Russen und Belarussen dürfen unter ihrer Flagge an den Paralympics starten
Sechs russische und vier belarussische Athletinnen und Athleten dürfen unter ihrer Flagge an den Paralympischen Spielen 2026 in Mailand/Cortina vom 6. bis 15. März teilnehmen. Dies teilte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am Dienstag der AFP mit. Dieser Entscheid markiert die Rückkehr zweier Nationen, die nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine ausgeschlossen worden waren.
Die Athleten würden wie die «jedes anderen Landes» behandelt werden, sagte Craig Spence vom IPC gegenüber AFP. Sie dürfen also mit ihren Flaggen einmarschieren, die Farben ihres Landes tragen und gegebenenfalls ihre Hymne hören.
Bei den Olympischen Spielen, die derzeit laufen, dürfen die Teilnehmenden aus Russland und Belarus nicht unter den Flaggen ihres Landes, sondern als «individuelle neutrale Athleten» starten. Zudem mussten sie zuvor glaubwürdig darlegen, keine Verbindung zur Armee und den Sicherheitsorganen der beiden Staaten zu haben.
Bereits im September hatte das IPC die beiden Länder, die von vielen Sportverbänden wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine ausgeschlossen sind, wieder als vollwertige Mitglieder aufgenommen. Für Russland und Belarus ist es die Rückkehr auf die internationale Sportbühne. Ob dadurch ein Stein ins Rollen kommt, wird sich zeigen. Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino plädierte bereits dafür, russischen Teams wieder die Teilnahme an internationalen Wettbewerben zu ermöglichen. (nih/sda/afp)
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