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Russischer Goalie Ivan Fedotov soll die NHL-Saison 22/23 verpassen

epa09769505 Goalkeeper Ivan Fedotov of Russia reacts during Men's Ice Hockey semi final match between Sweden and Russian Olympic Comittee at the Beijing 2022 Olympic Games, Beijing, China, 18 Feb ...
Der russische Olympia-Goalie Ivan Fedotov soll sich derzeit auf einem Stützpunkt in der Arktis befinden.Bild: keystone

Er wollte vom russischen Militärklub in die NHL – jetzt wurde er in die Arktis versetzt

04.07.2022, 16:3904.07.2022, 17:58

Einige der Fragezeichen rund um den russischen Eishockey-Goalie Ivan Fedotov scheinen sich aufzulösen. Der Olympiasilber-Gewinner von Peking verschwand am Wochenende zwischenzeitlich von der Bildfläche, nachdem er in St. Petersburg wegen angeblicher Wehrdienstverweigerung festgenommen worden war (watson berichtete).

Der 25-Jährige hatte unlängst einen NHL-Vertrag bei den Philadelphia Flyers unterschrieben und hätte in der kommenden Saison erstmals den Sprung nach Nordamerika wagen wollen. Dazu scheint es nun nicht zu kommen. Wie die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Informationen aus den russischen Sicherheitsorganen berichtet, sei Fedotov auf eine Militärbasis auf der Arktis-Insel Nowaja Semlja strafversetzt worden.

Zwischenzeitlich soll der Torhüter auch einen gesundheitlichen Zusammenbruch erlitten haben und in ein Spital verlegt worden sein. «Dort ist dann die Militärpolizei aufgetaucht und hat ihn auf den Stützpunkt Seweromorsk auf Nowaja Semlja verlegt», sagt Fedotovs Agent Alexei Ponomaryev. Weder er noch die Familie des Torhüters hätten die Chance gehabt, mit Fedotov zu sprechen.

Wie TSN-Moderator Andrew Zadarnowski nun schreibt, soll feststehen, dass Fedotov trotz Vertrag mit Philadelphia in der Saison 2022/23 nicht in der NHL spielen wird. Stattdessen soll er bis September auf dem Stützpunkt Seweromorsk stationiert bleiben und danach ein Jahr Militärdienst leisten – oder für zwei weitere Jahre beim Militärklub ZSKA Moskau unterschreiben. Normalerweise würde es Spitzensportlern erlaubt, den Dienst aufzuschieben, solange sie mit einem Team trainieren. Doch den Behörden sei der geplante Abschied Fedotovs bei ZSKA Moskau sauer aufgestossen. (abu)

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