Eröffnungsfeier Paralympics: House of Switzerland statt Amphitheater in Verona
Aus logistischen Gründen - wegen des langen Fahrtwegs und weil pro Nation nur zwei Athleten und zwei Staffmitglieder teilnehmen durften - hatte Swiss Paralympic bereits lange vor dem Beginn der Paralympics entschieden, die Reise ins Amphitheater von Verona nicht anzutreten. Andere Nationen boykottieren die Eröffnungsfeier, da russische und belarussische Athleten unter eigener Flagge antreten dürfen.
Im House of Switzerland wurde um 17.30 Uhr statt der offiziellen Zeremonie im kleinen Rahmen gefeiert. Zum italienischen Klassiker «Felicità», der das Glück in all seinen Facetten besingt, begab sich die Delegation, angeführt von Fahnenträger Théo Gmür, auf die Bühne. Auf dieser wurde wenig später auch Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider begrüsst.
Für die Eröffnungsfeier und die Abfahrt am Samstag angereist, beglückwünschte sie die Athleten und betonte: «Es erfüllt mich mit Freude, dass der Para-Sport in den kommenden Tagen im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.»
Die Vorsitzende des Eidgenössischen Departements des Inneren, die unter anderem für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zuständig ist, wünscht sich, dass diese Aufmerksamkeit nicht mit der Schlussfeier endet, sondern darüber hinauswirkt: «Damit viele Menschen inspiriert werden.»
Wenig später, nach dem gemeinsamen Abendessen mit den Athleten, spricht die Bundesrätin dann auch noch über das, was sie von der Abfahrt am Samstag erwartet. «Ich bin dankbar für den Spass, den ich haben werde», so Baume-Schneider, «aber ich denke, es könnte klappen mit einer Medaille.» Mit Robin Cuche habe sie bereits ein Rendez-Vous um zu tanzen, sollte er eine Medaille gewinnen. (sda)
