bedeckt, etwas Schnee
DE | FR
7
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sport
Leichtathletik

Leichtathletik-EM: 5 Experten erklären das starke Schweizer Abschneiden

Kambundji, Ehammer und Kälin sorgten für Schweizer Festspiele in München.
Kambundji, Ehammer und Kälin sorgten für Schweizer Festspiele in München.bild: keystone

Sechs EM-Medaillen – fünf Experten erklären das Hoch der Schweizer Leichtathletik

22.08.2022, 08:24

Einmal Gold, dreimal Silber, zweimal Bronze – die Schweizer Leichathletik-Asse haben an den EM in München mit sechs Medaillen vollends überzeugt. Die Ausbeute reicht für Rang 12 im Medaillen-Spiegel und unterstreicht, dass in der Schweizer Leichtathletik in den letzten Jahren viel richtig gemacht worden ist. Fünf Experten erläutern einige der Gründe für das Hoch der letzten Jahre.

Adrian Rothenbühler

Trainer unter anderen der Kambundji-Schwestern, sportartenübergreifender Trainer-Experte in Magglingen:

«In der Vergangenheit wurden zwei kluge Entscheide gefällt. Erstens: Die Limiten der internationalen Verbände übernehmen und nicht mehr künstlich verschärfen. Und zweitens: Klar festlegen, dass eine EM-Teilnahme ein erstes lohnenswertes Ziel ist. Erst dann folgt die WM.» Swiss Athletics habe den Dachverband Swiss Olympic vom Ansatz überzeugen müssen, dass zunächst Europa die wichtige Bühne bilde. Aus diesem Pool sei dann die Gruppe herangewachsen, die auch an der WM performen konnte. «Und dann hatten wir das Glück, dass durch diesen Ansatz Vorbilder entstanden sind wie Mujinga Kambundji, Kariem Hussein oder Lea Sprunger.»
Adrian Rothenbuehler erhaelt die Auszeichnung als Trainer des Jahres 2021, waehrend der Swiss Athletics Jubilaeums-Night, am Samstag, 13. November 2021, in Interlaken. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Adrian Rothenbühler wurde 2021 Schweizer Trainer des Jahres.Bild: keystone

Marco Kälin

Vater und Trainer von Siebenkämpferin Annik Kälin:

«In der Schweiz entstehen immer wieder kleine Zellen. Hinter diesen Zellen steckt ein grosses Engagement und viel Eigeninitiative. So wachsen Trainer und Athletin gemeinsam heran, ich bin auch ein Quereinsteiger. Den Erfolg bringen dann letztlich die qualitativ hochstehenden Trainings – mit der richtigen Gruppengrösse, den entsprechenden Trainingsmöglichkeiten etc.»
World Athletics Championships Oregon 22 United States of America, 18.07.2022 Annik KAELIN of SWITZERLAND SUI and her father/coach Marco Kaelin in the long jump of the womens heptathlon at the World At ...
Vater Marco klatscht mit Tochter Annik Kälin ab.Bild: www.imago-images.de

Philipp Bandi

Leistungssport-Chef von Swiss Athletics:

«Es gibt keine einfache Antwort, denn es ist Platz für verschiedene Lösungen im Fördersystem in der Schweiz. Fakt ist: Wir stellen immer mehr Mittel für den Leistungssport bereit, professionalisieren die Trainer, fördern den Austausch unter ihnen, oder unterstützen unsere Athleten individuell oder in Trainingsgruppen. Und in einigen Disziplinen hat auch ein Konkurrenzkampf eingesetzt.»
Philipp Bandi, head of sport for the Swiss Athletics Federation speaks during a press conference ahead of the IAAF World Athletics Championships, in Doha, Qatar, Thursday, September 26, 2019. (KEYSTON ...
Philipp Bandi hat viel zum aktuellen Aufschwung beigetragen.Bild: KEYSTONE

Karl Wyler

Coach von Simon Ehammer:

«Simon und auch die anderen Athletinnen und Athleten schätzen es sehr, dass der Heimtrainer auch am Grossanlass coacht. Das gewohnte Umfeld ist für einen Sportler sehr wichtig. Für mich bedeutet das: Für Eugene und München insgesamt vier Wochen Ferien nehmen. Es steckt sehr viel Ehrenamt in der Schweizer Leichtathletik.»
Karl Wyler, coach of Simon Ehammer, left, confers with Simon Ehammer of Switzerland, during the Men's Pole Vault of the Heptathlon, at the World Athletics Indoor Championships, at the Stark Arena in B ...
Karl Wyler hat Simon Ehammer an die internationale Spitze geführt.Bild: keystone

Florian Clivaz

Coach und Freund von Mujinga Kambundji:

«Unter anderen Mujinga hat vorgemacht, wie man in der Schweiz als Athletin ins Profitum wechseln kann. Das hat viele inspiriert.»
Switzerland's Mujinga Kambundji cheers after the Women's 200 m Final of the 2022 European Championships Munich at the Olympiastadion in Munich, Germany, on Friday, August 19, 2022. (KEYSTONE/Georgios  ...
Mujinga Kambundji blickt freudig in Richtung Tribüne.Bild: keystone

(pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

22 fantastisch knappe Fotofinishs

1 / 25
23 fantastisch knappe Fotofinishs
quelle: crorace
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Heiratsantrag nach Triathlon – Spanier bekommt «weiche Knie»

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7
2021 noch vereinslos, jetzt steht er im WM-Viertelfinal – der Aufstieg von Andries Noppert
Beim WM-Auftaktspiel gegen den Senegal stand er für viele überraschend im Tor der Niederlande: Andries Noppert. Doch wer ist der mit 2,03 Meter grösste Spieler bei dieser WM überhaupt und woher kommt er?

Eine Karriere, wie sie kein Drehbuchautor hätte besser schreiben können, erlebt aktuell Niederlandes Nationaltorwart Andries Noppert. Eine Geschichte, die sich liest wie der typische amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär.

Zur Story