Gino Caviezel feiert Comeback – doch er fährt diese Saison nur ein Rennen
Am 29. Dezember 2024 zog sich Gino Caviezel im Super-G in Bormio nach einem schweren Sturz eine «komplexe» Knieverletzung sowie eine Schulterverletzung zu und fiel seither verletzt aus.
Fast 13 Monate später ist der 33-Jährige für den Nacht-Riesenslalom in Schladming am heutigen Dienstag (1. Lauf um 17.45 Uhr) aufgeboten und wird dort sein Comeback feiern – es wird jedoch sein einziges Rennen in diesem Winter bleiben.
«Wenn ich nach Schladming auch noch den Weltcup-Riesen in Kranjska Gora bestreiten würde, würde mein Verletztenstatus nicht mehr gelten. Somit würde ich einen grossen Rückfall in der Startliste riskieren», erklärte Caviezel den Entscheid gegenüber Blick.
Mit Schladming verbindet Caviezel eine besondere Geschichte. 2013 feierte er hier seine WM-Premiere und zehn Jahre später fuhr er auf der Planai zum bisher letzten Mal auf ein Weltcup-Podest. Im Januar 2023 wurde er hinter Landsmann Loïc Meillard Zweiter. Insgesamt konnte sich der Bündner über drei Podestplätze im Weltcup freuen und gewann zusätzlich einmal im Team-Wettbewerb.
Dass er in diesem Winter bereits wieder ein Rennen bestreiten wird, hätten vor wenigen Monaten noch wenige geglaubt. «Ende November haben mir im Trainings-Camp in Copper Mountain einige Trainer den Vogel gezeigt, als ich ihnen ankündigte, dass ich in diesem Winter ein Weltcuprennen bestreiten werde», so Caviezel. Jedoch habe er zuletzt im Training im Vergleich «mit meinen starken Teamkollegen bemerkt, dass ich den Speed habe, um die Qualifikation für den zweiten Durchgang zu schaffen». Deshalb steht er am heutigen Abend wieder am Start.
Durch seine Verletzung hatte Caviezel keine Chance, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, da die Nominierungen für die Winterspiele am heutigen Montag bekanntgegeben wurden. Im Riesenslalom werden Marco Odermatt, Loïc Meillard, Thomas Tumler und Luca Aerni in Bormio für die Schweizer an den Start gehen. (nih/riz)
