Shooting-Star van Veen schlägt Anderson spektakulär und trifft im WM-Final auf Littler
Littler – Searle 6:1
Bei seiner dritten Weltmeisterschaft steht Luke Littler zum dritten Mal im WM-Final. Damit ist der 18-jährige Engländer nach Phil Taylor erst der zweite Spieler, dem dies gelingt. Littler, der vom Publikum im Alexandra Palace erneut ausgebuht wurde, verlor den ersten Satz gegen Ryan Searle, weil dieser alle drei Versuche auf die Doppelfelder traf. Danach liess er seinem Gegner aber kaum noch eine Chance.
Die Sätze vier bis sechs holte Littler gar zu Null. Über die gesamte Partie spielte der Titelverteidiger einen 3-Dart-Schnitt von überragenden 105,35 Punkten, was der 38-jährige Searle nicht ansatzweise mitgehen konnte. Searle kam am Ende auf einen Average von 93,31 Zählern und nutzte auch seine weiteren Checkout-Chancen nicht mehr so effizient wie zu Beginn. Mit einem 170er-Finish, einem sogenannten «Big Fish», sorgte Searle dennoch für ein grosses Highlight.
Damit zog Littler verdient in den WM-Final ein, wo sich die Weltnummer 1 zum zweiten Mal in Folge zum Weltmeister krönen will. Ausserdem möchte er dann doch noch den 9-Darter spielen, wie er im Interview mit Sport1 verriet, nachdem es ihm gegen Searle nicht gelungen war, obwohl er mehrmals mit sechs perfekten Darts gestartet war.
Das sagte Luke Littler:
Van Veen – Anderson 6:3
Dort trifft Littler auf Gian van Veen, der bei seiner dritten Weltmeisterschaft erstmals im WM-Final steht. Bei seinen ersten beiden Auftritten im «Ally Pally» gewann er keine einzige Partie.
Im Halbfinal gegen Altmeister Gary Anderson verlor van Veen wie Littler den ersten Satz, reagierte dann aber stark. Vor allem dank seiner starken Doppelquote – und natürlich auch des hervorragenden Scorings – gewann der 23-jährige Niederländer vier Sätze in Serie. In dieser Phase traf er zwölf seiner 17 Versuche auf die Doppelfelder. Entscheidend war auch, dass er dabei dreimal das entscheidende fünfte Leg im Satz gewann.
Zwar kam Anderson, der Weltmeister von 2014/15 und 15/16, dank einer grandiosen Phase noch einmal auf 3:4 heran, doch verliessen den 55-Jährigen im Anschluss die Nerven. Nachdem er bis dahin ebenfalls überragend geskort hatte, liess er in den letzten beiden Sätzen etwas nach und verpasste auch einige Chancen auf die Doppel. So konnte van Veen den Sack in einem Match auf allerhöchstem Niveau, in welchem beide Kontrahenten ein 170er-Finish zeigten, mit seinem ersten Match-Dart zumachen.
