YB schlägt den FCZ deutlich + GC siegt erstmals seit Mitte Dezember in der Liga
YB – FC Zürich 3:0
Die Young Boys sichern sich mit Toren in der letzten halben Stunde den 3:0-Heimsieg gegen den FC Zürich. Sandro Lauper steht mit einem Weitschuss am Ursprung des hochverdienten Sieges.
Es war ein Nervenspiel für die Young Boys, die ab Mitte der ersten Halbzeit regelmässig eine Art Powerplay aufzogen und Chance um Chance vergaben. Der 24. Schuss brachte schliesslich das Berner Glück. Sandro Lauper fasste sich in der 64. Minute ein Herz und traf aus rund 20 Metern. Für die restlichen Tore sorgte der eingewechselte Chris Bedia, der nun mit 15 Toren zusammen mit Teamkollege Christian Fassnacht die Torschützenliste der Liga anführt.
Das von Beginn weg recht einseitige Spiel wurde gänzlich zum Berner Offensivlauf, nachdem Lindrit Kamberi in der 22. Minute für ein Foul als letzter Verteidiger die Rote Karte gesehen hatte. Mit bemerkenswert vielen Strafraum-Aktionen drückte YB auf das Führungstor. Der Neuzugang Samuel Essende alleine hätte mit seinen Torchancen das Spiel entscheiden können. Unter anderem verzeichnete der beeindruckende Stürmer noch vor der Pause einen Pfostenschuss.
Was der FCZ offensiv zustande brachte, war kaum der Rede wert. Einzig die Abwehrreihe mit Goalie Silas Huber als eindeutig Bester seines Teams war auf der Höhe, auch wenn in vielen Aktionen vor dem 0:1 auch das Glück helfend zur Seite stand. Die Zürcher haben nun acht Punkte Rückstand auf die Top 6 und dürften auch angesichts der zwiespältigen Leistungen der letzten Wochen die Qualifikation für die Meisterrunde bald mal abschreiben.
Für Berner und Zürcher geht es am Mittwoch weiter: YB trifft auswärts auf Luzern und Zürich empfängt Lausanne-Sport.
Young Boys - Zürich 3:0 (0:0)
26'931 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 64. Lauper (Monteiro) 1:0. 71. Bedia 2:0. 86. Bedia (Penalty) 3:0.
Young Boys: Keller; Janko (59. Valery), Wüthrich (74. Bukinac), Lauper, Benito; Gigovic (59. Bedia), Fernandes; Fassnacht, Sanches, Monteiro (75. Virginius); Essende (74. Males).
Zürich: Huber; Kamberi, Vujevic (71. Reverson), Hack, Kablan; Tsawa, Palacio, Krasniqi (46. Ihendu); Di Giusto (46. Walker), Kény (80. Perea), Ivan Cavaleiro (59. Berisha).
Bemerkungen: 22. Rote Karte gegen Kamberi (Notbremse).
Verwarnungen: 56. Janko.
GC – Lugano 1:0
Nach acht Spielen ohne Sieg gelingt den Grasshoppers der unerwartete Befreiungsschlag. Die Zürcher gewinnen daheim in Unterzahl gegen den FC Lugano 1:0.
Das einzige Tor bringt perfekt zum Ausdruck, was die Grasshoppers am Sonntagnachmittag gegen Lugano auszeichnete. Torschütze Luke Plange und Michael Frey arbeiteten den Ball in der 12. Minute unter Einsatz des ganzen Körpers regelrecht ins gegnerische Netz. Es war der Lohn für eine engagierte Startphase, die aber offensive keine Fortsetzung fand, weil GC bald nur noch zu zehnt auf dem Feld stand.
Eine ungeschickte Abwehraktion von Abdoulaye Diaby nutzte der 34-jährige Routinier Renato Steffen. Der Zürcher Verteidiger sah Rot, und GC begann seine Abwehrschlacht, die aber weitaus weniger brutal verlief, als es die Gastgeber selber vermutet hätten. Lugano war über die meiste Zeit zu wenig zwingend. GC-Goalie Justin Hammel hatte seine beste Aktion zehn Minuten nach der Pause, als er einen Schuss von Antonios Papadopoulos parierte.
Den ersten Sieg von GC seit Mitte Dezember bezeichnete Michael Frey gegenüber «blue» als «unheimlich wichtig». «Wir haben es gut gemacht, stark zusammengehalten. Wir haben den Sieg nicht gestohlen», analysierte der Stürmer. In der Tabelle sind die Grasshoppers nun näher am drittletzten Servette (5 Punkte Rückstand) als am Schlusslicht Winterthur (10 Punkte Vorsprung).
Grasshoppers - Lugano 1:0 (1:0)
4543 Zuschauer. - SR Drmic.
Tor: 12. Plange (Frey) 1:0.
Grasshoppers: Hammel; Ngom, Diaby, Mikulic, Stroscio; Abels (89. Diarrassouba), Köhler; Plange (46. Abrashi), Meyer, Jensen (30. Hassane); Frey (70. Lee Young-Jun).
Lugano: Saipi; Zanotti (80. Pihlström), Kelvin (46. Koutsias), Papadopoulos; Cimignani (46. Mai), Bislimi, Grgic (70. Bottani), Carbone (46. Alioski); Steffen, Daniel Dos Santos; Behrens.
Bemerkungen: 19. Rote Karte gegen Diaby (Notbremse).
Verwarnungen: 67. Mai, 89. Stroscio. (riz/sda)
