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Ski-WM in Are, Super-G

1. Dominik Paris ITA

2. Johan Clarey FRA +0,09

    Vincent Kriechmayer AUT +0,09

12. Marco Odermatt +0,58

18. Beat Feuz +1,00

Out: Thomas Tumler, Mauro Caviezel, Matthias Mayer AUT, Hannes Reichelt AUT u.a.

epa07347367 Dominik Paris of Italy in action during the men's Super G race at the FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden, 06 February 2019.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Nicht fehlerfrei, aber der Schnellste: Dominik Paris. Bild: EPA

Paris ist Super-G-Weltmeister – Schweizer heute ohne Medaille

Im Weltcup hat er schon zwölf Rennen gewonnen, nun hat Dominik Paris erstmals an einem Grossanlass zugeschlagen. Der knapp 30-jährige Südtiroler gewinnt an der WM in Are Gold im Super-G.



Der Weltmeister

Italy's Dominik Paris celebrates in the finish area after winning the men's super-G, in Are, Sweden, Wednesday, Feb. 6, 2019. (AP Photo/Marco Trovati)

Bild: AP

Dominik Paris aus dem Ultental, dem «hintersten Krachen» in Südtirol, ist heute der Schnellste. Eine perfekte Fahrt war es nicht, wie er im SRF-Interview sagte: «Ich machte einige Fehler und dachte mir, dass es noch besser gehe. Aber es hat keiner geschafft.»

«Domme» Paris wird den Titel mit Sicherheit feiern, besitzt er doch den Ruf, ein Partylöwe zu sein. In seiner Freizeit ist der dreifache Sieger der Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel Sänger der Metal-Band Rise of Voltage. Bei Grossanlässen gewann der Familienvater bisher «erst» eine Silbermedaille, 2013 in der Abfahrt in Schladming errungen.

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Der «Blick»-Reporter rockt mit Paris. Video: YouTube/Blick Sport

«So habe ich es von kleinauf gelernt: Die Skispitzen müssen immer talwärts gehen!»

Dominik Paris srf

Das Silber-Duo

Genau gleich schnell sind Vincent Kriechmayr und Johan Clarey. Dem Österreicher und dem Franzosen fehlen im Ziel neun Hundertstel auf Weltmeister Paris. «Ich bin sehr zufrieden», sagte Kriechmayr im ORF, obwohl er etwas zerknirscht wirkte. «Ich freue mich schon, aber es wurmt mich, dass ich im Mittelteil nicht besser gefahren bin.»

epa07347706 Vincent Kriechmayr (down, R) of Austria celebrates with supporters in the finish area during the men's Super G race at the FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden, 06 February 2019.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Kriechmayer (in der roten Jacke) feiert mit Fans. Bild: EPA

Clarey sagte, er hätte nicht mit einer Medaille gerechnet. «Ich war wirklich überrascht davon, im Ziel die «2» aufleuchten zu sehen. In der Abfahrt fühlte ich mich gut, aber nun habe ich auch im Super-G reüssieren können.» Mit 38 Jahren ist der Franzose der älteste Medaillengewinner an einer Ski-WM.

France's Johan Clarey celebrates at the end of a men's super G, at the ski World Championships in Are, Sweden, Wednesday, Feb. 6, 2019. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Bild: AP

Die Schweizer

Als Beat Feuz mit Startnummer 1 ins Ziel kommt, weiss er bereits, dass diese Fahrt nicht für eine Medaille reicht. «Die Nummer 1 war definitiv kein Vorteil. Es hat viele Wellen, Übergänge, blinde Tore. Ich war eine Art Testpilot, habe alles versucht, aber ich hatte zwei, drei Stellen, an denen es mir nicht gut aufgegangen ist», sagte Feuz im SRF. Als 18. wurde der Emmentaler zweitbester Schweizer.

