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GC-Fans werfen Fackeln auf das Spielfeld im Tourbillon. screenshot: srf

Pyro-Skandal in Sion – 3 Gründe, weshalb es zur Eskalation kam

Die GC-Vereinsführung hat den Rückhalt bei den Fans verloren. Die Ereignisse in den vergangenen Tagen haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Fans reagierten, in dem sie das Spiel der eigenen Mannschaft in Sion zum Abbruch brachten.



GC-Präsident Stephan Anliker war gestern ausser sich vor Wut. «Auf Koks und betrunken», sei die eigene Fan-Kurve gewesen, «wie wilde Tiere hinter den Gittern».

Der Grund für Anlikers Frust: Der GC-Anhang hatte kurz zuvor mit Fackelwürfen in Sion einen Spielabbruch provoziert. Der GC-Präsident versuchte zusammen mit CEO Manuel Huber und Trainer Tomislav Stipic die Fans noch zu beruhigen, doch das bewirkte eher das Gegenteil.

Der GC-Anhang ist enttäuscht von der Vereinsführung. Als diese vor die Fankurve schritt, entlud sich die Wut abermals und endete in einem weiteren Fackelwurf.

GC-Praesident Stephan Anliker, links, und CEO Manuel Huber, rechts, nach der Niederlage beim Fussballspiel der Super League Grasshopper Club Zuerich gegen den FC St. Gallen  
im Stadion Letzigrund in Zuerich am Samstag, 14. April 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Konnten die Fans nicht beruhigen: GC-Präsident Stephan Anliker und CEO Manuel Huber. Bild: KEYSTONE

Anliker kündete am Sonntagmorgen nach einer ausserordentlichen Sitzung harte Massnahmen an. «Wir wollen keine solchen Fans und werden die beteiligten Randalierer zur Rechenschaft ziehen», so der GC-Präsident.

Doch Anliker scheint die Realität zu verkennen: Das gestern war kein Aufstand einzelner Chaoten, sondern der ganzen Fankurve. Es waren zwar nur ein paar wenige, welche gestern pyrotechnisches Material aufs Feld warfen. Diese zu bestrafen ist das eine. Doch Anliker hat das Vertrauen der ganzen Kurve verloren. Dass er dieses wieder herstellen kann, scheint zurzeit kaum möglich.

So provozierten die GC-Fans einen Spielabbruch.

Doch weshalb kam es genau gestern zum grossen Knall? Der Versuch einer Erklärung.

Wobei wir hier festhalten, dass wir das Verhalten der Chaoten keinesfalls entschuldigen wollen. Gewalt und Fackelwürfe haben in und rund ums Fussballstadion nichts zu suchen, egal wie schlecht es um den Verein steht.

Fehlender Dialog

Dass ein Verein mal in eine Krise rutscht, gehört zum Sport. Und bei GC hat sich der Anhang bereits daran gewöhnt, nicht mehr um die Meisterschaft, sondern gegen den Abstieg zu spielen. Was es aber bräuchte in sportlich mageren Jahren, wäre eine gute Krisenkommunikation. Die Vereinsführung darf sich nicht von der Basis entfernen, dazu braucht es einen Dialog.

Doch bei GC findet dieser nicht statt. Anliker und Huber trafen sich vergangenen Herbst vor einem Heimspiel mit der Kurve zum Austausch. Doch da war die sportliche Misere noch nicht derart gross und es herrschte immerhin noch eine gewisse Zuversicht. Nun, da der Abstieg in die Challenge League droht und der Baum vollends brennt, kommt von der Vereinsführung nichts mehr.

Bereits vor zwei Wochen beim Heimspiel gegen Luzern verliessen die Fans ihren Sektor und nahmen auf der Haupttribüne Platz. Auf einem Plakat hatten sie geschrieben: «Wenn ihr nicht zu uns kommt, kommen wir zu euch.»

Ein klares Statement, würde man meinen. Doch Anliker und Co. verstanden es nicht.

