«Rückkehr zum Verband bedeutet mir viel» – Alex Frei wird U21-Natitrainer
Alex Frei heisst der Nachfolger von Sascha Stauch als Trainer der U21-Nationalmannschaft. Das hat der Schweizerische Fussballverband (SFV) am Montagvormittag bekanntgegeben. Frei wird erstmals im März gefordert sein, wenn es gegen die Färöer-Inseln und gegen Estland geht.
Von Stauch hatte sich der Verband im November getrennt – nach einer 1:2-Niederlage in der EM-Qualifikation gegen Luxemburg. In der Qualifikationsgruppe liegt die Schweiz hinter Frankreich und den Färöer Inseln nur auf Rang 3. «Wir haben noch immer die Chance, uns direkt oder als Zweiter für die EM zu qualifizieren. Diese Chance wollen wir packen», kündigte Frei an.
Starke Einbindung in den Alltag der Spieler vorgesehen
Die Rückkehr zum SFV bedeute ihm viel, betonte der 84-fache Nationalspieler, der mit 42 Länderspieltreffern der Schweizer Rekordtorschütze ist. «Ich möchte meine Erfahrungen aus dem nationalen und internationalen Spitzenfussball einbringen, das Team weiter voranbringen und die Spieler individuell fördern», sagte er über seine Ziele.
Laut Nati-Direktor Pierluigi Tami kehrt Frei, der zuletzt als Favorit auf den Job gegolten hatte, mit einer grossen Identifikation und einem umfassenden Erfahrungsschatz zurück zum Verband. «Alex bringt die Qualität und Mentalität mit, um die EM-Qualifikation doch noch zu schaffen. Er kennt unseren Ausbildungsweg, die Anforderungen des internationalen Fussballs und die Bedeutung der Übergangsphase von der U21 zum A-Nationalteam.»
Mit seiner Erfahrung und seiner Haltung könne Frei sich gezielt in die Entwicklung der Nationalspieler von morgen einbringen, sagte Tami weiter. Vorgesehen ist eine starke Einbindung in den Alltag der Spieler. Frei soll eng mit Nati-Trainer Murat Yakin, den anderen Nachwuchs-Nationaltrainern und mit den Klubs zusammenarbeiten.
Nach der Spielerkarriere in zahlreichen Funktionen tätig
Alex Frei ist einer der erfolgreichsten Schweizer Fussballer der Geschichte. Als Profi schoss er im Ausland Tore für Stade Rennes und Borussia Dortmund, in der Schweiz wurde er Cupsieger mit Servette und gewann mit dem FC Basel vier Meistertitel und zwei Mal den Cup.
Nach der Spielerkarriere übernahm Frei nahtlos als Sportchef des FC Luzern. Später war er Nachwuchs- und Interimstrainer beim FC Basel, Cheftrainer in Wil, Winterthur (den er zum Aufsteiger in die Super League machte) und erneut Basel. Zuletzt arbeitete Frei beim FC Aarau – und bildete sich nach der Trennung vom Challenge-League-Klub als Käsesommelier weiter. (ram)