Video: srf/SDA SRF

Besser klassierte sich bei seinem WM-Debüt Marco Odermatt. Dem 21-jährigen Junioren-Weltmeister fehlten auf Paris 0,58 Sekunden, zu Platz 4 (Christof Innerhofer) rund zwei Zehntel. «Es war ein solides Rennen, für ganz nach vorne fehlt halt doch etwas. Bis zum vierten Platz ist alles sehr eng. Der hätte zwar nicht viel gebracht, dennoch ist es ein bisschen ärgerlich für mich. Aber es war ein gutes Rennen.»

epa07347478 Marco Odermatt of Switzerland reacts in the finish area during the men's Super G race at the FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden, 06 February 2019.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Bild: EPA

Thomas Tumler und Mauro Caviezel, die beiden weiteren Schweizer Starter, schieden aus. Auch Ian Gut verpasste ein Tor. Der bald 24-jährige Bruder von Lara Gut-Behrami tritt für Liechtenstein an und nahm erstmals an einem Grossanlass teil. (ram)

Das war der Liveticker

Liveticker: 06.02.2019 Super-G Männer

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44 Ian Gut
Der kleine Bruder von Lara Gut-Behrami erwischt im Mittelteil einen Schlag. Der Liechtensteiner verliert die Balance, verpasst ein Tor und scheidet bei seinem WM-Debüt aus.
Die Siegesfahrt von Paris

Das Erfolgsgeheimnis?
«So habe ich es von kleinauf gelernt: Die Skispitzen müssen immer talwärts gehen!», sagt Dominik Paris im SRF. Wenn es doch nur so einfach wäre …

«Ich machte einige Fehler und dachte mir, dass es noch besser gehe. Aber es hat keiner geschafft.»
Dominik Paris im ORF-Interview
«Mir fehlen ein bisschen die Worte», sagt der frischgebackene Weltmeister. Paris hatte sich die tiefe Startnummer 3 ausgesucht und gerade noch die Fahrt von Beat Feuz gesehen, der das Rennen eröffnet hatte. «Ich habe gesehen, dass Beat mit dem Licht und den Wellen Probleme hatte. Bei einer WM gibt es sowieso nur Vollgas, und das ist mir recht gut gelungen. Am letzten Tor habe ich ziemlich Zeit und Geschwindigkeit verloren, die anderen haben aufgeholt. Aber es hat noch gereicht. Es ist ein grossartiger Tag!»
Italy's Dominik Paris reacts in the finish area of the men's super-G at the alpine ski World Championships in Are, Sweden, Wednesday, Feb. 6, 2019. (AP Photo/Marco Trovati)
Bild: Marco Trovati/AP/KEYSTONE
Vincent Kriechmayr im ORF-Interview
«Jetzt schaut es sehr gut aus. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, wenn es so bleiben sollte. Ich freue mich schon, aber es wurmt mich, dass ich im Mittelteil nicht besser gefahren bin.»
