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Zu gross für Andermatt? Muni Max bangt um Baubewilligung

Holzmuni Max am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest 2025 Glarnerland (ESAF), am Freitag, 29. August 2025, in Mollis. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Der Gigant aus Holz war der Star in Mollis.Bild: keystone

Zu gross für Andermatt? Muni Max bangt um Baubewilligung

Der riesige Holz-Muni Max zügelte nach dem Eidgenössischen Schwingfest von Glarus nach Uri. Sein neuer Standort in Andermatt ist eine Herausforderung.
16.01.2026, 08:4516.01.2026, 08:45
Etienne Wuillemin / ch media

Muni Max stellte sogar König Armon Orlik in den Schatten. Der Holz-Koloss war die grosse Attraktion am Eidgenössischen Schwingfest in Mollis im letzten Sommer. Zehntausende Augen bestaunten Max. Seine beeindruckenden Zahlen? 182 Tonnen schwer. 21,3 Meter hoch. 36,25 Meter lang. Bestehend aus 4400 Einzelteilen. Zusammengebaut mit 18727 Schrauben.

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Für den Gastgeberkanton Glarus endete das Eidgenössische allerdings mit einem Drama. Muni Max verliess den Kanton. Obwohl ein einheimisches Konzept vorlag, verkauften die Initianten von Max den Holzstier nach Uri. Nicht wegen des Geldes, heisst es noch heute. Die Umstände sorgten im Glarnerland für Stirnrunzeln.

Noch liegt der Stier in einer Halle

Muni Max zügelt also nach Uri. Und heisst neu: Max der Uristier. Aufgebaut ist er aber noch nicht. Die Einzelteile von Max sind derzeit in Erstfeld gelagert, geschützt vor der Witterung. Die Beine von Max sind separat bei einem Holzbauer in der Region. Über 20 Sondertransporte waren nach dem Abbau auf dem ESAF-Gelände in Mollis für den Umzug nötig.

Die grosse Frage lautet nun: Wohin mit Max? Der Verein «Max der Uristier» ist die treibende Kraft bei den Plänen. Das Ziel ist klar: Muni Max soll nach Andermatt. Am liebsten an einen Ort, wo er von möglichst vielen Menschen – auch international – bestaunt werden kann. Und Wertschöpfung generiert. Schliesslich wurden bis heute 1,3 Millionen Franken investiert.

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Max wird in Mollis abgebaut.Bild: keystone

Der erste Plan für Max sieht so aus: Neuer Standort auf dem Nätschen ob Andermatt. In unmittelbarer Nähe der Mittelstation der Gondelbahn und des Bahnhofs der Matterhorn-Gotthard-Bahn. So könnten auch die Touristen im Glacier-Express Max bestaunen. Auch drei Restaurants befinden sich in unmittelbarer Umgebung. Max selbst soll etwas zwischen Museum, Konferenzraum und Sonnenterrasse werden.

«Max ist ein Magnet»

Das gefällt nicht allen in Andermatt: Eine Person, die mit der Sache sehr gut vertraut ist, berichtet: Viele Leute im Dorf fragen sich, ob es wirklich nötig ist, Max direkt ins Skigebiet zu pflanzen. Auf dem Oberalppass, im Dorf selbst oder bei der Gotthard-Raststätte wäre die Wirkung mindestens genauso gross. Zudem sei der Platz beim Nätschen viel zu knapp berechnet. Der Weg zu Max führt direkt über Skipisten und Winterwanderwege.

Peter Baumann, Gemeindepräsident von Andermatt, sagt auf Anfrage: «Es ist wie immer bei so einem Gross-Projekt: die einen sind mehr aufgewühlt, die anderen weniger.» Eines sei aber klar: «Max ist ein Magnet. Ich gehe davon aus, dass er eine Tourismusattraktion wird.»

Stört Max den Handyempfang?

Zusätzlichen Wirbel entfacht eine Handyantenne. Holzkoloss Max ist so gross, dass der Richtstrahl der Swisscom gestört wird. Eine Anwältin hat sich gemeldet. 100'000 Franken soll es gerüchteweise kosten, um die Antenne zu versetzen. Und schliesslich ist da noch ein Landwirt, der die Wiese, auf der Max dereinst stehen soll, gemäss einem Pachtvertrag bis Ende 2027 nutzen darf.

Cornel Betschart, Sprecher des Vereins «Max der Uristier», sagt im Gespräch mit CH Media: «Aufgrund der Rückmeldungen aus dem Mitwirkungsverfahren und zur Optimierung der Brandschutzvorkehrungen haben wir die Positionierung nochmals überprüft und verbessert.» Der Standort rückt 30 Meter weiter nach Nordwesten, ist aber immer noch unmittelbar beim Bahnhof Nätschen.

«Potenzielle Konfliktstellen verschwinden damit», sagt Betschart. Konkret: «Der Skibetrieb im Winter kann vom Besucherstrom entflechtet werden. Um Max kann ein abgezäunter Raum entstehen, der keinen Einfluss auf die Skipisten hat. Und auch die Problematik mit dem Richtstrahl der Swisscom wird entschärft.»

Holz-Muni Max zügelt nach Uri

Video: watson/lucas zollinger

Max im Kinderland

Wo auch immer Max aufgebaut wird: Er umtreibt auch die Feuerpolizei. Verständlich bei einem Werk fast ausschliesslich aus Holz. «Aber nicht erst seit der Katastrophe von Crans Montana», sagt Betschart. Der Verein hat sich in Zusammenarbeit mit Brandschutzfachleuten dafür entschieden, einen separaten Turm neben Max zu bauen, der Zugang zu jeder Etage bietet.

Wie geht es nun weiter? Bis Mitte Februar wird der Verein «Max der Uristier» eine Baueingabe vorbereiten. Bis zur Baubewilligung dauert es allerdings noch. Mit dem neu geplanten Standort ist zwar keine Umzonung nötig. Allerdings soll nun Max auf dem Kinderland der örtlichen Skischule zu stehen kommen. Der Holzkoloss wird weiter für Gesprächsstoff sorgen.

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Holz-Muni Max zügelt nach Uri – wie er transportiert wird und was aus ihm wird
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