Sport
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Super League, 29. Runde

St.Gallen – Thun 1:2 (0:0)

YB – Lugano 1:2 (0:1)

Sion – Lausanne 0:1 (0:0)

Viel Freude bei den Spielern des FC Thun und den mitgereisten Fans ueber den Auswaertssieg, aufgenommen am Sonntag, 23. April 2017, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen gegen den FC Thun im St. Galler kybunpark. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Der FC Thun feiert mit den wenigen nach St.Gallen mitgereisten Fans. Bild: KEYSTONE

Schlusslicht Vaduz im Elend, weil Thun und Lausanne auswärts siegen

In allen drei Sonntagsspielen der Super League hat sich die Gastmannschaft durchgesetzt. Lugano überraschte bei YB, Thun siegte in St.Gallen und Lausanne gewann in Sion. Schlusslicht Vaduz hat neu schon sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.



St.Gallen – Thun 1:2

– Der FC Thun verbessert seine Lage im Abstiegskampf merklich. Nach drei Niederlagen in Serie resultiert in St.Gallen (2:1) der erst dritte Auswärtssieg der Saison. Die ersten drei Anläufe unter Interimscoach Mauro Lustrinelli hatten für die Thuner allesamt ohne Zählbares geendet. In St.Gallen wurden die Berner Oberländer, die nun sieben Punkte vor Schlusslicht Vaduz klassiert sind, für ihren grossen Aufwand belohnt. Nur dank sechs (!) teils sehenswerten Paraden von FCSG-Goalie Daniel Lopar stand es zur Pause noch 0:0.

– In der sieben Minuten danach münzte Thun seine Überlegenheit um. Nicolas Bürgy, der sich davor bei einem Zweikampf die Nase gebrochen hatte, verwandelte einen Foulpenalty souverän (50.). Zwei Minuten erzielte Dejan Sorgic seinen bereits achten Treffer im elften Spiel der Rückrunde. Der nun zwölffache Torschütze verwertete einen Corner per Kopf, Lopar hatte den Ball leicht unterlaufen. Dem mit Abstand besten St.Galler für seinen Fehlgriff einen Vorwurf zu machen, wäre aber verfehlt. Ohne den Keeper hätte die siebte Niederlage im 14. Heimspiel deutlichere Dimensionen angenommen. «Wir haben schlicht nicht mehr verdient», sagte Lopar hinterher im TV-Interview.

Viel Frust nach Spielschluss bei den Spielern des FC St. Gallen, aufgenommen am Sonntag, 23. April 2017, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen gegen den FC Thun im St. Galler kybunpark. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Der Europacup schien realistisch – nun muss St.Gallen gar aufpassen, nicht noch in den Abstiegskampf zu geraten. Bild: KEYSTONE

– St.Gallen reihte die vierte Niederlage aneinander, dazu kommen zwei Unentschieden. Das sechste Spiel ohne Sieg führte beim Heimpublikum für viel Unmut. Dieses bedachte das Team nach Schlusspfiff mit einem gellenden Pfeifkonzert dafür, dass es erst nach einer Stunde Anlaufzeit erste offensive Impulse setzen konnte. In der 63. traf Yannis Tafer – drei Minuten nach seiner Einwechslung – nach einem Abpraller zum 1:2. Mehr brachte das schwache St.Gallen nicht zustande.

YB – Lugano 1:2

– Ohne Guillaume Hoarau schiessen die Young Boys kaum Tore. Die These ist mittlerweile statistisch erhärtet. Das jüngste Beispiel liefert die 1:2-Heimniederlage gegen Lugano. Ein 0:1 gegen GC, jetzt ein 1:2 gegen das aufstrebende Lugano. Was die Fans in Bern an zwei Sonntagen nacheinander vorgesetzt bekamen, war magere Kost. Wohl bezeichnenderweise traf für YB nach 86 Minuten der junge Einwechselspieler Michel Aebischer. Zu einem Zeitpunkt, als Lugano längst höher hätte führend müssen als durch die Tore der zurzeit sehr erfolgreichen Stürmer Ezgjan Alioski (6.) und Armando Sadiku (55.).

– Lugano bestätigte sich als Team der Stunde und als Team des Frühlings. Der erste Sieger der erstaunlichen Entwicklung ist Präsident, Sportdirektor und Geldgeber Angelo Renzetti. Er entschied richtig, als er in der Winterpause nicht an Trainer Andrea Manzo festhielt, sondern diesen durch Paolo Tramezzani ersetzte. Der zweite Gewinner ist Tramezzani selbst. Er fand mit der von zwei Mittelfeldspielern unterstützten Dreierabwehr ein System, an dem sich die Gegner die Zähne ausbeissen. Vorne können sich Alioski und Sadiku entfalten.

YBs Alexander Gerndt, links, und Sven Joss, rechts, sind enttaeuscht, Luganos Spieler feiern ihren Sieg im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC Lugano, am Sonntag, 23. April 2017, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Hoch die Arme: Der Schiri pfeift ab, Luganos Spieler feiern und die YB-Spieler hadern. Bild: KEYSTONE

– Luganos jüngste Bilanzen sind imposant. In der Rückrunde haben sie sieben von elf Spielen gewonnen, die letzten vier am Stück. In Bern gewannen sie Seit dem Wiederaufstieg drei von vier Partien. Die Niederlage der Young Boys bedeutet, dass dem FC Basel am Freitag in Luzern bereits ein Punkt reicht, um vorzeitig als Schweizer Meister festzustehen.

