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Lino Martschini überreicht Präsident Hans-Peter Strebel den Meisterpokal.
Lino Martschini überreicht Präsident Hans-Peter Strebel den Meisterpokal.
Bild: keystone
Interview

Präsident Strebel verspricht: «Sieben EVZ-Ausländer wird es nie geben»

Ruhe ist eingekehrt über den Eisfeldern und in den Büros. Zeit für ein Gespräch mit dem Mann, der unsere Eishockey-Landkarte verändert hat. Dr. Hans-Peter Strebel ist die grosse Persönlichkeit, die hinter Zugs Aufstieg in meisterliche Höhen steht. Er spricht über seinen Weg vom Fan zum Präsidenten, vom Apotheker zum Milliardär und er sagt auch, warum Zug nicht die höchsten Löhne in der Liga bezahlt.
11.06.2021, 10:45

Wir gratulieren zum Titel. Ärgert es Sie, wenn es heisst: Hans-Peter Strebel hat die Meisterschaft gekauft.
Hans-Peter Strebel:
Also ärgern … (überlegt). Schon ein bisschen, ja. Weil es einfach nicht stimmt. Es ist kein Titel des Geldes. Und schon gar nicht ein von meinem Geld gekaufter Titel. Von mir fliesst kein Franken in die erste Mannschaft.

Der EVZ hatte mit Leonardo Genoni, Raphael Diaz und Grégory Hofmann drei der teuersten Spieler der Liga in der Meistermannschaft.
Ja, und trotzdem liegen wir in der Lohnrangliste der Liga nicht vorne.

Sondern?
Diese Saison auf Platz 5 oder 6.

Auf Platz 5 oder 6? Wie hoch ist denn die Lohnsumme der ersten Mannschaft?
Die Lohnsumme ist definitiv nicht unter den Top vier der Liga.​

Aber die Kosten für Genoni, Diaz und Hofmann belaufen sich doch schon auf mehr als zwei Millionen Franken …
Ich sage nicht, dass das keine teuren Spieler sind. Aber sie können den Unterschied machen und sind von hoher Bedeutung für die Ausbildung der jungen Athleten. Aber bei der Salärgesamtsumme liegen wir hinter den Top vier.

Der Steckbrief
Dr. Hans-Peter Strebel (geb. 11.1.1949 in Muri/AG) studierte an der ETH Zürich und an der Universität Genf und legte 1974 das Staatsexamen für Apotheker an der ETH Zürich ab. Von 1974 bis 1978 führte er im Rahmen seiner Dissertation an der ETH Zürich experimentelle Arbeiten in Galenik durch. 1978 promovierte er zum Doktor der Naturwissenschaften.

Strebel ist geschieden und hat zwei erwachsene Söhne. In seiner Freizeit betreibt er intensiv Fitness und spielt Golf sowie Saxophon. Seit 2010 ist er Verwaltungsrat der EVZ Sport AG. Ab der Saison 2011/2012 amtete er als Vize-Präsident und wurde an der Generalversammlung vom 5. Oktober 2015 zum neuen Klubpräsidenten gewählt.

Die Nachwuchsförderung beim EVZ gehört zu seinen zentralen Anliegen. Im Jahr 2016 hat Strebel das OYM ins Leben gerufen. Der Sportvisionär ist davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Zukunft des Schweizer Spitzensports nur durch eine gezielte Förderung von Nachwuchsathleten gesichert werden kann. So entstand die anspruchsvolle Idee, Athletiktraining und Wissenschaft in hochmodernster Infrastruktur miteinander zu verbinden.

Was hat die Meisterschaft bei Ihnen ausgelöst? Fiebern Sie als Präsident anders mit als damals 1998, als sie einfach Fan waren?
Ich habe mich wahnsinnig gefreut. Es ist ein tolles Gefühl. Ich war so glücklich für so viele Leute. Und ja, es ist als Präsident schon anders: Man sieht, was alles dahintersteckt, was es alles braucht, um eine Meisterschaft zu gewinnen. Wie viele Menschen extrem hart darauf hingearbeitet haben. Und es freut mich für jeden Einzelnen, dass wir das Ziel erreicht haben.