Austria's Vincent Kriechmayr speeds down the course during the men's super-G at the alpine ski World Championships in Are, Sweden, Wednesday, Feb. 6, 2019. (AP Photo/Gabriele Facciotti)
Bild: Gabriele Facciotti/AP/KEYSTONE
Marco Odermatt im SRF-Interview
«Es war ein solides Rennen, für ganz nach vorne fehlt halt doch etwas. Bis zum vierten Platz ist es sehr eng. Der hätte zwar nicht viel gebracht, dennoch ist es ein bisschen ärgerlich für mich. Aber es war ein gutes Rennen.»
Das war's wohl
Dominik Paris wird Super-G-Weltmeister 2019 in Are vor den beiden zeitgleichen Johan Clarey und Vincent Kriechmayr. Die Schweizer zählen heute leider zu den Geschlagenen.
30 Mattia Casse
Hohes Tempo im Schlussteil, am Ende Rang 8 mit 0,50 s Rückstand.
30 Mattia Casse
Mit 0,46 s Rückstand immer noch auf einem guten Weg, wenn er unten keinen Fehler macht.
30 Mattia Casse
Tatsächlich oben recht gut, 0,24 s der Rückstand von Casse.
30 Mattia Casse
Vielleicht schon der letzte Fahrer, der das Potenzial hat, Landsmann Paris noch zu verdrängen.
29 Daniel Danklmaier
Das Potenzial ist da, aber heute kann er es noch nicht zeigen. Danklmaier mit 1,08 s Rückstand auf Rang 18 beim WM-Debüt.
29 Daniel Danklmaier
Es kommen 16 weitere Hundertstel dazu, eine Medaille gibt's wohl nicht für den Steirer.
29 Daniel Danklmaier
Eine fehlerhafte Fahrt im Startteil, eine halbe Sekunde fehlt dem Überraschungsmann.
29 Daniel Danklmaier
Der letzte der vier Österreicher.
28 Martin Cater
Wie so viele holt er unten viel Zeit auf Dominik Paris auf, vier Zehntel, um genau zu sein. Doch weil er oben zuviel Zeit verloren hat, gibt das bloss Rang 12.
28 Martin Cater
Während in der Schweiz die Sirenen getestet werden, versucht sich der Slowene Cater. Oben ist er 0,34 s zurück.
27 Benjamin Thomsen
Schnell schon, aber nicht schnell genug. 0,76 s zurück im Mittelteil, im Ziel beträgt der Rückstand 0,93 s. Zwischenrang 15.
27 Benjamin Thomsen
Ben Johnson war ein schneller Kanadier – ist es auch Ben Thomsen?
26 Matteo Marsaglia
Schon zuoberst eine Sekunde zurück und weiter unten scheidet er beinahe aus. Irgendwo in dieser Schneewolke befindet sich Marsaglia.
25 Nils Allegre
Der Franzose mit einer starken Fahrt, knapp hinter Odermatt wird er 12.
24 Ryan Cochran-Siegle
Der Amerikaner, heute beim Mittagessen (Paneer für die einen, Schweinsbraten für die anderen) als Geheimfavorit gehandelt, fährt hinterher, ist im Mittelteil schon 0,74 s zurück.

