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Olympia 2026

Olympia 2026: Meillard möchte Odermatt im Riesenslalom herausfordern

KEYPIX - Silver medalist Switzerland's Marco Odermatt, left, and silver medalist Switzerland's Loic Meillard, right, pose for a photo after the men's alpine skiing team combined slalom  ...
Marco Odermatt und Loic Meillard posieren mit der herausgefahrenen Silbermedaille.Bild: keystone

Nach der gemeinsamen Silbermedaille sind Odermatt und Meillard wieder Konkurrenten

Vor der Saison galt er als Marco Odermatts grösster Konkurrent im Gesamtweltcup: Diese Ambition musste Loïc Meillard begraben, im Olympia-Riesenslalom (10.00 und 13.30 Uhr) kann er seinen Kombi-Partner aber ärgern.
14.02.2026, 06:2314.02.2026, 06:24

Am Montag fieberte Odermatt im Zielraum von Bormio noch mit Meillard mit und hoffte, dieser möge möglichst schnell den Hang hinunterkommen. Am Samstag wird das anders sein. Nachdem sie in der Team-Kombination als «Schweiz 1» Silber gewonnen haben, stehen sie im Riesenslalom wieder als direkte Konkurrenten am Start.

Die Startliste
1 Lucas Pinheiro Braathen BRA
2 Atle Lie McGrath NOR
3 Henrik Kristoffersen NOR
4 Marco Schwarz AUT
5 Marco Odermatt SUI
6 Loïc Meillard SUI

7 Stefan Brennsteiner AUT
8 Zan Kranjec SLO
9 Thomas Tumler SUI
14 Luca Aerni SUI​

«Wir haben nach der Team-Kombi noch auf dem Podest zueinander gesagt, dass es schön wäre, im 'Riesen' wieder gemeinsam hier zu stehen», sagte Meillard am Medientreff im Teamhotel. Auf die Frage, in welcher Reihenfolge, liess sich der 29-Jährige aber nicht auf die Äste hinaus. Klar ist: In einem breiten Feld zählen beide nicht nur zu den Medaillen-, sondern auch zu den Sieganwärtern. Von sieben Weltcup-Riesenslaloms in dieser Saison gewann Odermatt drei, Meillard zwei.

Second placed Marco Odermatt of Switzerland, left, and winner Loic Meillard of Switzerland, right, celebrate during the podium ceremony of the men's Giant Slalom race at the FIS Alpine Ski World  ...
Odermatt und Meillard sind im Riesenslalom die grossen Favoriten.Bild: keystone

Mit Selbstvertrauen angereist

Das letzte Rennen Ende Januar in Schladming entschied Meillard mit grossem Vorsprung für sich. Damit machte er im Disziplinenweltcup einen Sprung auf Rang 3. Vor ihm liegen noch der für Brasilien startende Lucas Pinheiro Braathen, der zuletzt dreimal in Folge Zweiter wurde, und Spitzenreiter Odermatt.

Die dahinter lauernden Stefan Brennsteiner und Marco Schwarz aus Österreich sowie die Norweger Henrik Kristoffersen und Atle Lie McGrath gehören in Bormio ebenfalls zu den Podestkandidaten. Die weiteren Schweizer Thomas Tumler und Luca Aerni haben eher Aussenseiterchancen.

epa12589141 Luca Aerni of Switzerland reacts in the finish area after his 2nd run of the Men's Giant Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Val d'Isere, France, 13 December 2025.  ...
Luca Aerni fuhr in dieser Saison einmal auf das Podest.Bild: keystone

Meillard jedenfalls reiste dank seines jüngsten Erfolgs selbstbewusst ins Veltlin. Auch wenn er sich zu Beginn des Winters noch konstantere Spitzenresultate erhofft hatte. Nach den Rängen 14 und 18 in den ersten beiden Riesenslaloms fuhr er fünfmal in die Top 10, darunter zweimal aufs Podest. Neben Schladming gewann er auch in Val d'Isère. Im Slalom stand der Romand dreimal auf dem Podium, ein Sieg fehlt dem Weltmeister in diesem Winter jedoch noch.

Hohe Erwartungen

Es sind fraglos gute Resultate, aber nicht ganz das, was man Meillard nach seiner starken zweiten Saisonhälfte im vergangenen Winter zugetraut hatte. Zum zweiten Mal in Folge sammelte er über 1000 Punkte im Gesamtweltcup, obwohl er nach einer leichten Verletzung zu Saisonbeginn zunächst das Vertrauen im Riesenslalom wiederfinden musste. Zudem erlebte er eine herausragende WM in Saalbach, von der er mit zwei Goldmedaillen (Slalom, Team-Kombination) und Bronze im Riesenslalom abreiste.

Entsprechend wurde der im Wallis wohnhafte Meillard zu Beginn der aktuellen Saison gefragt, ob nun der Zeitpunkt gekommen sei, den Gesamtweltcup ins Visier zu nehmen. «Dass das ein Traum von mir ist, habe ich schon mehrmals gesagt», erklärte er damals. Darauf fokussiert habe er sich jedoch nicht. «Wenn ich konstant gut Ski fahre, ist es eine Möglichkeit.» Bei noch zehn ausstehenden Rennen steht jedoch fest: In diesem Winter ist das nicht mehr realistisch, auf Odermatt fehlen ihm satte 700 Punkte.

Mehrere Faktoren entscheiden

Auch die Chancen auf seine erste kleine Kristallkugel – den Gewinn des aus nur zwei Rennen bestehenden Parallelweltcups 2020 ausgenommen – sind gering. Entsprechend richtet sich der Fokus nun ganz auf die Winterspiele. Es sind seine dritten nach Pyeongchang und Peking, wo er als Fünfter im Slalom eine Medaille knapp verpasste.

epa09760580 Loic Meillard of Switzerland during the first run of the Men's Slalom race of the Alpine Skiing events of the Beijing 2022 Olympic Games at the Yanqing National Alpine Ski Centre Skii ...
In Peking verpasste Meillard die Medaille knapp.Bild: keystone

Das ersehnte Olympia-Edelmetall hat er dank der Team-Kombination zwar bereits gewonnen. Mit seinem Slalomlauf (Rang 15) zeigte sich Meillard jedoch unzufrieden. Daher hätte eine Einzelmedaille für ihn einen noch höheren Stellenwert, das verhehlt er nicht. Als erster Herausforderer Odermatts sieht er sich dennoch «nicht unbedingt», wie Meillard sagte. «Wir haben in dieser Saison gesehen, dass viele schnell fahren können.» Möglich, dass am Samstag Odermatt und Meillard wieder gemeinsam jubeln: Dieses Mal dürfte sich einer aber etwas mehr freuen als der andere. (riz/sda)

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Nach der gemeinsamen Silbermedaille sind Odermatt und Meillard wieder Konkurrenten
Vor der Saison galt er als Marco Odermatts grösster Konkurrent im Gesamtweltcup: Diese Ambition musste Loïc Meillard begraben, im Olympia-Riesenslalom (10.00 und 13.30 Uhr) kann er seinen Kombi-Partner aber ärgern.
Am Montag fieberte Odermatt im Zielraum von Bormio noch mit Meillard mit und hoffte, dieser möge möglichst schnell den Hang hinunterkommen. Am Samstag wird das anders sein. Nachdem sie in der Team-Kombination als «Schweiz 1» Silber gewonnen haben, stehen sie im Riesenslalom wieder als direkte Konkurrenten am Start.
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