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WM: Die neue Zwischenzeit-Grafik raubt den Skirennen jegliche Spannung

epa10470534 Mikaela Shiffrin of the US celebrates after the 2nd run in the Women's Giant Slalom event at the FIS Alpine Skiing World Championships in Meribel, France, 16 February 2023. Shiffrin w ...
Um zu wissen, dass Mikaela Shiffrin die Schnellste ist, braucht es keine spezielle Grafik.Bild: keystone
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Die neue Zwischenzeit-Grafik raubt den Skirennen jegliche Magie

Eine neue Zwischenzeit-Grafik soll den TV-Zuschauern an der Ski-WM besseren Einblick ins Geschehen bieten. Tatsächlich ruiniert sie die Spannung bei den Rennen.
16.02.2023, 15:0717.02.2023, 13:43
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Im heutigen WM-Riesenslalom der Frauen in Méribel warteten die Organisatoren und der Ski-Weltverband FIS mit einer grafischen Neuerung auf. Dank eines neuen Chips am Skischuh wurden die Zwischenzeiten nicht nur bei den drei fix gemessenen Zeiten verglichen, sondern während des ganzen Rennens konnte beobachtet werden, wie sich Vorsprung respektive Rückstand und Zwischenrangierung von einem Tor zum nächsten entwickeln.

Grundsätzlich ist die Idee spannend. Wenn es funktioniert – und das hat es heute mehrheitlich –, sieht man sofort, in welcher Kurve die Fahrerin den Unterschied macht oder den Anschluss an die Spitze verliert. Und doch schien die neue Grafik bei ihrer Premiere irgendwie störend.

So sieht die Grafik (rechts) im TV-Bild aus.
So sieht die Grafik (rechts) im TV-Bild aus.Bild: screenshot srf

Die Illustration lenkte ab. Bei uns im Büro schauten alle nur noch auf die Entwicklung der Zeiten und vergassen dabei, den Fahrerinnen zuzuschauen. Zumal sich der Punkt, der die Athletin darstellt, ständig bewegt. Von den eigentlichen Fahrten – also dem Hauptprodukt – blieb nur wenig in Erinnerung. Das kann eigentlich nicht das Ziel sein – weder der Verbände noch der Fahrerinnen und Fahrer.

Doch als TV-Zuschauer fällt ein Punkt noch viel mehr ins Gewicht. Die stets mitlaufende Zwischenzeit nimmt dem Rennen jegliche Spannung. Eine der tollen Eigenschaften eines Skirennens ist das Mitfiebern von einer Zwischenzeit zur nächsten. Wenn man nun sowieso immer weiss, wie gross der Rückstand bei der nächsten Zwischenzeit ist, dann fällt das komplett weg.

Das soll nicht heissen, dass die Technologie für die TV-Stationen komplett nutzlos ist. Für die Analyse der Fahrten nach einem Rennen oder zwischen zwei Riesenslalomläufen sind diese Daten extrem spannend. Doch im Livebild nehmen sie den Skirennen einen grossen Teil ihrer Magie.

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88 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Tarek
16.02.2023 15:19registriert November 2015
Sofort wieder abschaffen! Sehr treffend geschrieben, es nimmt die Spannung weg.
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McHunt
16.02.2023 15:15registriert Januar 2023
Bei den fix gemessenen Zwischenzeiten die virtuelle Zwischenrangierung einblenden fände ich ok, alles andere mit einer mitlaufenden Zwischenzeit ist too much
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Müller Lukas
16.02.2023 15:42registriert August 2020
Dass "bei euch im Büro" niemand mehr auf die Fahrer schaut, ist aber irgendwie nicht die Schuld der FIS...
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