Wir befinden uns in ihrem Büro im OYM in Cham. Welchen Anteil hat diese Institution?
Das OYM ist ein Teil des Puzzles. Es ist kein Zufall, dass die Spieler sagen, sie seien in der letzten Viertelstunde des letzten Finalspiels gegen Servette so frisch gewesen, dass sie die ganze Nacht hätten weiterspielen können. Das ist der Effekt des OYM, keine Frage.

Strebel im OYM in Cham.
Strebel im OYM in Cham.
Bild: keystone

Was macht das OYM aus?
Sehen Sie, viele Leute haben unsere Vision lange Zeit nicht ganz verstanden. Mal hiess es: «Der Strebel baut da ein Fitnesszentrum.» Aber das greift viel zu kurz. Es geht um ganzheitliches Denken, um die Entwicklung des Leistungspotenzials auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dazu gehört nicht nur die Athletik, sondern unter anderem auch die Regeneration und die Ernährung. Wir haben hier etwas völlig Neues geschaffen. Davon profitiert der EVZ jetzt. Die Spieler sind so fit wie noch nie. Das ist der Teil unseres Meister-Puzzles.

Sie haben den Bau des OYM mit 100 Millionen Franken aus Ihrem Privatvermögen finanziert. Was war Ihr Antrieb?
Es ist mein Geschenk an die Gesellschaft.

Wie konzipiert man etwas, das es sonst auf der Welt noch nicht gibt?
Die Verwirklichung einer Vision ist Teil des Reizes dieser grossen Herausforderung. Es war ein aufwändiger Prozess. Aber ich weiss, was es bedeutet, Geduld zu haben. Mit meinen Forscherkollegen habe ich 30 Jahre gebraucht, bis wir unser Medikament zur Behandlung von Multipler Sklerose auf den Markt bringen konnten. Wir sind damals neue Wege gegangen. Wir haben alles, was wir theoretisch erarbeitet hatten, in auswärtigen Labors untersuchen lassen. Alle haben uns gesagt: «Das wird nie funktionieren, das ist unmöglich. Ihr verschwendet eure Zeit.» Aber wir haben uns nicht beirren lassen.

Das Medikament ist ein Welterfolg. Ist es denkbar, dass sich auch das OYM einmal weltweit durchsetzt? Dass Sie das Konzept in andere Länder verkaufen?
Es ist tatsächlich so, dass uns immer wieder von Sportlern, die zu uns kommen, gesagt wird, dass wir etwas Einmaliges geschaffen haben, das es in dieser Art nirgendwo sonst gibt. Es ist denkbar, dass wir unser Knowhow einmal weitergeben.

Eines fernen Tages OYM in Stockholm, eines in Peking, eines in Denver …
… warum nicht?

Und was ist, wenn zum Beispiel Marc Lüthi zu Ihnen kommt uns sagt: Wir brauchen auch ein OYM in Bern, können Sie bei uns ein OYM aufbauen?
In der Schweiz soll das OYM in Cham im Eishockey nur dem EVZ und den verschiedenen Nationalmannschaften zu Gute kommen. Aber wenn jemand fortlaufend unsere erarbeiteten Inhalte in Lizenz erwerben möchte, dann hören wir uns das an.

Sie haben uns vorhin durch die ganze Anlage geführt. Im Vergleich zu den Infrastrukturen der Konkurrenz hat der EVZ einen signifikanten Wettbewerbsvorteil.
Wir freuen uns, wenn das so ist. Es ist auf jeden Fall die Rückmeldung, die wir erhalten. Gerade bereitete sich die Nationalmannschaft bei uns auf die WM in Riga vor. Und viele Spieler sagten: «Hier kannst du dich 100 Prozent auf den Sport fokussieren.» Vielleicht hat das OYM den Effekt, dass andere nachziehen müssen und so eine Entwicklung angestossen wird. Das wäre etwas zum Wohle des Sports.

