freundlich-1°
DE | FR
12
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sport
International

Rassismus und Sexismus: NFL-Coach Jon Gruden tritt wegen Mails zurück

Las Vegas Raiders head coach Jon Gruden meets with the media following an NFL football game against the Pittsburgh Steelers in Pittsburgh, Sunday, Sept. 19, 2021. The Raiders won 26-17. (AP Photo/Don  ...
Jon Gruden muss die Konsequenzen seiner Aktionen tragen.Bild: keystone

NFL-Coach Jon Gruden tritt nach schwulen- und frauenfeindlichen Mails zurück

Wieder ein Skandal im US-Sport: Jon Gruden, Headcoach des Football-Teams Las Vegas Raiders, werden rassistische, frauen- und schwulenfeindliche Mails zum Verhängnis.
12.10.2021, 12:2312.10.2021, 15:09

Am Ende sah Jon Gruden selbst ein, dass er nicht mehr tragbar war. Über Jahre hinweg hatte der populäre Headcoach der Las Vegas Raiders aus der Football-Profiliga NFL rassistische, frauen- sowie schwulenfeindliche E-Mails verschickt, am Montagabend kam der 58-Jährige dann mit seinem Rücktritt nur noch seinem unvermeidbaren Rauswurf zuvor.

«Ich liebe die Raiders und möchte keine Ablenkung sein», erklärte Gruden in einer jener Stellungnahmen, die schon Standard geworden sind für Skandale wie diesen. Zudem behauptete er: «Es tut mir leid, ich wollte nie jemanden verletzen.» Letzteres dürfte dem wortgewaltigen Gruden, der in Anlehnung an die gleichnamige Film-Mörderpuppe den Spitznamen «Chucky» trägt, kaum jemand glauben.

Die diskriminierenden Mails stammen aus der Zeit, als Gruden für den TV-Sender ESPN unter anderem das «Monday Night Football»-Spiel kommentierte (2009 bis 2018). Zuvor war er Headcoach der damals noch in Oakland beheimateten Raiders (1998 bis 2001) sowie der Tampa Bay Buccaneers (2002 bis 2008) gewesen. Letztere führte er 2003 zum Sieg im Super Bowl – gegen die Raiders.

Am Freitag hatte das Wall Street Journal enthüllt, dass Gruden den Chef der Spielergewerkschaft NFLPA rassistisch beleidigt hatte. In einer der Mails schrieb er 2011 über DeMaurice Smith, einen Schwarzen, dieser habe «Lippen von der Grösse von Michelin-Reifen». Die NFL verurteilte diese und andere Äusserungen als «entsetzlich, abscheulich und komplett im Widerspruch zu den eigenen Werten».

«Schwuchtel» und «Pussy»

Gruden redete sich zunächst noch raus, betonte, dass er sich schäme und selbstverständlich keinerlei «Züge von Rassismus» in sich trage. Am Montag aber legte die New York Times nach: Sie veröffentliche Mails aus den Jahren von 2011 bis 2018, in denen der ESPN-Experte Gruden unter anderem den mächtigen NFL-Commissioner Roger Goodell als «Schwuchtel» und «Pussy» bezeichnete.

In seinen Mails, die im Zuge der Untersuchungen der Missstände beim Football-Team aus Washington von der NFL entdeckt wurden, beleidigte Gruden auch Klub-Besitzer, Coaches und Journalisten. (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die 14 geilsten NFL-Stadien

1 / 16
Die 14 geilsten NFL-Stadien
quelle: b584098538z.1 / jacob langston
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

NFL-Kultfigur Icke Dommisch erklärt dir Football

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12
BVB feiert Haller-Tor – nur Adeyemi darf nicht mitjubeln
Was du hier findest? Aussergewöhnliche Tore, kuriose Szenen, Memes, Bilder, Videos und alles, das zu gut ist, um es nicht zu zeigen. Lauter Dinge, die wir ohne viele Worte in unseren Sport-Chats mit den Kollegen teilen – und damit auch mit dir. Chat-Futter eben.
Zur Story