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epa08389060 (FILE) - epa08266073 Chairman of UEFA Aleksander Ceferin during the annual meeting of UEFA in Amsterdam, The Netherlands, 03 March 2020  (re-issued on 28 April 2020). UEFA has given 25 May 2020 as a deadline date to European Leagues to decide wether to cancel or restart their seasons after the suspension amid COVID-19 coronavirus pandemic. UEFA's president Aleksander Ceferin explained that 'National Associations and/or Leagues should communicate to UEFA by 25 May 2020 the planned restart of their domestic competitions'. In case of cancelation 'UEFA would require the National Association to explain the special circumstances justifying such premature termination and to select clubs for the UEFA club competitions 2020/21 on the basis of sporting merit in the 2019/20 domestic competitions'.  EPA/ROBIN VAN LONKHUIJSEN *** Local Caption *** 55923993

Aleksander Ceferin spricht mit seinem Wunsch wohl vielen Fussballfans aus dem Herzen. Bild: EPA

UEFA-Boss Ceferin ruft dazu auf, die Hands-Regel wieder zu ändern



Die Handspiel-Regel ist aktuell eines der grössten Ärgernisse im Fussball. Zuletzt wurde sie modifiziert, mit dem Ziel, dass sie verständlicher wird. Doch weil den Refs zugleich neuerdings der Videoschiedsrichter (VAR) als zusätzliches Hilfsmittel zur Verfügung steht, wurde das Ziel der Vereinfachung wohl verfehlt. Nach wie vor ist die Konfusion gross, wenn in einem Strafraum einem Spieler der Ball an den Arm springt.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin fordert deshalb eine erneute Regel-Anpassung. Er hat FIFA-Präsident Gianni Infantino einen Brief geschrieben, welcher der Nachrichtenagentur AP vorliegt. Ceferin fordert insbesondere, dass Schiedsrichtern wieder erlaubt wird, zwischen absichtlichem und unabsichtlichem Handspiel entscheiden zu können.

Es sei versucht worden, mit der Regeländerung für eine klare Linie zu sorgen. Doch dabei sei es zu vielen unfairen Entscheidungen gekommen, schreibt Ceferin. «Diese wurden von der Fussballfamilie mit zunehmender Frustration aufgenommen.» Er denke, führte der 53-jährige Slowene aus, dass eine Rückkehr zur früheren Regelvariante in Betracht gezogen werden müsse.

«Der Geist des Spiels muss jederzeit gewahrt bleiben», betont UEFA-Präsident Ceferin in seinem Brief. «Es kommt recht häufig vor, dass der Ball versehentlich die Hände oder Arme von Spielern trifft. Aber der Geist der Regeln besagt eindeutig, dass diese Fälle, da sie unvermeidlich sind, nicht bestraft werden sollten, um eine übermässige Zersplitterung des Spiels zu vermeiden und sogar gefährliche Situationen zu ermöglichen, die über den Ausgang der Spiele entscheiden.»

epa08796528 Referee Benoit Bastien watching the VAR monitor during the UEFA Champions League group A soccer match between Lokomotiv Moscow and Atletico Madrid in Moscow, Russia, 03 November 2020.  EPA/Maxim Shemetov / POOL

Ein Bild, das längst jeder kennt: Der Schiedsrichter überprüft am Bildschirm eine kritische Szene. Bild: keystone

Dass der VAR mittlerweile Standard geworden ist, sieht Ceferin bezüglich des Handspiels durchaus kritisch. «Sein Einsatz hat das Problem verschärft. Er drängt Schiedsrichter und Medien dazu, jede Situation genau zu sezieren, mit paranoiden Auswirkungen und kontroversen Ergebnissen.»

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Ceferin hofft, dass sich das IFAB, das Gremium welches über die Fussballregeln entscheidet, anfangs 2021 an seiner nächsten Jahrestagung dem Problem annehmen wird. Er hofft, dass die Funktionäre dabei zugunsten des Spiels über ihren Schatten springen: «Es ist keine Schande zuzugeben, dass Entscheidungen, die in guter Absicht getroffen wurden, überprüft werden sollten, wenn sie ihr Ziel nicht erreichen.» (ram)

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