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Die Fans feiern den FC BAsel auf dem «Barfi». bild: twitter/fcbasel1893

Kommentar

Ein tückischer Titel für den FCB – und jetzt wartet eine knifflige Entscheidung

sebastian Lavoyer / ch media



Cupsieg hin oder her: Euphorie wäre in Basel fehl am Platz. Dafür hat zu vieles nicht gestimmt beim FCB. Und darüber darf dieser erste Titel unter neuer Führung nicht hinwegtäuschen. Zuerst die Entlassung von Raphael Wicky nach bloss zwei Spielen, dann nach 15 Jahren mit internationalen Spielen in Basel das Ausscheiden in der Europa-League-Quali unter Nachfolger Marcel Koller. Man hatte das Ziel «Rückeroberung der Meisterschaft» ausgerufen – und dann tauchte man im Herbst in Bern mit 1:7. Ein Debakel.

Vieles hat man in Basel seit dem Umbruch falsch eingeschätzt. Zuallererst das Ausmass an Veränderung, das man dem Klub zugetraut hat. Das war wohl nicht nur ein Fehler der aktuellen Führung rund um Präsident Bernhard Burgener, die in der Anfangseuphorie auch den bewährten Coach Urs Fischer mit Neuling Raphael Wicky ersetzte und im Winter nach einer ersten Aufholjagd mit Manuel Akanji und Renato Steffen zwei wichtige Teamstützen ziehen liess. Nein, vermutlich hat auch die alte Führung um Bernhard Heusler dem Verein mit ihrem geschlossenen Rücktritt etwas gar viel zugemutet.

Zwar hat Marcel Koller den FCB in der zweiten Saisonhälfte stabilisieren können. Aber schon vor der Winterpause hat er die Mannschaft gegen sich aufgebracht. Der Kulturwechsel vom lockeren Wicky zum strengen Koller war für das Team eher ein Kulturschock. Dieser scheint überwunden. Dafür sprechen die Resultate. Dafür spricht auch dieser Sieg im Cup gegen den FC Thun.

Die Mannschaft spielt wenigstens nicht gegen den Trainer. Doch die Distanz zu YB ist noch immer gewaltig. Das zeigte das 1:3 vor einer Woche in Bern. Da hat der FCB zwar vier Tore weniger kassiert als im Herbst, war aber – so die Statistiken – ähnlich unterlegen. Auch der Cupsieg gegen Thun, ein ersatzgeschwächtes Team praktisch ohne Finalerfahrung, war wenig berauschend.

Wie weiter also? Mit oder ohne Koller? Er habe noch ein Jahr Vertrag, sagte der Trainer selbst. Aber: «Was im Sommer passiert, weiss ich nicht.» Sein Stuhl wackelt, sonst würde er kaum so reagieren. Strellers Ausweichen, wenn er auf den Trainer angesprochen wird, stützt diese Theorie.

Basels Spieler feiern den Cupsieg, nach dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Darf der strenge Koller in Basel bleiben? Bild: KEYSTONE

Überhaupt ist der Sportchef zurückhaltender geworden, wohl auch demütiger. Er kündigt nicht die Rückeroberung des Meistertitels an, sondern will die Distanz zu YB verkürzen. Schwierig genug, wenn man bei den Löhnen sparen muss. Über 20 Millionen Franken. Das könnte Koller helfen, im Amt zu bleiben. Wobei es eigentlich keine Rolle spielen darf. Streller ist nicht zu beneiden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Yves Mühlematter 20.05.2019 12:57
    Highlight Highlight Anfangs Juni wäre die Möglichkeit, Burgener an der GV abzuwählen. Ich hoffe, das auch alle Vereinsmitglieder den Mumm dazu haben.
    Immer nur schlecht zu reden und nicht zu reagieren hat noch niemanden weiter gebracht.
    Hopp FCB
  • Einloz 20.05.2019 10:12
    Highlight Highlight Koller muss bleiben. Er hat es geschafft, die problematischen Stocker und Kuzmanovic ins Spiel zu integrieren und so gezeigt, dass er mit dem Vorhandenen arbeiten kann und will. Bloss nicht wieder von vorne heginnen!
    • Manuel Schild 20.05.2019 11:30
      Highlight Highlight Was bitte sehr ist an Stocker problematisch?
    • sottosopra 20.05.2019 13:19
      Highlight Highlight Problematisch ist die Tatsache, dass Stocker zu den Topverdienern des Kaders gehört, leistungsmässig jedoch höchstens zum unteren Durchschnitt.
    • oliopetrolio 20.05.2019 13:44
      Highlight Highlight Dies ist absolut nicht mehr der Fall! Auch ich war sehr skeptisch nach seiner Rückkehr zum FCB und die ersten Spiele waren wenig verheissungsvoll. Stocker ist aber mittlerweile zur wichtigen Figur im Team geworden. Mit unermüdlichem Einsatz und als Antreiber der ganzen Mannschaft. Für mich die positive Überraschung in dieser Saison!
  • Snowy 20.05.2019 09:23
    Highlight Highlight Mit dem Pokal in der Kurve feiern - das isch Basel!