Im OYM trainieren auch Skifahrer, Handballerinnen, Leichtathleten und weitere Sportler. Sind Sie da inzwischen auch ein Fan geworden?
Ich verfolge, was die verschiedenen Athletinnen und Athleten machen, klar. Der Cup-Sieg der Handballerinnen vom LK Zug zum Beispiel hat mir viel Freude bereitet. Wir schaffen hier Voraussetzungen, mit denen es junge Menschen im Spitzensport weit bringen können. Wir stellen aber auch sicher, dass die Schule nicht zu kurz kommt. Das ist für mich ganz wichtig. Im Sport kann eine Karriere vom einen auf den anderen Tag zu Ende sein und ich möchte nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass neben dem Sport die Ausbildung vernachlässigt worden ist. Wir ermöglichen hier mit eigenen Lehrkräften eine Ausbildung, die um den Sport herum aufgebaut ist. Wir sind auch daran, ein Internat zu bauen mit 60 Plätzen.

Könnte das OYM ohne Ihre finanzielle Unterstützung den Betrieb aufrechterhalten?
Das Ziel ist es, den Tagesbetrieb selbsttragend zu führen. Die gesamte Einrichtung werde ich dem Unternehmen schenken. So wird das OYM finanziell unabhängig sein.

Aber was ist, wenn Ihre Erben dereinst kein Interesse mehr am OYM haben sollten?
Es ist alles geregelt. Schon vor einigen Jahren haben mir meine zwei Söhne eröffnet, dass sie von mir kein Geld erben wollen. Einer hat früher auch Hockey gespielt und sein Pensum als Co-Chefarzt und Chirurg im Spital Stans reduziert, um hier im OYM arbeiten zu können.

Strebel isst selber im OYM – und sagt, er fühle sich dadurch besser.
Strebel isst selber im OYM – und sagt, er fühle sich dadurch besser.
Bild: keystone

Angenommen, ich bin ein Einzelsportler und möchte mich während des ganzen Jahres im OYM betreuen lassen – was kostet mich das?
Das kommt ganz auf Ihre Bedürfnisse und Leistungsbezüge an. Sie müssten für eine ganzjährige Betreuung und den Bezug der vier Kernkompetenzen mit 30'000 bis 40'000 Franken rechnen.

Ein Labor haben Sie nicht?
Wie meinen Sie das?

Bei der Optimierung der Athletik und Leistungsfähigkeit werden keine chemischen Substanzen verwendet?
Nein. Wir nehmen keine Sportlerinnen und Sportler bei uns auf, die in irgendeiner Art und Weise in eine Dopinggeschichte verwickelt sind. Dies ist ein Vertragsbestandteil zwischen Athlet und OYM.

Gestatten Sie uns den saloppen Vergleich mit der Landwirtschaft: Im OYM wird also biologische Landwirtschaft betrieben?
Das können Sie so sagen. Und wenn Sie schon bei dem Vergleich mit der Landwirtschaft sind: Wir legen sehr grossen Wert auf die Ernährung und erarbeiten mit den Athleten und Athletinnen Ernährungsprogramme, die ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Wir verwenden in unserer Küche nur absolut erstklassige Nahrungsmittel in Bio- oder Demeter-Qualität und Diätköche bereiten die Mahlzeiten zu. Ich esse inzwischen auch hier im OYM und nach einiger Zeit habe ich die positiven Auswirkungen auf meinen Körper gespürt.

Wir sprachen vorhin vom MS-Medikament, das Sie zu einem vermögenden Mann gemacht hat. Kürzlich hat jemand bei uns reklamiert, wir sollten aufhören, Sie als Milliardär zu bezeichnen, Sie seien nur Millionär. Dürfen wir Sie als Milliardär bezeichnen?
Ganz wie Sie möchten. Es gibt Leute, die geben vor, reicher zu sein, als sie sind. Andere machen es umgekehrt. Ich hausiere nicht mit meinem Reichtum und es ist mir egal, was über meine finanziellen Verhältnisse geschrieben oder gesagt wird.

Also können wir weiterhin «Milliardär» schreiben?
Wenn Sie wollen, dann tun Sie es. Aber mir gefällt es nicht, wenn man auf das Geld reduziert wird. Es geht doch darum, was man tut. Nicht, was man besitzt.