Vergangene Woche hätte endlich ein Austausch stattfinden sollen. Doch die Vereinsführung liess das Treffen kurzfristig platzen. Man wolle sich voll auf die Mission Ligaerhalt konzentrieren, hiess es aus Niederhasli. «Aus diesem Grund wird die ursprünglich auf morgen Mittwoch geplante Info-Veranstaltung für interessierte Fans verschoben.»

Ein Verschiebedatum wurde zwar versprochen, bis heute jedoch nicht kommuniziert. Dass dies dem Anhang, und zwar nicht nur denen «auf Koks» nicht gefallen würde, hätten Anliker und Huber wissen müssen.

Erratische Führung

Seit Jahren wirkt die Vereinsführung planlos. Da wären etwa die vielen wirkungslosen Transfers, die angespannte finanzielle Lage – der Verein hat jährlich ein strukturelles Defizit von acht Millionen Franken –, oder die kürzlich bekannt gewordene Bestechungsaffäre rund um Juniorentrainer auf dem GC-Campus in Niederhasli. Die Liste könnte noch um einiges verlängert werden, mit Presse-Leaks und einem Karibik-Urlaub von Huber etwa. Aber lassen wir das.

Der Anhang hat diese fast schon unglaubliche Serie an Fehlern und Peinlichkeiten jedenfalls lange geschluckt und hat die Mannschaft weiter angefeuert. Mit der Verpflichtung von Tomislav Stipic, einem absoluten Trainer-Nobody, der die Mannschaft und den Schweizer Fussball nicht kennt, haben sich die Verantwortlichen nun aber den einen Flop zu viel geleistet.

Wenn ein Fan dann solche Sachen, wie kürzlich in der NZZ lesen muss, dann ist es eigentlich nur logisch, dass auch das letzte bisschen Rückhalt für die Führung irgendwann weg ist. Bitte sehr:

«Der Trainingsplan hatte diese Inhalte. Tag 1: Kennenlernen und Begeisterung wecken. Tag 2: Mut und Spielintelligenz. Aber weil man mit diesen Grundsätzen auch eine Theatergruppe führen könnte, fragt man sich weiterhin, welche fussballerischen Methoden die Grasshoppers in diesem Mann erkannt haben, als sie ihn verpflichteten. Geschwärmt hatten sie von seiner Präsentation und seiner Analysefähigkeit. Was also hat er bei seiner Vorstellung getan, das so überzeugend war? ‹Ich weiss es nicht, ich habe nichts präsentiert. Ich bin einfach durch die Türe durch und wurde willkommen geheissen.›»

NZZ am 8.3. zur Verpflichtung von Tomislav Stipic

Miserable Leistungen

Klar ist: Hätten die Grasshoppers gestern nach 55 Minuten mit 2:0 geführt, wäre es wohl kaum zum Spielabbruch gekommen. Die GC-Fans wollen in der Super League bleiben. Auch wenn sich viele so langsam mit dem Abstieg abfinden und auch gewisse Hoffnungen auf eine reinigende Wirkung damit verknüpfen.

Den meisten Fans dürfte die Option Super League jedoch immer noch lieber sein als eine Relegation. Deswegen würden sie kaum einen Spielabbruch bei Aussicht auf Punkte erzwingen.

Doch nach den ersten 45 Minuten in Sion hatte auch der grösste GC-Optimist keine Hoffnungen auf einen Punktgewinn mehr. Sion, das zurzeit ebenfalls kriselt, dominierte das Spiel nach Belieben. Nach 30 Minuten führten die Hausherren bereits mit 2:0, womit die Grasshoppers noch gut bedient waren.

Tomislav Stipic, coach of Grasshopper Club, gestures, during the Super League soccer match of Swiss Championship between FC Sion and Grasshoppers Club, at the Stade de Tourbillon stadium, in Sion, Switzerland, Saturday, March 16, 2019. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Scheint seine Mannschaft noch nicht zu kennen: Tomislav Stipic. Bild: KEYSTONE

Stipic überraschte mit einer Startaufstellung, die bereits vor Anpfiff für Stirnrunzeln sorgte. Flügelflitzer Ravet musste Aussenverteidiger spielen, auf der gegenüberliegenden Seite schickte er den jungen Petar Pusic auf ungewohnter Position ins Rennen. Die Folge: Mal für Mal wurde GC auf der Seite überrannt und geriet in Schwierigkeiten.

