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Shelby Rogers schied in New York in den Achtelfinals aus.
Shelby Rogers schied in New York in den Achtelfinals aus.
Bild: keystone

Rogers nach US-Open-Aus: «Jetzt erhalte ich wieder neun Millionen Todesdrohungen und so»

07.09.2021, 16:4907.09.2021, 17:31

Die US Open sind für Tennisspielerin Shelby Rogers nach den Achtelfinals vorbei. Trotz des Ausscheidens darf die letztjährige Viertelfinalistin von einem guten Turnier sprechen – schliesslich eliminierte die 28-jährige Amerikanerin unter anderem mit Ashleigh Barty die Weltnummer 1.

Doch nach diesem umjubelten Erfolg kehrte eine gewisse Ernüchterung ein: Mit 2:6, 1:6 unterlag Rogers der Britin Emma Raducanu. Danach sprach sie an der Medienkonferenz in New York darüber, was nun geschehen werde, wenn sie auf ihr Smartphone blicke.

«Ich werde neun Millionen Todesdrohungen und ähnliche solcher Dinge erhalten», sagte die Nummer 43 der Welt. «Sie könnten jetzt mein Profil anschauen, wahrscheinlich werde ich gerade als ‹fette Sau› bezeichnet und mit Worten, die ich jetzt nicht sagen kann.»

«Leute, die im Keller bei ihren Eltern leben»

Sie könne als mittlerweile routinierte Spielerin mit den andauernden Beschimpfungen leben, führte Rogers weiter aus. Dennoch ergänzte sie: «Ich wünsche mir, es gäbe keine sozialen Medien.» Grundsätzlich versuche sie, den Kommentaren von «Leuten, die im Keller bei ihren Eltern leben» keine Aufmerksamkeit zu schenken. «Aber manches geht einem näher, als man dies zulassen möchte.»

Spielt das Spiel trotz allem mit: Shelby Rogers postet ein Spiegel-Selfie auf Instagram.

Shelby Rogers ist kein Einzelfall, im Gegenteil. Viele Profisportlerinnen und -sportler werden auf Instagram, Twitter und Co. beleidigt und beschimpft. Die Schweizer Olympiasiegerin Belinda Bencic sagte dazu einst: «Ich finde es lustig. Von ein paar Idioten lasse ich mich nicht aufhalten. Es interessiert mich nicht.»

Bencics heikle Aufgabe

Rogers' Bezwingerin Raducanu ist Bencics Gegnerin im Viertelfinal am Mittwoch. Wann die Partie beginnt, ist noch offen.

Eine der Zukunft – und auch schon für die Gegenwart? Emma Raducanu.
Eine der Zukunft – und auch schon für die Gegenwart? Emma Raducanu.
Bild: keystone

Bencic ist gegen die Kosmopolitin – geboren in Toronto als Tochter eines Rumänen und einer Chinesin und aufgewachsen in London – die Favoritin. Doch Emma Raducanu ist trotz ihrer erst 18 Jahren keinesfalls zu unterschätzen, schliesslich ist sie eine der grössten Aufsteigerinnen des Jahres. In Wimbledon war sie als Weltnummer 338 nur dank einer Wild Card dabei, doch sie schaffte es bis in die Achtelfinals.

Mittlerweile steht sie bereits auf Platz 150 der Weltrangliste und sie wird sich dank den Erfolgen in Flushing Meadows weiter verbessern. Bencic ist gewarnt: «Ich habe viel Selbstvertrauen und mit jeder Runde wachse ich und lerne neue Dinge», sagte Raducanu nach ihrem deutlichen Sieg über Rogers.

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