Unten holt er ab, liegt im Ziel als 10. 0,53 s zurück. Das heisst auch, dass nach der Fahrt von Cochran-Siegle kein Schweizer mehr in den Top Ten liegt. Eine Enttäuschung sicher.
23 Steven Nyman
Es hat zuviel gekostet: Nyman mit 0,50 s Rückstand auf Rang 8.
23 Steven Nyman
Immer noch gut dran, nur 0,22 s zurück. Dann aber ein Fehler. Was hat er gekostet?
23 Steven Nyman
Oben ausgezeichnet, der Amerikaner nur 0,14 s zurück. Und die Sicht ist besser geworden jetzt.
22 Klemen Kosi
Wie lief's? «Kosi, kosi», sagt ein Südtiroler zur Fahrt von Klemen, wenn er italienisch spricht. Der Slowene scheidet noch vor der ersten Zwischenzeit aus.
21 Dominik Schwaiger
Mit einer akrobatischen Einlage am letzten Tor verhindert der Deutsche einen Sturz beim Zielsprung. Er klassiert sich auf Platz 10, direkt hinter Marco Odermatt, der heute bester Schweizer ist.
Weltmeister Dominik Paris?
Der bald 30-Jährige wäre mit Sicherheit ein würdiger Weltmeister. Paris, der bislang zwölf Weltcup-Rennen gewonnen hat, nahm von Grossanlässen bislang erst eine Silbermedaille mit nach Hause. 2013 wurde er Vize-Weltmeister in der Abfahrt.
Italy's Dominik Paris reacts in the finish area of the men's super-G at the alpine ski World Championships in Are, Sweden, Wednesday, Feb. 6, 2019. (AP Photo/Marco Trovati)
Bild: Marco Trovati/AP/KEYSTONE
20 Adrien Theaux
Aber das reicht auch ihm nicht. Mit 37 Hundertstel Rückstand fährt Theaux auf Rang 5.
20 Adrien Theaux
Der Franzose oben schon etwas zurück, im Mittelteil holt er aber auf. Könnte noch spannend werden.
20 Adrien Theaux
Theaux, wir fahren nach Lodz!
19 Hannes Reichelt
Der österreichische Routinier kann nicht mit den Besten mithalten. Eine verkorkste Fahrt, Reichelt scheidet am gleichen Tor wie Mauro Caviezel aus und brüllt einen lauten Fluch in den schwedischen Wald hinaus.
18 Christof Innerhofer
Im Ziel knapp am Podest vorbei: Mit 35 Hundertstel Rückstand belegt Innerhofer Rang 4. Heute ist er kein Winnerhofer.
18 Christof Innerhofer
Innerhofer fährt mit viel Gefühl, lässt sich treiben und das ist schnell: 0,23 s Rückstand, Zwischenrang 4.
18 Christof Innerhofer
Der Krischtoff mag es eisiggg, heute sind das eher nicht seine Verhältnisse. Oben dennoch gut dabei.
17 Mauro Caviezel
Dann liegt der Bündner 0,33 s zurück – Zwischenrang 5. Und dann ein zu weiter Sprung, alles ist Aus. Caviezel am Tor vorbei, nach Tumler der zweite Schweizer Ausfall.
17 Mauro Caviezel
Noch nichts passiert, 0,17 s Rückstand oben.
17 Mauro Caviezel
Schon der letzte der vier Schweizer – sticht dieser Trumpf oder geht die Schweiz heute leer aus?
16 Marco Odermatt
Einen Sprung «verhaut» Odermatt, am Ende ist es der siebte Rang mit 0,58 s Rückstand. Schade, da lag wirklich mehr drin!
16 Marco Odermatt
Oben erwischt es der Innerschweizer gut, er liegt 0,22 s hinter Paris. Dann aber ein weiter Weg, das kostet auch etwas km/h. Aber immer noch gut dabei, nun 0,32 s zurück. Chum jetzt!
16 Marco Odermatt
Der fünffache Junioren-Weltmeister startet ohne Druck – vielleicht das Erfolgsgeheimnis? Daumen drücken!
15 Josef Ferstl
Ferstl gehört zu den Geschlagenen, der unten wie schon viele andere rund zwei Zehntel auf Paris aufgeholt hat. Der Deutsche auf Rang 4.
15 Josef Ferstl
33 Hundertstel liegt er nun zurück. Das kann man aufholen, aber dann muss man es sehr gut fahren.
15 Josef Ferstl
In Kitzbühel hat der Sepp den Super-G gewonnen. Gelingt ihm auch heute ein Exploit?
14 Johan Clarey
Im Ziel fehlen Johan Clarey 9 Hundertstel – zeitgleich mit Kriechmayr ist er auf Rang 2.
14 Johan Clarey
Nun 0,11 s Rückstand – aber unten kann man aufholen.
14 Johan Clarey
Der Franzose weiter on fire, nun 0,17 s Vorsprung. Schafft er es bis unten?
14 Johan Clarey
Clarey startet schnell, oben 0,02 s voraus.
13 Matthias Mayer
«Scheisse! Mein Gott», entfährt es ORF-Co-Kommentator Armin Assinger. Klartext auf österreichisch. «Aaaah, des hat super ausgschaut. Schade, schade, schade!»
13 Matthias Mayer
Hohes Tempo im Mittelabschnitt und das zahlt sich aus: Mayer nun 0,12 s voraus. Aber dann scheidet er aus!
13 Matthias Mayer
Eine Fayer heut mit Mayer? 0,17 s liegt er oben hinter Paris zurück.
13 Matthias Mayer
Der Super-G-Olympiasieger von Pyeongchang ist nach Kriechmayr die zweite grosse Hoffnung der Österreicher.
Paris auf dem Leaderthron