Das kleine bisschen Goodwill, das sich der neue Trainer im Match gegen YB (es setzte eine knappe 0:1-Pleite ab) erspielt hatte, war spätestens nach den ersten 45 Minuten im Tourbillon wieder komplett weg. Die erste Halbzeit an diesem Samstagabend in Sion war auch in sportlicher Sicht ein neuer Tiefpunkt, der das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht hat. (red)

Mehr zum gestrigen Skandalspiel:

GC-Chaoten provozieren Spielabbruch in Sion

So haben deine Kollegen endlich eine Chance gegen dich

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72
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72Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pascii 18.03.2019 09:49
    Highlight Highlight Das nächste mal wenn ich hässig auf etwas bin werfe ich auch mit Pyros um mich. Top Strategie um auf seine Aversionen aufmerksam zu machen...
  • beaetel 18.03.2019 07:07
    Highlight Highlight Zum Glück bin ich kein Fan(atiker) eines Fussballclubs, sonder von gutem Fussball ...
  • w800 18.03.2019 00:46
    Highlight Highlight Gc sollte zwangsabsteigen und die hooligans ein leben lang gesperrt werden! Plus freiheits strafen keine kuschel justiz. Man sollte sie wie terrositen gleich stellen
    • Switch_on 18.03.2019 08:47
      Highlight Highlight Ja natürlich, weil Pyrowerfen (versuchte Körperverletzung) und Pyrozünden (Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz) ja dasselbe ist wie Terror und Massenmord.

      Ihr Rechtsverständnis finde ich etwas fragwürdig.
  • Baumi72 17.03.2019 22:36
    Highlight Highlight Ich frage mich, wie es immer wieder gelingt, diese Pyros in die Stadien zu schmuggeln.

    So klein sind doch die Dinger nicht, oder?
    • P1erre991 18.03.2019 04:28
      Highlight Highlight Das frage ich mich schon lange!
    • Switch_on 18.03.2019 08:49
      Highlight Highlight Leider relativ einfach.
      Intimbereich ist ne beliebte Variante.
    • naegi 18.03.2019 09:49
      Highlight Highlight Das geht in Sion relativ einfach. Da das Stadion der Stadt gehört ist es - ausser an Spieltagen - frei zugänglich. Das nützen die "Fans" um ein paar Tage vor dem Spiel die Pyros dort zu verstecken.
  • P. Meier 17.03.2019 21:14
    Highlight Highlight Oh die Armen, welche nun hartes Durchgreifen fordern! Bei Ausschreitungen um das Stadion haben sich die Vereins- und Verbandsbosse immer schön zurück gehalten, das waren nie Fans, niemand kannte die Chaoten, leider konnten Verband/Verein da gar nichts unternehmen, ihre Fans sind so wichtig und machen so viel für den Fussball in ihrer Freizeit usw. Jetzt ist es im Stadion eskaliert, der Präsident stand seinen "zu recht aufgebrachten" Fans gegenüber. Sie hörten nicht auf ihn und er musste sich zurück ziehen. Jetzt wird medienwirksam gejammert, aber nur so lange es im Stadion passiert!
  • whatthepuck 17.03.2019 21:01
    Highlight Highlight Alle diese "Auslöser" können auf eine Anspruchshaltung der "Fans" zurückgeführt werden, die komplett ungerechtfertigt ist.

    GC kann machen was es will; lest mal die Statuten falls ihr nicht wisst, wozu GC da ist. "Fans befriedigen" steht dort jedenfalls nicht drin. Ist GC schlecht, hat das primär GC intern was anzugehen. Verhalten sich gewisse Akteure von GC unprofessionell, hat das primär GC intern zu klären. Wie GC mit diesen Problemen umgehen will, müssen sie nicht in die Kurve rausposaunen ("fehlende Kommunikation").

