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27.06.2014; Uster; Leichtathletik; Laufsportabend Uster 2014; Schweizermeisterschaften 10'000m; Abraham Tadesse (SUI) (Valeriano Di Domenico/freshfocus)

Tadesse Abraham: Der einzige Schweizer, von dem eine Medaille erwartet wird. Bild: Valeriano Di Domenico/freshfocus

Schweizer mit kleinen Medaillenhoffnungen

Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordhalter – die Leichtathletik-EM hat auch ohne Usain Bolt Explosionsstoff

Obwohl die EM eben «nur» eine Europa- und keine Weltmeisterschaft ist, darf man sich in Zürich auf viel Spektakel freuen. Auch Europa verfügt über ihre Weltmeister, Olympiasieger und Weltrekordhalter – diese haben das Potenzial, in Zürich neue Dimensionen zu erreichen.

08.08.14, 23:24

Es ist kein Geheimnis, dass die Leichtathletik-Szene in der Schweiz nicht gleich polarisiert wie eine Fussball-WM. Doch wer denkt, Leichtathletik ohne Usain Bolt sei wie ein Feuerwerk ohne Zündschnur, hat sich tierisch geschnitten.

Wenn am Dienstag der Start zur Leichtathletik-EM in Zürich über die Bühne geht, duellieren sich im Letzigrund während sechs Tagen keine Nobodys, sondern unter anderem neun Olympiasieger von London 2012 und zwölf amtierende Weltmeister. Das europäische Teilnehmerfeld könnte auch ohne den jamaikanischen Partytiger mächtig explodieren.

Die grossen Stars in Zürich

Mo Farah

FILE - JULY 24, 2014: Double Olympic gold medallist Mo Farah withdraws from the Commonwealth Games after failing to recover from a recent illness on July 24, 2014. MOSCOW, RUSSIA - AUGUST 10:  Mo Farah of Great Britain celebrates winning gold in the Men's 10000 metres final during Day One of the 14th IAAF World Athletics Championships Moscow 2013 at Luzhniki Stadium on August 10, 2013 in Moscow, Russia.  (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Der am meisten dekorierte Athlet im Letzigrund ist der Langstreckenläufer Mo Farah. Der 31-jährige, in Somalia geborene und in den USA trainierende Brite ist seit 2010 an grossen Titelkämpfen über 5000 m und 10'000 m ungeschlagen. Den Höhepunkte erlebte Farah 2012, als er in London vor heimischem Publikum das olympische Double schaffte. Bild: Getty Images Europe

Bogdan Bondarenko

epa04257676 Bohdan Bondarenko of Ukraine competes in the men's high jump at the Adidas Grand Prix Track & Field Competition at Icahn Stadium in New York, New York , USA, 14 June  2014. Bondarenko went on to win the event with a jump of 2.42.  EPA/PETER FOLEY

Der Hochsprung-Wettbewerb der Männer verspricht eines der grossen Highlights von Zürich zu werden. Der ukrainische Weltmeister Bogdan Bondarenko (Bild) sprang in diesem Jahr bereits viermal 2,40 m und höher. Doch auch Olympiasieger Iwan Uchow (Russland) und Bondarenkos Landsmann Andrej Prozenko haben diese Höhe in dieser Saison bereits gemeistert. Treiben sie Bondarenko zur Höchstleistung, ist gar der 21 Jahre alte Weltrekord des Kubaners Javier Sotomayor von 2,45 m in Gefahr. Bild: PETER FOLEY/EPA/KEYSTONE

Renaud Lavillenie

Pole vaulter Renaud Lavillenie of France, world record holder and Olympic gold medalist, is pictured during a training session at Stade Olympique de la Pontaise in Lausanne on Thursday June 19 2014. Lavillenie will attend the Athletissima IAAF Diamond League athletics meeting in Lausanne on July 3, 2014. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Der zweite grosse Star der Sprung-Szene in Zürich neben Bondarenko ist der französische Stabhochspringer Renaud Lavillenie. Mit 6,16 m, gesprungen im Februar in Donezk, hält der Franzose den Weltrekord. Bild: KEYSTONE