12 Travis Ganong
Der Amerikaner war ein klitzekleiner Aussenseitertipp, aber er fährt nach 30 Sekunden an einem Tor vorbei. Gut für alle, die ihn beim Tippspiel auf die Liste setzen wollten und es dann doch nicht gemacht haben. Schlecht natürlich für Ganong selber.
11 Aksel Lund Svindal
Im Ziel fehlen Svindal 0,92 s – das ist nur Rang 5 für den sympathischen Routinier, der so gerne noch eine letzte Medaille erringen würde.
11 Aksel Lund Svindal
Oh nein, heute wird das nichts! Svindal in der «Norweger-Kurve» viel zu weit nach aussen getragen, schon über eine Sekunde zurück.
11 Aksel Lund Svindal
Sein Trainer hat den Kurs gesetzt, oben erwischt er die Tore gut, liegt 0,16 s hinter Paris zurück. Ist wettzumachen.
11 Aksel Lund Svindal
Gleich der «Super-Elch», gesundheitlich angeschlagen und am letzten Grossanlass seiner Karriere.
Beat Feuz im SRF-Interview
«Die Nummer 1 war definitiv kein Vorteil. Es hat viele Wellen, Übergänge, blinde Tore. Ich war eine Art Testpilot. Habe alles versucht, aber ich hatte zwei, drei Stellen, an denen es mir nicht gut aufgegangen ist. Mir war rasch klar, dass ich heute nicht lange auf dem Leaderthron sitzen werde.»
10 Dustin Cook
2015 an der WM in Vail schlug seine grosse Stunde, als er Silber im Super-G gewann. Heute ist der Kanadier schon zuoberst geschlagen, sechs Zehntel liegt er zurück. Da spielt es auch keine grosse Rolle, dass Cook weiter unten ausscheidet.
9 Vicent Kriechmayr
Nach einem zu weiten Sprung fehlt Kriechmayer der Speed, er liegt 0,49 zurück, kann aber nochmals aufs Gaspedal drücken: Er kommt bis auf 0,09 s an Paris heran. Rang 2 für den Österreicher.
9 Vicent Kriechmayr
Kriechmayer und Paris Kopf an Kopf, nur sieben Hundertstel trennen sie nach einer knappen Minute.
9 Vicent Kriechmayr
Der Topfavorit!
8 Adrian Smiseth Sejersted
Sejersted oben mit einem Bock, der ihn zwei Zehntel kostet. Ähnlich wie Jansrud treibt es auch ihn aus einer Kurve, wodurch er noch mehr Zeit verliert. Im Ziel Zwischenrang 3 mit 0,50 s Rückstand.
8 Adrian Smiseth Sejersted
Und gleich der nächste der «Elche», sicher jener, dem man die geringsten Chancen gibt.
7 Kjetil Jansrud
Der nächste Norweger, der keine Medaille holt. Jansrud reiht sich mit 1,18 s Rückstand auf Paris noch hinter Feuz auf Rang 4 ein.
7 Kjetil Jansrud
Dann wird in einer Linkskurve der Weg ganz weit, das Tempo fehlt – beinahe sechs Zehntel liegt er nun zurück.
7 Kjetil Jansrud
Am Start ist er natürlich handicapiert durch seine Handverletzung. Aber fahren kann er, liegt oben 0,06 s vor Paris.
6 Bostjan Kline
Der Slowene ist der nächste, der ausscheidet. Kollege Bürgler meint gerade: «Der hatte ja eh nur kline Chancen.»
5 Aleksander Aamodt Kilde
Vielleicht der grösste Trumpf der Norweger heute – aber er macht zu viele Fehler, einmal liegt er sogar beinahe im Schnee. Kilde büsst 1,63 s und ist damit momentan der Letztklassierte.
4 Brice Roger
Zwischenrang 2 für Brice Roger, der wie Feuz zuunterst zwei Zehntel schneller war als Paris. 0,41 s fehlen ihm im Ziel auf den Führenden.
4 Brice Roger
Dann muss er die Brille richten, verliert etwas Zeit, nun 0,36 s hinter Paris. Ein wilder Ritt des Draufgängers.
4 Brice Roger
Der Franzose mit einem guten Start, ganz oben mit dem James-Bond-Vorsprung von 0,07 s auf Paris.
3 Dominik Paris
Ganz unten verliert Paris zwar nach einem Fehler noch etwas, doch im Ziel hat er exakt eine Sekunde Vorsprung auf Feuz. Der Emmentaler wird heute keine Medaille holen, das kann man wohl jetzt schon sagen.
3 Dominik Paris
Es rüttelt und schüttelt, aber Paris hat die Strecke im Griff: Er ist mit 0,78 s Vorsprung unterwegs.
3 Dominik Paris
Der Sieger des Super-G von Bormio oben ebenfalls eine halbe Sekunde vor Feuz.
2 Thomas Tumler
Aber dann scheidet Tumler aus! Bei einer kleinen Kuppe hebt Tumler minimal ab, das reicht schon, um ihn aus der Bahn zu werfen – er fährt an einem Tor vorbei. Schade, oben eine vielversprechende Fahrt. Und leider hat man gesehen, dass Feuz' Zeit gut zu schlagen ist.
2 Thomas Tumler
Er wirkt besser als Feuz und der Uhrenvergleich bestätigt den Eindruck: 57 Hundertstel Vorsprung nach 30 Fahrsekunden.
2 Thomas Tumler
Gleich der nächste Schweizer.
1 Beat Feuz
Ziemlich weit oben ein Übergang, der nicht ganz gepasst hat. Und im Mittelteil eine Kurve, bei der es Feuz ein bisschen gar weit nach unten trägt.