    Ultras sind überflüssig.
    • Pümpernüssler 17.03.2019 23:23
      Highlight Highlight und ohne Fans gibts kein Geld 😉
    • Bash 18.03.2019 08:54
      Highlight Highlight Ja, ohne Fans kein Geld, das stimmt. Ich kann aber whatthepuck schon ein bisschen verstehen. Der Verein ist den Fans in sportlicher Hinsicht NICHTS schuldig. Mit dem Kauf einer Eintrittskarte hat man noch lange kein Anrecht auf sportlichen Erfolg.
  • Jol Bear 17.03.2019 20:18
    Highlight Highlight Rekordmeister, Jahrzehnte lang Aushängeschild des schweizer Clubfussballs, und heute? Auf dem Platz, harmlos, weit weg von der Ligaspitze, Skandale im Juniorenfussball, Clubführung mitten in der Saison ferienhalber abwesend, Trikotsponsor steigt aus, randalierende Fans, Spielabbruch. GC in erbärmlichem Zustand, eine Schande für jene, die sich mit diesem Traditionsverein identifizierten, für den verschwindend werdende Anzahl echter Fans und auch für den Schweizer Clubfussball generell.
  • Phrosch 17.03.2019 19:40
    Highlight Highlight Ich wundere mich echt über all die Blitze hier. Bei alkem Verständnis, dass einem bei Ärger schon mal der Kragen platzen kann, gibt es Dinge, die einfach nicht gehen. Menschen gefährden geht nie, und kein Ärger der Welt ist eine Rechtfertigung für solches Verhalten.
  • Dr Barista 17.03.2019 19:37
    Highlight Highlight Wie heisst es so schön: Architekt, blei bei deinen Plänen. Oder so...
  • Kritiker 2.0 17.03.2019 19:27
    Highlight Highlight Ich kenne eine einzigen Grund: Testoseronüberschuss. 🤷‍♂️
    • Best of 7 17.03.2019 23:13
      Highlight Highlight Eher < 30 I.Q. Punkte.
  • Name ungültig 17.03.2019 19:20
    Highlight Highlight Ach so. Jetzt kann ich doch nach fast 24 Stunden der Ungewissheit endlich verstehen warum manche Menschen so sind. Super doch. Vielleicht werden bei der nächsten Politisch kontroversen Diskussionen Pyros aufs Rednerpult geworfen Weil jemand so traurig ist und sich auch nicht richtig informiert fühlt. Oder geht das zu weit?
  • Dark Circle 17.03.2019 18:47
    Highlight Highlight Ich finde dieses Verhalten ist in keinster Weise zu entschuldigen. Schon zig Vereine sind in eine Krise geraten und abgestiegen. Und nein, die Fans haben nicht jedes Mal einen Spielabbruch provoziert obwohl bestimmt alle Betroffenen wütend und enttäuscht waren.
    • Drbueb 18.03.2019 18:48
      Highlight Highlight Letztes Jahr gingen die Fans vom FC Lausanne beim Abstieg sogar auf die Spieler los. Die GC Kurve hat nur einen Abbruch erzwungen sber niemanden dabei verletzt.
  • Burkis 17.03.2019 18:13
    Highlight Highlight Leider hat sich eine Eskalation solcher Art schon seit Wochen abgezeichnet. Ich glaube die Vereinsführung kann froh sein das es keine Verletzten gab oder der Campus nicht abgefackelt wurde. Der abgesagte Dialog mit den Fans war wohl der berühmte Tropfen zu viel. Wie auch immer, die Aktion der Fans in Sion bleibt für jeden vernünftigen GC Fan beschämend.
  • P. Silie 17.03.2019 18:02
    Highlight Highlight Ein Hohn über irgendwelche Ursachen und Gründe schwafeln zu wollen! Pyros gefährden die Mitmenschen um die Täter herum. Jede und Jeder weiss das und ALLE wissen dass es verbotne ist, diese in einem Stadion abzufackeln. Es gibt schlichtweg keine Entschuldigungen. PUNKT! Hört endlich auf irgendwelche tieferen Gründe und Begründungen zu suchen. Diese Leute gehören wie Raser aus dem Verkehr gezogen, denn auch diese gefährden bewusst das Leben der anderen!
