Sport
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Switzerland's players celebrate after beating Republic of Ireland, during the UEFA Euro 2020 qualifying Group D soccer match between Switzerland and Republic of Ireland, at the Stade de Geneve, in Geneva, Switzerland, Tuesday, October 15, 2019. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die Schweizer Spieler feiern mit den Zuschauern, die in Genf nach Spielende noch da sind. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Das lange Leiden bis zum kleinen Befreiungsschlag

Die Schweiz hat nach dem 2:0 gegen Irland die EM-Qualifikation in den eigenen Händen. Was der Sieg sonst noch bedeutet – der Kommentar.

Etienne Wuillemin / CH Media



Endlich die Erlösung! Endlich fällt das 2:0. Sekunden später ist das Spiel vorbei. «Tous ensemble!», skandiert das Genfer Publikum. Alle zusammen! Schweizer Spieler und Betreuer umarmen sich. Der Jubel ist gross. Es ist ein Jubel der Erleichterung.

Es zählte nur eines gestern: der Sieg. Er ist geglückt. Zwar erkämpft. Mit einem zu langen Leiden. Und ohne jede Leichtigkeit. Aber das 2:0 ist auch nicht glückhaft. Deshalb gilt: Pflicht erfüllt.

Switzerland's midfielder Denis Zakaria, left,  and Switzerland's midfielder Edimilson Fernandes, right celebrate the second goal during the UEFA Euro 2020 qualifying Group D soccer match between Switzerland and Republic of Ireland, at the Stade de Geneve, in Geneva, Switzerland, Tuesday, October 15, 2019. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Fernandes (rechts) jubelt mit Zakaria über das 2:0. Sein Schuss ist nicht das erste Länderspieltor, weil die UEFA den Treffer als irisches Eigentor wertet. Bild: KEYSTONE

Eine erneute Enttäuschung wäre auch ziemlich verwegen gewesen – was der Gegner aus Irland bot, war von ziemlich bescheidener Qualität. Die Schweiz über weite Strecke drückend überlegen.

Nur: Dass es auch bei einer solchen Spielanlage möglich ist, Punkte zu verlieren, gerade wegen Unachtsamkeiten in den letzten Minuten, das hatten die Schweizer jüngst zur Genüge bewiesen. Darum tut es der Seele jetzt einfach mal gut, den Erfolg einigermassen souverän über die Zeit gebracht zu haben. Der Lohn dafür: Die Schweiz hat die EM-Qualifikation in den eigenen Händen. Zwei Siege im November gegen Georgien und Gibraltar reichen dafür.

Eine lösbare Aufgabe. Zwingend gar für ein Team, das an die EM will.

Die wichtigere Frage aber: War der Abend in Genf mehr als eine Trendwende? Für diese Feststellung ist es noch zu früh. Die Mängelliste noch zu gross. Präzision. Passqualität. Flanken. Chancenverwertung. Und schliesslich die Souveränität im Umgang mit einer Führung. Erneut gab es zu viele Phasen des Zitterns. Insbesondere nach dem verschossenen Penalty. Immerhin folgte aber diesmal kein spätes Gegentor wie zweimal gegen Dänemark und gegen Irland im ersten Vergleich.

Es war auch ein Sieg für Trainer Vladimir Petkovic. Seine Position hätte sich bei einer erneuten Enttäuschung massgeblich verschlechtert. Und die Frage nach seiner unmittelbaren Zukunft plötzlich eine Dringlichkeit erhalten. Nun aber gilt vor allem für ihn: Der erste kleine Befreiungsschlag ist geschafft. Weitere müssen folgen.

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