystone

Seit der Saison 2015/16, als sie im Viertelfinal in Sitten im Penaltyschiessen scheiterten, haben die Basel nunmehr jedes Mal die Cup-Halbfinals erreicht – und den Cup 2017 und 2019 gewonnen.

Lausanne mit starkem Auftritt

Der FC Basel erlebte um ein Haar ein Déjà-vu, nur umgekehrt. Im letztjährigen Cup-Viertelfinal waren die Basler tief in der zweiten Halbzeit beim FC Sion 0:2 in Rückstand geraten. Mit einem Doppelschlag innerhalb weniger Minuten schlugen sie zurück, und in der Verlängerung setzten sie sich mit 4:2 durch.

Omlin über das Basler Nachlassen:

«Wir waren mit unseren Gedanken nach der Führung schon zu weit. Wir haben aufgehört, Fussball zu spielen. Zum Glück ist es gut herausgekommen. Man muss auch sehen, dass Lausanne ein wirklich starker Gegner war.»

Die Lausanner, die souveränen Leader der Challenge League, müssen sich vorwerfen, dass sie die ersten 25 Minuten der zweiten Halbzeit verschlafen hatten. In dieser Phase kassierten sie die beiden Gegentore. Umso erstaunlicher war dann zu festzustellen, wie sie nach dem aus dem Nichts gekommenen Anschlusstor von Andi Zeqiri ins Spiel zurückfanden. 104 Sekunden später hiess es nach einem Tor von Dan Ndoye 2:2. Bis zum Ende der regulären Spielzeit drückten die Waadtländer. Zeqiri traf ans Lattenkreuz, und Ndoye brachte den Nachschuss aus bester Position nicht an Omlin vorbei.

Die Waadtländer hatten im Herbst Lugano (3:0) und Neuchâtel Xamax (6:0) ohne Gegentor aus dem Wettbewerb geworfen. Auch die dritte Hürde aus der Super League hätten sie mit nur etwas Glück meistern können. Dann wären sie erstmals seit der Saison 2009/10 in die Halbfinals vorgestossen. Damals erreichten sie unter Trainer Arpad Soos sogar den Final. Diesen verloren sie in Basel gegen den FCB 0:6.

Das Telegramm:

Lausanne-Sport - Basel 2:3 (2:2, 0:0) n.V.
SR Bieri.
Tore: 54. Cabral (Widmer) 0:1. 67. Cabral (Campo) 0:2. 72. Zeqiri (Kukuruzovic) 1:2. 74. Geissmann (Ndoye) 2:2. 105. Widmer (Campo) 2:3.
Lausanne-Sport: Castella; Boranijasevic (116. Nganga), Loosli, Monteiro, Flo (108. Gétaz); Geissmann, Kukuruzovic, Schneuwly (108. Dominguez); Ndoye (87. Oliveira), Turkes, Zeqiri (96. Koura).
Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Riveros; Xhaka (86. Van der Werff), Frei; Pululu (68. Van Wolfswinkel, 106. Bunjaku), Campo, Petretta (86. Bua); Cabral (98. Ademi).
Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Puertas (gesperrt) und Diaw (verletzt). Basel ohne Zuffi, Stocker, Zhegrova und Pukaj (alle verletzt). 51. Lattenschuss Pululu. 78. Lattenschuss Zeqiri. 119. Gelb-rote Karte gegen Loosli (Foul). Verwarnungen: 9. Xhaka (Foul), 20. Ndoye (Foul), 29. Zeqiri (Foul), 99. Loosli (Foul), 118. Dominguez (Foul). (pre/sda)

Der Liveticker:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die grössten Sensationen im Schweizer Cup

1 / 25
Das sind die grössten Sensationen im Schweizer Cup
quelle: keystone / salvatore di nolfi
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Wir haben den ‹Grind› hingehalten» – die Schweiz schlägt auch die Slowakei
Wie vor drei Jahren in der Slowakei und vor neun Jahren in Schweden starten die Schweizer mit vier Siegen in eine Eishockey-WM. So richtig überzeugend fällt der 5:3-Sieg über die Slowakei aber nicht aus.

Wohlverstanden: Das Team von Patrick Fischer gewann auch die vierte Partie in Helsinki verdient. Die Schweizer erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus (30:16 Schüsse). Sie gerieten nie in Rückstand. Die Leistung wurde aber durch mangelnde Disziplin etwas getrübt.

Zur Story