Mit ChatGPT zur Silbermedaille: Para-Biathlet setzt im Training auf künstliche Intelligenz
Der sehbehinderte Maksym Murashkovskyi hat bei den Paralympics 2026 den bisher grössten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Über 12,5 Kilometer sicherte sich der Ukrainer die Silbermedaille.
Nach dem Rennen erklärte der 25-Jährige, dass er seit sechs Monaten mit ChatGPT trainiere. Murashkovskyi, der im Wettkampf ohne Schiessfehler blieb, sagte dazu: «Es ging nicht nur um Taktik. Es machte die Hälfte meines Trainingsplans aus, meine Motivation und vieles mehr. Es war also ein riesiger Teil meines gesamten Trainings. Ich habe es als Psychologen, Trainer und manchmal sogar als Arzt eingesetzt.»
Wie es scheint, hat diese Methode durchaus geholfen. Der Athlet selbst findet diese gar nicht befremdlich: «Es ist, als ob ich es mit einem normalen Menschen mache.» Murashkovskyi selbst glaubt zwar nicht, dass die KI einen Menschen komplett ersetzen kann, traut es ihr aber teilweise zu.
Die KI wird auch im Krieg rund um den Ukraine-Konflikt genutzt, beispielsweise um Satellitenbilder zu analysieren oder anvisierte Ziele zu finden. Dazu stellt Murashkovskyi klar: «Leider sieht man die KI auch im Militär und in anderen negativen Bereichen, es ist aber ähnlich wie in der Biologie oder Chemie. Man kann sie für Gutes oder Schlechtes nutzen.» Der Biathlet selbst nutzt ChatGPT auch, um neue Sprachen zu lernen.
An den laufenden Paralympics läuft es für die Ukraine sehr gut. Mit bereits zehn gewonnenen Medaillen belegen die Osteuropäer aktuell den zweiten Platz im Medaillenspiegel. Einzig China ist noch stärker. (riz)