Robert Harting

NEW YORK, NY - JUNE 14: Robert Harting of Germany gets some shade under a table in between throws during the discus competition during the Adidas Grand Prix at Icahn Stadium on Randalls Island on June 14, 2014 in New York City.   Al Bello/Getty Images/AFP
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In den Wurfdisziplinen verfügt Deutschland über eine grosse Tradition. Diskuswerfer Robert Harting (Bild) ist aktueller Europameister, Weltmeister und Olympiasieger, Kugelstoss-Weltmeister David Storl duelliert sich mit Olympiasieger Tomasz Majewski (Polen). Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Barbora Spotakova

epa04322026 Barbora Spotakova of the Czech Republic competes in the Javelin event during the IAAF Diamond League meeting at the Stade Louis II in Monaco, 18 July 2014.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Die Wurfdisziplinen sind auch eine Domäne der osteuropäischen Athleten. Mit Weltrekordhalterin Barbora Spotakova (Bild) und Vitezslav Vesely (beide Tschechien/Speer), Sandra Perkovic (Kroatien/Diskus), Krisztian Pars (Ungarn/Hammer) oder Pawel Fajdek (Polen/Hammer) sind in Zürich Olympiasieger oder aktuelle Weltmeister am Start. Bild: SEBASTIEN NOGIER/EPA/KEYSTONE

Die Schweizer lächeln – gewinnen sie auch?

Das stark besetzte Teilnehmerfeld zieht natürlich mit sich, dass der Traum einer Schweizer Medaille noch kleiner wird. Angeführt von Tadesse Abraham stellt die Schweiz an der Heim-EM zwar ein so grosses Team wie noch nie an kontinentalen Titelkämpfen in der Leichtathletik. Die Medaillenkandidaten sind aber an einer Hand abzuzählen.

Viktor Röthlin und Tadesse Abraham

Die Marathonlaeufer Viktor Roethlin, Adrian Lehmann und Tadesse Abraham, von links, am Aegeriseelauf bei Oberaegeri im Kanton Zug, am Freitag, 18. Juli 2014. 
(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Dass sich Swiss Athletics berechtigte Hoffnungen auf eine Top-3-Platzierung machen kann, liegt an den Marathonläufern Tadesse Abraham und Viktor Röthlin. Der gebürtige Eritreer Abraham, der seit mehr als zehn Jahren hierzulande wohnt und erst Ende Juni den Schweizer Pass erhalten hat, steigt als grosser Favorit ins Rennen.
Röthlin wäre auf einer «normalen» Strecke wohl kein Medaillenkandidat. Da auf den 42,195 km jedoch je viermal der Aufstieg zur Polyterrassse und der Abstieg zum Bellevue bewältigt werden muss, könnte die Routine des 39-jährigen Obwaldners bei seinem letzten Rennen ein entscheidender Vorteil sein. 
Bild: KEYSTONE

Sprintstaffel Frauen

Switzerland's Marisa Lavanchy, Lea Sprunger, Ellen Sprunger and Mujinga Kambundji, from left to right, pose with

Sehr gut stehen die Chancen auf eine Medaille im Marathon-Teamwettbewerb der Männer, in dem die besten drei Zeiten pro Nation in die Wertung kommen. Auch die Sprintstaffel der Frauen träumt vom Podest. An der Athletissima in Lausanne blieben Mujinga Kambundji, Marisa Lavanchy, Ellen und Lea Sprunger erstmals unter 43 Sekunden (42,94) – nur Holland (42,40), Deutschland (42,63) und Grossbritannien (42,74) waren heuer von den europäischen Teams schneller. Zudem scheint das eingespielte Quartett noch weiteres Potenzial zu haben. Dennoch benötigen die Schweizerinnen wohl auch etwas Glück, um eine Medaille zu gewinnen, gibt es doch weitere Nationen wie Frankreich oder die Ukraine, die sehr stark einzustufen sind. (qae/si) Bild: KEYSTONE



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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Tom 09.08.2014 00:04
    Highlight Leichtathletik.... Etwas unwichtigeres und uninteressanteres kommt mir spontan gerade nicht in den Sinn. Ich bin ja auch Einzelsportler aber ich mach das für mich. Man sollte lieber mal Doping legalisieren und fördern. Dann würde es medizinisch etwas bringen und die Sportler wüssten mehr über das, was sie schlucken oder Spritzen müssen/dürfen/wollen.
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