    • DJ77 17.03.2019 19:43
      Highlight Highlight Die 63 Blitze sind wohl von 63 Lesern die Pyros geil finden. Unglaublich das jemand das macht!
    • P. Silie 17.03.2019 20:23
      Highlight Highlight @ DJ77: Dazu müssen Sie das Gerechtigkeitsverständnis vieler Kommentatoren hier kennen: Solange es Steueroptimierer und Steuerhinterzieher gibt, gehen sowohl Einbrüche, Drogenhandel oder eben Pyros einigermassen OK.. Eigentlich warte ich nur noch bis der erste irgend einen Anti-SVP Kommentar vom Stapel lässt..
    • Switch_on 17.03.2019 20:54
      Highlight Highlight Die Blitze haben nichts mit damit zu tun ob man Pyro toll findet oder nicht, sondern mit diesem populistischen Kommentar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MikeT 17.03.2019 18:00
    Highlight Highlight Es ist letztlich nicht relevant, ob man dieses Verhalten begründen kann oder nicht. Meine Kinder erreichen jetzt dann ein Alter, bei dem ich sie zum Fussball mitnehmen könnte. Werde ich aber nicht, so lange in der Schweiz immer wieder derartige Vorfälle geschehen.
    • Max Cherry 17.03.2019 18:27
      Highlight Highlight Wers glaubt wird selig, wenn du selber regelmässig im Stadion wärst, wüsstest du, dass dies nicht gefährlich ist. Oder glaubst du, die knapp 2 Millionen Besucher pro Saison begeben sich jedes Wochenende in Lebensgefahr?
    • reactor 17.03.2019 18:33
      Highlight Highlight Ich bin mit meinen Kindern jahrelang an die Spiele gegangen (FCZ) nie hatte ich das Gefühl einer brenzligen Situation. Wenn es mal nicht so angenehm erschien, so konnten wir locker ausweichen.
    • Timo Heinz Bär 17.03.2019 19:06
      Highlight Highlight Ich verstehe dieses Argument nicht wirklich. Weshalb kannst Du mit Deinen Kindern kein Fussballspiel besuchen? Ein Besuch eines Fussballspiels in der Schweiz ist ungefährlich. Du kannst in jedem Stadion einen neutralen Sektor besuchen, da wird dann auch bestimmt keine Pyro abgebrannt. Ich selbst stehe auch mit meinem Göttibueb ( 10 Jahre ) in der Fankurve, nicht in der Mitte aber in der Kurve. Mit meinem Sohn werde ich es auch so handhaben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rumbel the Sumbel 17.03.2019 17:44
    Highlight Highlight Und wie immer werden die Fehler anderswo gesucht. Nur ja nicht bei den Verursachern.
  • Stichelei 17.03.2019 17:43
    Highlight Highlight Eigentlich habe ich nur Mitleid mit solchen 'Fans' (Fan kommt ja auch von fanatic). Was muss man für ein armseliges Leben leben, wenn man wegen einer erfolglosen Phase 'seines' Vereins so ausrastet und jede Zivilisation über Bord wirft. Einfach nur bedauernswert!
  • FrancoL 17.03.2019 17:41
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären WIESO Fangemeinden ein Anrecht auf irgend eine Information haben sollen? Wieso Fangemeinden sich erdreisten zu wissen was man tun und lassen soll? Was bezahlt eigentlich ein Fan ausser das Eintrittsticket? Und ist er gezwungen dieses zu lösen? Ganz und gar nicht.