Insgesamt eine Fahrt mit dem einen oder anderen Schnitzer drin. Ob das reicht?
1 Beat Feuz
Hopp Beätu!
Abfahrtsweltmeister Beat Feuz wird von seinen Fans empfangen am Freitag, 17. Februar 2017, in Bumbach. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Bild: KEYSTONE
Gleich geht's los in Are
Noch fünf Minuten, dann wird Beat Feuz auf die Strecke geschickt.

Am Start ist es -11 Grad kalt, im Ziel -16 Grad. Die Sonne ist fast gänzlich von Wolken verdeckt, die Sicht könnte besser sein.
Feuz nach der Besichtigung
«Mit Startnummer 1 ist es eine gewisse Lotterie. Es hat viele Übergänge, es wird ein Kampf werden, alle gut zu erwischen», sagt Beat Feuz im SRF. «Der Schnee ist sehr schön, eine Art Teppich, gut präpariert. Es wird Spass machen, jetzt muss ich es einfach gut erwischen.»
Die Sensation von 2007
Weltmeister Patrick Staudacher? Das war 2007 beim letzten WM-Super-G in Are eine riesige Überraschung, denn der Italiener fuhr in seiner gesamten Karriere bloss ein einziges Mal auf ein Weltcup-Podest, zwei Jahre nach seinem Coup als Dritter in Val Gardena.
Italy's Patrick Staudacher shows his gold medal on the podium of the Super-G, at the World Alpine Ski Championships in Are, Sweden, Tuesday, February 6, 2007. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
Bild: KEYSTONE
Staudachers Triumph ist der beste Beleg dafür, dass gerade im Super-G oft vieles möglich ist. Blickt man indes auf die Goldmedaillen-Gewinner bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften, so setzten sich doch fast immer bekannte Namen durch. Die letzten drei Olympiasieger sind Aksel Lund Svindal (2010), Kjetil Jansrud (2014) und Matthias Mayer (2018), die letzten drei Weltmeister Ted Ligety (2013), Hannes Reichelt (2015) und Erik Guay (2017).
Der Kurssetzer
Mit Reto Nydegger hat ein Schweizer ausgeflaggt. Aber er ist kein Trainer bei Swiss-Ski, sondern beim starken Speed-Team Norwegens.
15.01.2016; Wengen; Ski Alpin - Weltcup Wengen 2016 - Alpine Kombination; Speedtrainer Norwegen Reto Nydegger. (Christian Pfander/freshfocus)
Bild: Christian Pfander/freshfocus
Die Tipps der Sportredaktion
In unserem internen Tippspiel liegen nach erst einem Rennen noch alle nah beisammen. Ob sich heute etwas ändert? Die Tipps der Sportredaktoren zeigen: Topfavorit ist der Österreicher Vincent Kriechmayr.

