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La joueuse de tennis suisse Timea Bacsinszky en action lors d'un entrainement sur un terrain de Swiss Tennis le mardi 26 mai 2020 a Bienne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Beendet ihre Laufbahn 32-jährig: Timea Bacsinszky. Bild: keystone

«Tennis, du warst die schönste Lebensschule» – Bacsinszky tritt zurück

Die Waadtländerin Timea Bacsinszky beendet im Alter von 32 Jahren ihre Karriere. Es war ein Tennisleben mit Höhepunkten und Rückschlägen.



Der Rücktritt Timea Bacsinszkys kommt nicht überraschend. Ihre letzte Partie auf der WTA Tour bestritt die Waadtländerin im September 2019. Dass Verletzungen und am Ende die Corona-Pandemie das Karrierenende beschleunigten, passt zum nicht immer einfachen Werdegang des einstigen Wunderkindes. Dennoch geht die zweifache French-Open-Halbfinalistin, ehemalige Nummer 9 der Welt und Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Doppel (mit Martina Hingis) von 2016 ohne Bitterkeit.

Auf Instagram adressierte Bacsinszky eine eigentliche Liebeserklärung an den Tennissport. «Als kleines Mädchen konnte ich mir nicht vorstellen, mit dir so viele schöne Dinge zu erleben», schrieb sie. «So viele Emotionen. So viel gelernt, gerade auch über mich. Du warst die schönste Lebensschule und ich kann dir nie genug danken.»

Die Beziehung zum Spitzensport war für Bacsinszky nicht immer so einfach. Sie fühlte sich zu Beginn ihrer Karriere von ihrem Vater unter Druck gesetzt und brach schliesslich komplett mit ihm. Nach einer schweren Fussverletzung nahm sie 2013 eine Auszeit vom Tennis und begann eine Schnupperlehre in einem Luxushotel in Villars-sur-Ollon. Zur eigenen Überraschung schaffte sie es aber am French Open noch ins Qualifikationsturnier und griff wieder zum Schläger.

Timea Bacsinszky, right, and Martina Hingis, left, pose with their silver medal in the women’s Tennis Doubles tournament during a medal celebration celebrating  in the House of Switzerland at the Rio 2016 Olympic Games in Rio de Janeiro, Brazil, on Sunday, August 14, 2016. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

2016 gewann sie an der Seite von Martina Hingis (links) Olympia-Silber im Doppel. Bild: KEYSTONE

Unvergessenes Drama gegen Serena Williams

Danach startete die Lausannerin mit Wurzeln in Ungarn erst richtig durch – diesmal ohne Druck und aus eigenem Antrieb. Am bekanntesten ist Bacsinszky wohl für eine Niederlage. Im Halbfinal am French Open 2015 führte sie gegen die Weltnummer 1 und spätere Siegerin Serena Williams bei eigenem Service 6:4 und 3:2.

Die Amerikanerin schien körperliche Probleme zu haben und schlich sehr theatralisch nur noch über den Platz – gewann aber die letzten zehn Games. Im Final wäre Bacsinszky gegen die Tschechin Lucie Safarova (WTA 13) nicht die Aussenseiterin gewesen.

Bacsinszky apr

Ein Herz trotz des Ausscheidens: Bacsinszky nach dem French-Open-Halbfinal 2015. Bild: keystone

Vier WTA-Turniersiege

Danach erreichte sie 2017 nochmals einen French-Open-Halbfinal (Niederlage in drei Sätzen gegen Jelena Ostapenko) sowie Viertelfinals 2015 in Wimbledon und 2016 in Paris. Auf der WTA Tour gewann Bacsinszky vier Turniere im Einzel, dazu ist sie mit 20 Siegen im Einzel die zweiterfolgreichste Spielerin in der Schweizer Fed-Cup-Geschichte (20 Siege im Einzel, 8 im Doppel).

Die letzten sechs Partien auf der WTA Tour verlor Bacsinszky 2019. Danach litt sie unter Rückenproblemen, und als eine Rückkehr auf die Tour nahe schien, wurde sie von der Corona-Pandemie gestoppt. Nun zog sie den Schlussstrich. Sie dankte all ihren ehemaligen Trainern und Begleitern und erklärte, sie sei stolz auf das, was sie erreicht habe. Doch nun sei es «Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen». (ram/sda)

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