Bis auf ihre Tätigkeit als EVZ-Präsident leben Sie eher zurückgezogen. Ist das eine bewusst gelebte Bescheidenheit?
Ja, ich suche die Öffentlichkeit nicht und die Privatsphäre ist mir sehr wichtig. Man ist schon mit dem Wunsch an mich herangetreten, einen Film über mein Leben zu drehen.

Eine Dokumentation?
Ja, es gab vor etwas mehr als zehn Jahren eine Anfrage vom SRF. Meine Ablehnung stiess auf Unverständnis.

Zuger Meisterfreuden: Dino Kessler, André Rötheli und Misko Anstin (von links) 1998.
Zuger Meisterfreuden: Dino Kessler, André Rötheli und Misko Anstin (von links) 1998.
Bild: KEYSTONE

Nun da der EVZ so erfolgreich ist: Gibt es auch andere Sportorganisationen, die Sie ersuchen, einzusteigen?
Das kommt immer mal wieder vor. Aber ich lehne alles ab. Mein Herz schlägt für den EVZ und sonst für kein anderes Team.

Wie kommt das eigentlich?
Ich bin Fan seit den Gründungstagen 1967 auf der offenen Eisbahn. Mein Onkel nahm mich damals mit zu den Spielen – Zug lag von Muri im Aargau aus einfach am nächsten. Wir haben bei jeder erdenklichen Witterung praktisch alles erlebt.

Wie müssen wir uns das vorstellen: Haben Sie sich als Kind zu Weihnachten ein EVZ-Trikot gewünscht?
So ungefähr war das, ja.

Haben Sie die Sachen behalten? Sind Sie Sammler?
Ich habe schon einige Trikots und andere Erinnerungsstücke, auch da hat man eine emotionale Verbundenheit.

Haben Sie ein spezielles Spielerdress aus alten Zeiten?
Ja, unter anderem eines von Misko Antisin.

Es hat ja etwas Romantisches: Vom Fan zum Meisterpräsidenten. Aber es kann auch gefährlich sein, wenn der Chef die Fan-Brille trägt und sich von Emotionen leiten lässt.
Das ist richtig. Aber ich darf von mir sagen, dass ich nicht für irrationales Handeln bekannt bin.

Nehmen wir das Beispiel des Captains Raphael Diaz, mit dem die Vertragsverhandlungen im Herbst scheiterten. Ein verdienter Spieler, den Sie persönlich schätzen. Hatten Sie nie den Impuls zu sagen: Mein Gott, dann zahle ich die 200'000 Franken Differenz halt, damit er bleibt?
Überhaupt nicht. Zu keiner Sekunde. Wenn du das machst, riskierst du die Zukunft des Vereins. Und das wird unter mir nie passieren. Es ist schade, dass Raphael uns verlässt. Aber es ist jetzt nun mal so. Es ist sein Entscheid, den wir respektieren. Wir haben ihm ein faires Angebot unterbreitet, er wollte mit 35 unbedingt einen Vierjahresvertrag. Das war uns zu lang. Unser Sportchef hat ein klares Budget, mit dem er haushalten muss. Ich mische mich da nicht ein.

Wenn Sie bei Raphael Diaz etwas aus dem eigenen Sack beigesteuert hätten, dann wäre bald der nächste Spieler gekommen.
Richtig. Darum stand das nie zur Debatte.

Aber es dürfte keinen Präsidenten geben, der im Schweizer Eishockey näher bei der Mannschaft ist als Sie.
In diesem Jahr war es wegen der Pandemie ein bisschen anders, ich bin nicht mehr jeden Tag in der Garderobe gewesen, bis ich die Impfung hatte. Aber sonst auf jeden Fall, ja. Ich brauche diese Kontakte, den Austausch. Nicht nur mit den Spielern, sondern mit dem ganzen Personal. Von der Putzfrau bis zum Geschäftsführer und Sportchef.

Halten Sie Ansprachen in der Kabine?
Vor der Saison spreche ich zum Team. Aber sonst sind es eher zufällige Einzelgespräche. Oder ich spiele gegen jemanden eine Partie Ping-Pong. Diese Begegnungen halten mich jung. Ich feiere auch nie Geburtstag, damit mein Körper nicht weiss, wie alt er ist (lacht).