Sandro Zappella:
1. Dominik Paris
2. Aksel Lund Svindal
3. Vincent Kriechmayr

Philipp Reich:
1. Vincent Kriechmayr
2. Matthias Mayer
3. Aleksander Aamodt Kilde

Adrian Bürgler:
1. Vincent Kriechmayr
2. Josef Ferstl
3. Aleksander Aamodt Kilde

Ralf Meile:
1. Vincent Kriechmayr
2. Christof Innerhofer
3. Marco Odermatt

Das «Dark Horse» Christoph Bernet:
1. Matthias Mayer
2. Kjetil Jansrud
3. Dominik Paris
Starke Schweizer Frauen
Das Schweizer Team hat das Abfahrtstraining der Frauen am Morgen dominiert. Auf einer verkürzten Piste war Lara Gut-Behrami vor Joana Hählen am schnellsten. Corinne Suter belegte Rang 5 und Wendy Holdener Platz 9. Die Schnellste überhaupt war Jasmine Flury, die allerdings nicht alle Tore korrekt passierte.
Gestern Bronze für Corinne Suter – und heute?
Gewinnen die Schweizer im Super-G eine Medaille?
Marco Odermatts Insta-Story heute Morgen
Heute soll's nur einmal einen Schnellsten geben
Beat Feuz gibt man von den vier Schweizern die grössten Chancen. Der Abfahrts-Weltmeister von St.Moritz eröffnet den Super-G mit Startnummer 1. Das Wunschszenario ist es natürlich, dass seine Zeit von keinem anderen Athleten unterboten wird.

«Meine Form wäre da, auch in dieser Disziplin», sagt Feuz. «Trotzdem waren die Resultate nicht das Gelbe vom Ei.» Er hofft, dass ihm die Bedingungen in Are mehr zusagen als bei den Super-G im Weltcup in diesem Winter.
Beat Feuz of Switzerland speaks during a press conference of the Swiss-Ski federation at the 2019 FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden Monday, February 4, 2019. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Bild: KEYSTONE
Die anderen Schweizer
Gleich nach Feuz wird Thomas Tumler mit Startnummer 2 sein Glück versuchen. Für ihn spricht nicht viel, vielleicht entpuppt sich seine tiefe Startnummer als Vorteil und die Tatsache, dass es im Super-G regelmässig zu Überraschungen kommt. Wieso nicht heute, wieso nicht Tumler, von dessen Schwung niemand geringeres als der grosse Pirmin Zurbriggen so schwärmt?
Der Schweizer Skirennfahrer Thomas Tumler spricht an einem Point de Presse, am Freitag, 11. Januar 2019, in Adelboden. Am Wochenende finden die 63. Internationalen Adelbodner Skitage statt. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Bild: KEYSTONE
Mauro Caviezel (Startnummer 17) fuhr in Nordamerika zwei Mal aufs Podest. Der Dritte von Lake Louise und Zweite von Beaver Creek zählt ganz sicher zum grossen Kreis jener Fahrer, denen man eine Medaille zutraut. Auch wenn die Formkurve zuletzt eher in die falsche Richtung zu zeigen schien.
Austria's Max Franz (5) celebrates with Switzerland's Mauro Caviezel, left, Norway's Aleksander Aamodt Kilde (3), Norway's Aksel Lund Svindal, top right, and Italy's Dominik Paris, right, after a Men's World Cup super-G skiing race Saturday, Dec. 1, 2018, in Beaver Creek, Colo. Franz finished first, Caviezel finished second, and Kilde, Paris (6) and Lund tied for third. (AP Photo/John Locher)
Bild: John Locher/AP/KEYSTONE
Der Nidwaldner Marco Odermatt (Startnummer 16) gibt sein Debüt an einem Grossanlass bei den Erwachsenen. Sein Bestresultat in einem Weltcup-Super-G ist ein achter Platz, in der letzten Saison verblüffte er beim Weltcupfinal in Are mit Rang 11. Odermatt durfte dort starten, weil er bei der Junioren-WM Gold gewann – nebst jenem im Super-G triumphierte der 21-Jährige auch in Abfahrt, Riesenslalom und Kombination.
Der Schweizer Skirennfahrer Marco Odermatt spricht an einem Point de Presse, am Freitag, 11. Januar 2019, in Adelboden. Am Wochenende finden die 63. Internationalen Adelbodner Skitage statt. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Bild: KEYSTONE
Premiere für Ian Gut
Der kleine Bruder von Lara Gut-Behrami startet heute erstmals an einem Grossanlass – für Liechtenstein. Der 23-jährige Tessiner vollzog den Nationenwechsel, weil er im Schweizer Team nicht voran kam. Im Weltcup startete er noch nie, sein Highlight in diesem Winter war der Sieg in einem Riesenslalom an einem drittklassigen FIS-Rennen in Zinal Ende November.