    💪🏽🏆🔴🔵

    Grande Ajeti / Stocker!
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    • Manuel Schild 20.05.2019 10:11
      Highlight Highlight YB feierte ihren Meistertitel 2018 in einem Club ohne die Fans. Basel ist halt mehr als ein Club. Auch für die Spieler.
    • Snowy 20.05.2019 12:38
      Highlight Highlight Dass Vale und Ajeti mit dem Kübel mitten in die Kurve feiern kommen zeigt wunderbar was Fussball (in)-Basel ausmacht!

      Basel tickt andersch!
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    • Quaxi 20.05.2019 12:43
      Highlight Highlight Genau und in dem Club namens Wankdorf hatte es ganz viele Leute... 😂
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 20.05.2019 08:47
    Highlight Highlight Wird gegen Ajeti jetzt auch polizeilich ermittelt?
  • Bert der Geologe 20.05.2019 08:34
    Highlight Highlight Anstatt den Trainer in Frage zu stellen, sollte sich der Sportchef überlegen, wie er zu ein zwei kopfballstarken Spielern kommt. Im Luftkampf besteht das grösste Defizit.
  • derEchteElch 20.05.2019 08:27
    Highlight Highlight Nun... der neue Präsident war während der ganzen Saison nur ein einziges Mal in der Geschäftsstelle des FCB.

    Er hat immer noch den Eindruck, dass ein Fussballklub wie der Filmverleih ein kleiner Selbstläufer ist. Wenn man das Gebastel der Filmindustrie anschaut wo jeder in seinem eigenen Gärtchen gräbt, statt mal ein vernünftiges Angebot für die Kunden anzubieten, kann man durchaus Parallelen zu Burgener erkennen.

    Der FCB ist für ihn ein Geschäft und eine Geldmaschinerie. Mehr nicht. Nicht so wie bei Heusler. Burgener muss weg!
    • Bert der Geologe 20.05.2019 09:04
      Highlight Highlight @derEchteElch: Natürlich und du übernimmst dann die Finanzierung.
    • Laborchef Dr. Klenk 20.05.2019 09:25
      Highlight Highlight Schlagen Sie mal nach, was Burgener vor seiner Wahl durch die Mitgliederversammlung gesagt hat. Kurz zusammengefasst: Ich habe Geld aber keine Ahnung von Fussball. Dafür habe ich Streller, Cecca und Frei.

      Ich bin weissgott kein Fan von Burgener, aber er liefert, was er vor seiner Wahl versprochen hat. Er setzt seine Leute ein und hält sich selbst zurück.

      Als FCB-Mitglied hat man sich vor zwei Jahren unantastbar gefühlt, egal wer Präsident würde. Dass Burgener von Anfang an nicjt dasselbe Herzblut wie Heusler zeigte, dürfte nicht nur mir aufgefallen sein.

      "Burgener raus" ist zu kurz gedacht
    • derEchteElch 20.05.2019 09:45
      Highlight Highlight @Klenk:
      Ich war bei der Rede von Burgener dabei und habe als einer der wenigen gegen sein Konzept gestimmt. Ich war/bin schon seit Beginn an gegen ihn und bleibe bei meiner Aussage; er muss weg!
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