Marokko trifft nach 70 Sekunden gegen Schottland – und dabei bleibt es dann auch
Die Partie in Boston begann mit einem Paukenschlag: Bereits in der zweiten Minute schickte Brahim Diaz seinen formstarken Mitspieler Ismael Saibari mit einem präzisen Pass in die Tiefe. Der 25-jährige Stürmer, der Berichten zufolge unmittelbar vor einem Wechsel zu Bayern München steht, hämmerte den Ball mit voller Wucht in die Maschen. Es war das bislang schnellste Tor des laufenden Turniers und bereits Saibaris zweiter Turniertreffer.
Dieser frühe Nackenschlag warf die schottische Taktik komplett über den Haufen. Die «Bravehearts», die mit einer Fünferkette auf eine massierte Defensive gesetzt hatten, fanden im ersten Durchgang keinen Zugriff. Marokko dominierte das Spielgeschehen, verzeichnete deutlich mehr Ballbesitz und drängte auf den zweiten Treffer.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Nordafrikaner gefährlich. In der 50. Minute rettete nach einem abgefälschten Saibari-Schuss die Querlatte für den geschlagenen schottischen Goalie Angus Gunn. Erst in der Schlussphase intensivierten die Briten ihre Angriffsbemühungen leicht. Doch die marokkanische Abwehr um Captain Achraf Hakimi hielt problemlos stand.
Bezeichnend für die Harmlosigkeit der Schotten, das in Foxborough erneut von Tausenden ihrer Fans angefeuert wurden: Das Team von Trainer Steve Clarke brachte während der gesamten 90 Minuten keinen einzigen direkten Schuss auf das marokkanische Tor zustande. Während Marokko nun entspannt ins letzte Gruppenspiel gegen Haiti geht, wartet auf Schottland das entscheidende und schwere Duell gegen Rekordweltmeister Brasilien.
Scottish national anthem, “O Flower of Scotland” pic.twitter.com/oFgCEAyqCi
— Ben Volin (@BenVolin) June 19, 2026
Schottland - Marokko 0:1 (0:1)
Foxborough. 64'146 Zuschauer. SR Tantashev.
Tor: 2. Saibari (Díaz) 0:1.
Schottland: Gunn; Patterson (89. Ralston), Hanley, Hendry, Robertson; McGinn (89. Stewart), Christie (71. McLean), Ferguson, Tierney (60. Gannon-Doak); McTominay; Adams (71. Dykes).
Marokko: Bounou; Hakimi, Diop, Riad, Mazraoui; Bouaddi, El Aynaoui; Díaz (84. Amaimouni-Echghouyab), Ounahi (90. El Mourabet), El Khannouss (84. Talbi); Saibari (84. Rahimi).
Verwarnungen: 23. Diop. 65. Robertson. (nih/sda)
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