«Unglaublich, was diese Saison klappt»: Das sagt Marco Odermatt nach dem Jubiläumssieg
Lange musste sich Marco Odermatt nach seiner Fahrt in Gröden gedulden, bis sein 50. Weltcupsieg Tatsache war. Immer wieder wurde die verkürzte Abfahrt aufgrund des Nebels unterbrochen. Geplant war der Start auf 11.45 Uhr, wurde aber bis 13 Uhr verschoben und geendet hat das Rennen auf der Saslong erst nach 15 Uhr.
Am Ende setzte sich Odermatt 15 Hundertstelsekunden vor seinem Landsmann Franjo von Allmen durch. Das Podest komplettierte der Italiener Dominik Paris.
Der 50. Weltcupsieg an sich bedeutet Odi aber momentan nicht viel, wie er im Interview mit SRF gestand: «Diese Zahl hat jetzt noch keinen hohen Stellenwert für mich. Aber es ist unglaublich, was diese Saison wieder klappt.» Odermatt steht nach sieben Rennen in diesem Winter bereits bei fünf Siegen.
Die speziellen Bedingungen mit den ganzen Verschiebungen waren auch für den vierfachen Gesamtweltcupsieger komisch. Nach der starken Fahrt seines Teamkollegen von Allmen war sich Odermatt bewusst, dass es eine fast perfekte Fahrt brauchen würde. «Ich wusste nicht, wo ich noch schneller fahren kann», erklärte der Nidwaldner. Er sei am Start gut in das Rennen hereingekommen und speziell die Ausfahrt der Ciaslat habe er «gut getroffen».
Franjo von Allmen, welcher erstmals in dieser Saison auf das Podest fuhr, zeigte sich gegenüber SRF sehr erleichtert: «Es ist wichtig für den Kopf. Das Ziel war, eine gute Fahrt ohne Fehler zu machen. Damit ich auch zeigen kann, was ich draufhabe.» Der Speed-Spezialist bestätigte auch, dass er aktuell keine Schmerzen hat. Vor zwei Wochen stürzte von Allmen in Beaver Creek.
Allgemein war der 24-Jährige mit seinem Saisonauftakt nicht zufrieden. «Anfang Saison geht es bei mir immer eine Zeit, bis ich in die Gänge komme. Das ist, glaube ich, bekannt. Ich bin froh, dass ich nun gut reingekommen bin», sagte der amtierende Abfahrtsweltmeister.
Bereits morgen geht es in Gröden weiter. Dann steht ein Super-G an, bevor am Samstag wieder die Abfahrer in den Fokus rücken. Am Sonntag kommt es in Alta Badia zu einem Riesenslalom. Odermatt hat weiterhin vor, alle vier Rennen zu bestreiten. «Vier Rennen auf vier Tage kriege ich hin, es braucht viel Energie, vor allem heute mit den ganzen Verzögerungen. Bis ich heute zum ‹Zmittag› kommen werde, wird es 16 Uhr. Aber es ist nicht das erste Jahr für mich. Vor zwei Jahren waren es sogar fünf Rennen in fünf Tagen.» (riz)