Heute trägt Ian Gut die Startnummer 44. «Ich bin hier, um Erfahrungen zu sammeln und mein Bestes zu geben», sagt er im «Liechtensteiner Vaterland». Er wolle sich keine bestimmte Platzierung zum Ziel setzen, «sondern einfach gut Ski fahren und dann werden wir sehen, wohin es reicht.» Während er selber es locker nimmt, gab Lara Gut-Behrami nach ihrem neunten Platz im Super-G gestern zu, dass sie «jetzt schon mega nervös» sei.
Ian Gut prend la pose pour le photographe juste avant la reconnaissance du Slalom Hommes des Championnats Suisse de Ski Alpin, ce jeudi 24 mars 2016, a Veysonnaz au-dessus de Sion dans le canton du Valais. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bild: KEYSTONE
Die Favoriten
In den fünf Super-G des Winters gab es fünf verschiedene Sieger – das zeigt, dass das Favoritenfeld gross ist. Es umfasst mindestens ein Dutzend Namen. Die meistgenannten Anwärter sind wohl:

Vincent Kriechmayer, Österreich, Zweiter in Lake Louise und Führender der Disziplinenwertung.

Dominik Paris, Italien, Sieger in Bormio, Dritter in Beaver Creek, Kitzbühel und in der Disziplinenwertung.

Matthias Mayer, Österreich, Olympiasieger 2018, Zweiter in Bormio und in der Disziplinenwertung.

Aleksander Aamodt Kilde, Norwegen, Dritter in Beaver Creek und Bormio.

Die beiden Norweger Kjetil Jansrud und Aksel Lund Svindal treten nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte an. Jansrud, Sieger in Lake Louise, hat sich in Kitzbühel an der Hand verletzt. Svindal, Sieger in Val Gardena, verzichtete aus gesundheitlichen Gründen zuletzt auf Starts. Er wird seine Karriere nach der WM beenden.
Probleme bei der Anreise
Viele Fahrer kamen mit Verspätung in Are an – nicht so Beat Feuz. Er reiste nicht von Zürich an, sondern aus Innsbruck und erreichte den WM-Ort deshalb mit weniger Schwierigkeiten als die Teamkollegen.

«Wir waren fünfzehn Stunden unterwegs und waren am Montag erst am frühen Morgen um drei Uhr angekommen. Auch das ist nicht optimal, aber immer noch besser als für viele andere», sagte Feuz. Sicher dachte er dabei auch an Odermatt und Tumler, die wie andere in Stockholm hängenblieben.
Das Wetter heute
«Es wird ein wunderbarer Tag heute», schreiben die WM-Organisatoren auf Instagramfrüh am Morgen: «Minus 14 Grad, kein Wind, wolkenloser Himmel.»

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Die schönsten Bilder der Ski-WM in Are 2007
quelle: epa / oliver weiken
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