Bei anderen Klubs zucken die Spieler zusammen, wenn der Präsident einmal in der Kabine auftaucht. Dann ist es in Zug eher so, dass der Präsident einfach dazu gehört und gar nicht mehr auffällt?
Ja, ungefähr so.

Reden Sie bei der Mannschaftsaufstellung mit?
Nein, nein. Aber wir pflegen einen intensiven Meinungsaustausch. Jeden Monat sitze ich mit dem Trainer, seinen beiden Assistenten, dem CEO und dem Sportchef zu einem zwanglosen Meinungsaustausch zusammen. Ganz bewusst verzichten wir dabei auf eine Traktandenliste.

Sie sind nun seit sechs Jahren Präsident. Was war für Sie bisher der berührendste Moment?
Ich würde sagen: Die Übernahme der Aktienmehrheit. Dass man mir dieses Vertrauen entgegengebracht hat, das hat mich berührt. Wenn das nicht geklappt hätte, wäre ich nicht Präsident geworden. Ich hatte eine Vision, die ich umsetzen wollte. Bei dieser Umsetzung wollte ich nicht jeden zweiten Tag irgendjemanden um Erlaubnis fragen oder mich mit einer Opposition auseinandersetzen. Diese Unabhängigkeit ist mir sehr wichtig.

Wo sehen Sie den EVZ mittelfristig?
Wir wollen ambitioniert bleiben und jedes Jahr um den Titel mitspielen. Und unsere Strategie der Nachwuchsförderung konsequent weiterverfolgen.

Aber das Farmteam EVZ Academy lösen Sie im Sommer 2022 auf …
Die Verantwortlichen der Swiss League haben uns klar gesagt: Wir wollen euch nicht mehr. Warum sollten wir in einer Liga spielen, in der wir nicht erwünscht sind? Wir werden die Ausbildung auf der Stufe der 15- bis 17-Jährigen intensivieren. Das Ziel ist es, unsere Talente schon mit 17 oder 18 in die erste Mannschaft zu bringen. So wie das zum Beispiel in Schweden oder Finnland üblich ist. Die Akademie führen wir weiter.

Das Budget des Farmteams wurde von Ihnen gedeckt. Wohin fliesst das Geld, wenn es diese ungefähr 1,2 Millionen Franken nicht mehr braucht?
Das werden wir sehen. Wir arbeiten an Konzepten.

Was, wenn die Swiss League sagt: Eigentlich hätten wir euch wieder gerne dabei?
Ich habe im Leben gelernt, dass man niemals nie sagen sollte. Aber heute ist das kein Thema.

Der EVZ gehört zu jenen Organisationen, welche die Reformen in der National League befürworten und sich auch für die Erhöhung der Ausländerlizenzen von vier auf sieben einsetzen. Ist das nicht ein Widerspruch? Millionen in den Nachwuchs zu investieren und dann aber sieben Ausländer aufzustellen?
Man muss diese Reform als Gesamtpaket betrachten, zu der auch die Ausländerfrage gehört, und wir sind der Meinung, dass diese Reform wichtig ist. Es gibt Vereine, für die macht es schon Sinn, sieben Ausländer einzusetzen. Wir gehören definitiv nicht dazu. Solange ich Präsident bin, werden wir das auch nicht tun.

Sie wollen uns sagen, dass der EVZ auch dann mit vier Ausländern spielen wird, wenn deren sieben erlaubt sind?
Ja, so wird es sein. Das ist ein Verwaltungsratsentscheid. Nächste Saison haben wir eine Spezialsituation, falls Grégory Hofmann in die NHL wechseln sollte. Dann dürfen wir ihn durch einen fünften Ausländer ersetzen und wir werden das auch tun, weil es nicht möglich ist, einen so guten Spieler kurzfristig auf dem Schweizer Markt zu finden. Aber sieben EVZ-Ausländer, das wird es nie geben. Ich investiere doch nicht so und so viel in die Nachwuchsförderung, um dann endlos Ausländer einzukaufen.

(Aus dem Eishockey-Fachmagazin «Slapshot»)

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