Sion – Lausanne 0:1

– Aufsteiger Lausanne feiert im Tourbillon einen wertvollen Auswärtssieg. Dank dem 1:0 (Torschütze: Gabriel Torres in der 59. Minute) beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht Vaduz neu sieben Punkte.

L'attaquant lausannois Gabriel Arturo Torress a gauche lutte pour le ballon avec le joueur valaisan le joueur valaisan Paulo Ricardo, lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le FC Lausanne Sport , ce dimanche, 23 avril 2017, au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Olivier Maire)

Torschütze Torres bedrängt Paulo Ricardo. Bild: KEYSTONE

– Am nächsten Samstag kommt es auf der Lausanner Pontaise zur Direktbegegnung, in welcher im Abstiegskampf bereits in der siebtletzten Runde die Weichen gestellt werden könnten.

– Zum sechsten Mal in Folge setzte sich im Duell der Westschweizer Teams die Auswärtsmannschaft durch. Gestohlen war der Erfolg im gut gefüllten Tourbillon nicht. Lausanne-Sport erarbeitete sich über die ganze Spieldauer gesehen mehr Torchancen als Sion. Die Walliser verspielten durch die dritte Niederlage in den letzten vier Heimspielen eine gute Möglichkeit, den Druck auf das zweitklassierte YB zu erhöhen. Durch die Niederlage der Berner gegen Lugano hätte Sion mit einem Sieg gegen Lausanne den Rückstand zwei Wochen vor dem Direktduell auf fünf Punkte verkürzen können. (ram/sda)

Die Telegramme

St.Gallen – Thun 1:2 (0:0)
11'109 Zuschauer. – SR Schärer.
Tore: 50. Bürgy (Foulpenalty/Angha an Sorgic) 0:1. 52. Sorgic (Corner Facchinetti) 0:2. 63. Tafer 1:2.
St.Gallen: Lopar; Hefti, Haggui, Angha; Aratore, Gelmi (60. Tafer), Toko, Wittwer; Barnetta (60. Salihovic); Buess (74. Babic), Ajeti.
Thun: Faivre; Glarner, Bürgy, Schindelholz (79. Reinmann), Facchinetti; Tosetti, Hediger, Lauper, Peyretti (68. Spielmann); Sorgic, Fassnacht (87. Rapp).
Bemerkungen: St.Gallen komplett, Thun ohne Bigler, Bürki, Ferreira (alle verletzt) und Schirinzi (gesperrt). 45. Lopar lenkt Schuss von Sorgic an den Pfosten. Verwarnungen: 38. Haggui (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 49. Angha (Foul). 84. Fassnacht (Unsportlichkeit).

Young Boys – Lugano 1:2 (0:1)
13'234 Zuschauer. – SR Tschudi.
Tore: 6. Alioski (Sadiku) 0:1. 55. Sadiku (Mariani) 0:2. 86. Aebischer (Frey) 1:2.
Young Boys: Mvogo; Mbabu, von Bergen, Rochat, Joss; Schick (59. Seferi), Sanogo, Zakaria (59. Aebischer), Sulejmani; Gerndt, Frey.
Lugano: Salvi; Cümart, Sulmoni, Golemic; Crnigoj, Sabbatini, Piccinocchi (79. Rey), Mariani, Mihajlovic; Sadiku, Alioski.
Bemerkungen: Young Boys ohne Assalé, Ravet (beide gesperrt), Hoarau, Wüthrich (beide verletzt) und Bertone (krank). Lugano ohne Jozinovic, Urbano, Rosseti (alle verletzt) und Ponce (nicht im Aufgebot). 20. Freistoss von Sulejmani an die Latte. Pfostenschuss: 38. Sadiku. Verwarnungen: 26. Mbabu (Foul), 31. Sabbatini (Reklamieren), 63. Aebischer (Foul), 69. Von Bergen (Foul).

Sion - Lausanne-Sport 0:1 (0:0)
10'800 Zuschauer. - SR Pache.
Tor: 59. Torres (Kololli) 0:1.
Sion: Mitrjuschkin; Lüchinger, Zverotic (73. Karlen), Ricardo, Pa Modou; Salatic, Adão; Akolo (86. Da Costa), Constant, Carlitos; Konaté (63. Léo).
Lausanne-Sport: Castella; Lotomba, Diniz, Manière, Taiwo; Maccoppi (73. Tejeda); Ben Khalifa, Campo (78. Margairaz), Pasche, Kololli; Torres (66. Pak).
Bemerkungen: Sion ohne Bia, Follonier, Lurati, Mveng und Ziegler, Lausanne-Sport ohne Araz, Custodio, Frascatore, Gétaz, Margiotta (alle verletzt) und Monteiro (gesperrt). 45. Lattenschuss von Kololli. Verwarnungen: 17. Maccoppi (im nächsten Spiel gesperrt). 41. Diniz. 70. Ben Khalifa. 89. Pasche (im nächsten Spiel gesperrt/alle wegen Fouls).

Die Tabelle

Bild

tabelle: srf

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