    Wenn ich aber sehe was diese fans für ein Tamtam loslassen könnte man meinen dass sie den Club finanzieren.
    • Harvey Dent 17.03.2019 18:28
      Highlight Highlight Stakeholdermgmt ein Begriff? Nun die Fans sind wohl oder übel Stakeholder eines Sportvereins.
    • futw 17.03.2019 18:42
      Highlight Highlight Ich nehme aufgrund Ihres Kommentars an, dass Sie sich nicht wirklich für Fussball interessieren und sich normalerweise auch nicht damit auseinandersetzen. Erzählen Sie mir doch bitte mal, wer denn sonst einen Club finanziert? Die TV-Gelder? Die Sponsoren? Raten Sie mal, wieso diese Gelder überhaupt fliessen. Wenn man sich mit einem Thema nicht beschäftigt, darf man sich gerne auch von den entsprechenden Kommentarspalten fernhalten.
    • Burkis 17.03.2019 19:43
      Highlight Highlight Spieler, Trainer und Funktionäre kommen und gehen, die richtigen Fans bleiben ihrem Club für immer treu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Barracuda 17.03.2019 17:35
    Highlight Highlight Das sind keine "Gründe", die zu solchen Gewaltausbrüchen führen dürfen oder als Rechtfertigung gelten. So verhalten sich nur Individuen, die in der Entwicklung zurückgeblieben sind und die nichts erreicht haben in ihrem Leben.
    • Switch_on 17.03.2019 21:08
      Highlight Highlight Wer den Artikel richtig liest, merkt dass am Anfang geschrieben steht, dass die keine Rechtfertigung ist.
    • Barracuda 18.03.2019 00:21
      Highlight Highlight Es sind auch keine "Gründe" sich wie ein Tier aufzuführen.
  • neurot 17.03.2019 17:25
    Highlight Highlight Evtl. bin ich zu wenig Fanversteher, aber ist es im Sport nicht immer so, dass einer Letzter ist? Also fänden doch jedes Jahr irgendwelche "Fans" einen Auslöser um sich völlig inakzeptabel zu verhalten. Wer mit Frust nicht umgehen kann hat Sport nicht verstanden. Auslöser-Erklärungen sind völlig fehl am Platz.
  • Admir Stöckli 17.03.2019 17:09
    Highlight Highlight .. und er hier macht was genau? So sieht dann voll „Schiss in der Hose“ aus.. 😅
    Benutzer Bild
  • Miuh 17.03.2019 17:03
    Highlight Highlight Wieder etwas gelernt!
    Ich hätte ja gedacht, die drei Gründe sind:
    1. Idioten nehmen Pyros mit.
    2. Die Sicherheitskontrollen am Stadion sind zu lasch.
    3. Idioten zünden Pyros und werfen diese aufs Spielfeld.
    Aber ich habe dann wohl auch keine grosse Ahnung von Fussball...
    Konnte man nicht früher noch sein Missfallen über die Leistungen von Team und Vereinsführung jeweils mit Buh-Gesängen ausdrücken? Das wäre nun auch etwas ungefährlicher, sympathischer und familienfreundlicher für die GC Family ;-)
    • Beggride 17.03.2019 17:39
      Highlight Highlight Heute ist es halt sehr verbreitet, die Schuld bei eigenem Missvergalten bei anderen zu suchen, da in unserer emotionsgesteurten Gesellschaft selbstverantwortung unangenehme Gefühle, wird das halt konsequent vermieden.
      Und nein, es soll nicht so rüberkommen, als ob alle so sind, aber schon mehr wie früher... Gefühlt zumindest
  • Kimbolone 17.03.2019 16:59
    Highlight Highlight Ein reflektierter Artikel in Zeiten, in denen die Wutbürgerschaft die Mistgabeln schleift und die Fackeln (hihi) anzündet. Rechtstaatlichkeit? Lieber Kollektivstrafen für alle.

