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Iljo Keisse

Iljo Keisse (links) und die Serviertochter: Das Bild des Anstosses. Bild: twitter

Trockensex in Radlerhosen – Veloprofi fährt in einen Shitstorm



Es hätte ein Gag sein sollen, doch die Aktion von Velorennfahrer Iljo Keisse ging nach hinten los. Der 36-jährige Belgier machte auf einem Foto mit seinen Teamkollegen und einem weiblichen Fan anzügliche Gesten. Die Organisatoren der Vuelta a San Juan in Argentinien haben Keisse deswegen nun von der Rundfahrt ausgeschlossen. Sein Verhalten sei rufschädigend für die Veranstaltung und den Radsport generell.

Da nützte es Keisse, einst Etappensieger beim Giro d'Italia, auch nichts mehr, dass er sich nach dem Auftauchen des Bilds entschuldigt hatte. «Ich wollte damit niemanden angreifen und ich bedaure es sehr. Ich weiss, dass ich einen Fehler gemacht habe, aber ich bin kein respektloser Mensch», schrieb der 36-jährige Vater zweier Söhne. «Es tut mir wirklich leid.»

Die Frau, die Mitarbeiterin eines Cafés, hatte sich zuvor in der Zeitung «Telesol Diario» zum Vorfall geäussert. «Ich bin sehr wütend, das ist respektlos. Sie können nicht in ein anderes Land kommen und Frauen wie wertlose Objekte behandeln.» Sie habe sich bereits mit Anwälten in Verbindung gesetzt.

Keisses Teamchef Patrick Lefevere zeigte sich gegenüber «Het Laatste Nieuws» alles andere als erfreut über den Ausschluss seines Fahrers. «Wenn es nach mir geht, zieht sich das Team kollektiv aus der Rundfahrt zurück», sagte Lefevere. «Wir schauen noch, was das UCI-Reglement sagt, und dann werden wir schnell entscheiden, ob wir noch starten oder nicht.» Bei der Rundfahrt, die heute mit der 4. Etappe fortgesetzt wird, ist Keisses Mannschaftskollege Julian Alaphilippe der Leader.

epa07330394 Belgian cyclist Iljo Keisse of Quick-Step attends a press conference in San Juan, Argentina, 29 January 2019. Keisse is in Argentina competing in San Juan cycling tour and was accused of sexual harassment by a hotel's waitress, according to media local reports.  EPA/David Ramiro

Keisse bei einer Pressekonferenz in San Juan, die nach dem Vorfall einberufen wurde. Bild: EPA/EFE

Für Lefevere steht die Strafe, die Keisse erhalten hat, in keinem Verhältnis zu dessen Misstritt. «Natürlich hat mir die Pose von Iljo nicht gefallen. Das war falsch, und das weiss er selber auch. Aber er hat 70 Dollar Busse bezahlt und die Polizei hat den Fall abgeschlossen. Dennoch macht diese Frau weiterhin Theater. Sie wird wohl Geld wollen.» (ram/dhr)

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