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Der Hundschopf, eine der bekannten Stellen bei der Lauberhorn-Abfahrt.
Der Hundschopf, eine der bekannten Stellen bei der Lauberhorn-Abfahrt.
Bild: KEYSTONE

Wengen und Swiss-Ski im Clinch – nun muss der internationale Sportgerichtshof urteilen

Das OK der Lauberhornrennen, die in der kommenden Woche zum 90. Mal ausgetragen werden, und Swiss-Ski befinden sich seit längerem in einer gerichtlichen Auseinandersetzung.
11.01.2020, 16:03

Die Wengener fordern vom nationalen Skiverband mehr Geld aus dem zentralen Vermarktungstopf und gelangten deshalb gemäss der Zeitung «Blick» vor rund einem Jahr an den internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne. Beide Parteien wollen sich in der Sache nicht ausführlich äussern.

«Wir sind sicher keine Abzocker und wollen auch nicht dem Sport oder den Sportlern Mittel wegnehmen.»
Urs Näpflin, OK-Präsident der Lauberhornrennen

Von Seiten Swiss-Ski wird einzig bestätigt, dass unterschiedliche Auffassungen bestehen und man aufgrund des laufenden Verfahrens keine weitere Auskunft zu diesem Thema gebe. Trotz der gerichtlichen Auseinandersetzung schätze man die langjährige Partnerschaft mit Wengen sehr und auch die operative Zusammenarbeit funktioniere bestens.

Defizit trotz besten Bedingungen

Letzteres bestätigt auch Urs Näpflin. Der OK-Präsident der Lauberhornrennen fügt noch an, «dass unsere Forderungen keinesfalls unverhältnismässig sind. Wir sind sicher keine Abzocker und wollen auch nicht dem Sport oder den Sportlern Mittel wegnehmen. Vielmehr brauchen wir diese zusätzlichen Vermarktungsgelder eben gerade dafür, um den Fortbestand unserer Rennen gewährleisten zu können.» Bei der vergangenen Austragung schrieben die Berner Oberländer trotz besten Bedingungen ein Defizit von rund 250'000 Franken.

OK-Präsident der Lauberhornrennen Urs Näpflin.
OK-Präsident der Lauberhornrennen Urs Näpflin.
Bild: KEYSTONE

Im Moment können die Wengener ihr Budget von rund 8,7 Millionen Franken zu rund einem Viertel durch die Gelder von Swiss-Ski decken. Die Lauberhorn-Verantwortlichen sind der Meinung, dass ihnen mehr als diese gut zwei Millionen Franken zustünden. «Das Geld muss dorthin, wo es verdient wird», sagte Näpflin gegenüber der NZZ.

Nur in Kitzbühel gibts mehr Geld

Dieser Betrag aus der zentralen Vermarktung ist allerdings im alpinen Weltcup bereits der zweithöchste. Einzig in Kitzbühel präsentiert sich die Situation komfortabler. Wohingegen beispielsweise Adelboden, das in den letzten Jahren auch immer ein Defizit zu beklagen hatte, für seine zwei Rennen gemäss Blick rund eine Million weniger von Swiss-Ski erhält als die Wengener für ihre Abfahrt, den Slalom und die Kombination.

Adelboden erhält für seine Rennen rund eine Million Franken weniger als Wengen.
Adelboden erhält für seine Rennen rund eine Million Franken weniger als Wengen.
Bild: KEYSTONE

Das (Zwischen-)Urteil des CAS ist in Bälde zu erwarten. Ob es veröffentlicht wird, entscheiden die streitenden Parteien. (zap/sda)

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quelle: epa/keystone / gian ehrenzeller
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