    Wir können auch gerne die Anhängerschaften dehumanisieren und von bekoksten Wildtieren sprechen, damit wir uns nicht mit dem wahren Kern des Problems beschäftigen müssen.

    Langer Rede kurzer Sinn: Ein guter Artikel, der das Fehlverhalten nicht entschuldigt, aber begründet.

    Bravo.
    • dan2016 17.03.2019 18:40
      Highlight Highlight Schau mal im GC Forum, grosses aufatmen weil es nicht nur entschuldigt wird von einzelnen Medien, sondern als gerechtfertigt
  • Unicron 17.03.2019 16:57
    Highlight Highlight Man muss ich immer vor Augen halten dass es hier um ein Ballspiel geht bei dem man versucht so oft wie möglich einen Ball in ein Netz zu treten.
    Wie kann man das nur so unglaublich ernst nehmen? Man stelle sich vor solche Ausschreitungen würden bei einem Volleyball oder PingPong Tournier passieren.
    • äti 17.03.2019 18:05
      Highlight Highlight Geld
    • sottosopra 17.03.2019 19:09
      Highlight Highlight Die Fähigkeit sich für etwas zu begeistern. Ist ja immerhin schon über 100 Jahre alt, die Faszination für Fussball. Ich frage mich im Gegenzug, wie sich Personen nicht für Fussball begeistern können. Es gibt auf jedenfall mehr als genug Literatur und Forschung, die dem Phänomen nachgegangen ist.
    • Max Dick 17.03.2019 20:41
      Highlight Highlight Keine Ahnung was Ihre Leidenschaften im Leben so sind Unicron. Aber ich bin sicher, ich könnte zu diesen dieselben Fragen stellen wie Sie das zum Fussball tun.
  • anonymer analphabet 17.03.2019 16:40
    Highlight Highlight Ravet als Aussenverteiger 😂
  • Moreover 17.03.2019 16:06
    Highlight Highlight Nein, dieses Verhalten soll selbstverständlich nicht entschuldigt werden. Aber es gibt tatsächlich Erklärungen dafür.
  • Caligula 17.03.2019 15:59
    Highlight Highlight Als ob irgendeiner dieser "GC-Fans" die NZZ lesen würde 😂
  • Couleur 17.03.2019 15:57
    Highlight Highlight Da hilft nur noch eines: Ein kompletter Neuanfang in der Challenge League. Sämtliches Führungspersonal und alle Trainer (auch im Nachwuchs) ersetzen. Die Mannschaft mit einer erfahrenen Achse aufbauen und den Rest mit Spielern aus dem Nachwuchs füllen. Endlich vom hohen Ross runter kommen und als erste Priorität eine ausgeglichene Bilanz anstreben.
    • qolume 17.03.2019 21:10
      Highlight Highlight IMHO direkt in die Promotion League zwangsabsteigen lassen, und kein Spielbetrieb mehr in dieser Saison.
    • kerZHakov 17.03.2019 22:15
      Highlight Highlight Im Falle von GCN ist das in etwa die Quadratur des Kreises! 🤣
  • Si Mu 17.03.2019 15:52
    Highlight Highlight Finde ich mal ein guter Artikel.
    Nicht ständig diese Holligan Stigmatisierung a la Boulevard
  • Magnum 17.03.2019 15:51
    Highlight Highlight GC sollte sich selbst einen Gefallen tun und die Meisterschaft vorzeitig beenden. Diese Art von *Fans* will kein anderes Team bei Auswärtsspielen *willkommen* heissen. Das könnte nur noch zu üblen Ausschreitungen führen, wenn eine Heim-Fankurve diese Art von Mätzchen nicht akzeptiert und diesen Pöbelfritzen Manieren beibringt.

    Entweder nur noch Geisterspiele oder Ausschluss aus der Meisterschaft. Es reicht. So was von.
  • jaähä 17.03.2019 15:47
    Highlight Highlight Es geht bei diesem Artikel doch nicht darum Chaoten in Schutz zu nehmen. Solche Ausschreitungen, so idiotisch sie auch sind, haben nun mal Auslöser. Diese wurden im Artikel gut aufgezeit.
    • béast 17.03.2019 16:18
      Highlight Highlight richtig, solche ausschreitungen haben auslöser. es sind aber nicht fehlender dialog, erratische führung und miserable leistungen, sondern fehlende impulskontrolle, erratische agressionsbewältigungsstrategien und miserables fankulturverständnis.
  • Asmodeus 17.03.2019 15:38
    Highlight Highlight Na so kann man die ganzen Chaoten auch versuchen in Schutz zu nehmen.

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