Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07669284 Britain's Andy Murray (L) celebrates with Feliciano Lopez of Spain (R) after winning their mens doubles final match against Britain's Joe Salisbury and Rajeev Ram at the Fever Tree Championship at Queen's Club in London, Britain, 23 June 2019.  EPA/WILL OLIVER

Andy Murray und Feliciano Lopez freuen sich über ihren Doppel-Titel. Bild: EPA

Doppel-Titel statt Karriere-Ende – Andy Murrays wundersame Rückkehr

Andy Murray gelingt am ATP-Turnier im Londoner Queen's Club im Doppel das perfekte Comeback. Sein Partner Feliciano Lopez siegt zudem im Einzel.



In Halle avancierte Roger Federer am Sonntag mit 37 Jahren und 319 Tagen zum ältesten Turniersieger seit 1977 und dem damals 43-jährigen Ken Rosewall. Im Londoner Queen's Club schaffte Feliciano Lopez gleichentags Vergleichbares. Der spanische Rasenspezialist, der nur dank einer Wildcard ins Tableau fand, errang mit 37 Jahren und 276 Tagen seinen siebten ATP-Titel. Er bezwang im Final den Franzosen Gilles Simon 6:2, 6:7 (4:7), 7:6 (7:2).

Der Triumph im Einzel war nicht Lopez' einziger Exploit am Rasenturnier in London. Mit Rückkehrer Andy Murray gewann der in der Weltrangliste vom 113. auf den 53. Platz vorrückende Spanier zudem die Doppelkonkurrenz. Lopez/Murray schlugen im Final das amerikanisch-britische Duo Rajeev Ram/Joe Salisbury 7:6 (8:6), 5:7, 10:5.

abspielen

Die Reaktionen auf den Sieg von Lopez/Murray. Video: YouTube/LTA

Mit dem Turniersieg im Doppel krönte Murray sein Comeback nach einer neuerlichen Hüft-Operation, der er sich nach dem Australian Open unterzogen hatte. Seither ist sein Hüftgelenk aus Metall – Murray dachte, er könne nie wieder Tennis spielen und verkündete damals unter Tränen seinen Rücktritt.

Doch die OP verlief so gut, dass sich Murray entschied, wieder professionell Tennis zu spielen. Nach dem Turniersieg im Queen's Club zeigte sich der Schotte gerührt: «Das ist anders für mich und spezieller als viele der Einzel-Turniere, die ich gewonnen habe.»

abspielen

Einige der besten Murray-Schläge im Queen's Club. Video: YouTube/Tennis TV

Murray, der zum ersten Mal seit 2011 wieder ein Doppel-Turnier gewann, konnte endlich wieder schmerzfrei aufspielen: «Meine Hüfte fühlt sich grossartig an, da war kein Schmerz.» Dass er mit einer Metall-Hüfte gewonnen habe, sei auch mental äusserst wertvoll.

Nun plant der ehemalige Weltranglisten-Erste auch eine Rückkehr im Einzel. In Wimbledon wird der 32-jährige Schotte aber nur im Doppel (mit Pierre-Hugues Herbert) und voraussichtlich im Mixed antreten. Es haben sich bereits einige Frauen zum Doppel angeboten, unter anderem Maria Scharapowa und Barbora Strycova.

Britain's Andy Murray plays a return during his men's doubles final tennis match with Spain's Feliciano Lopez against Britain's Joe Salisbury and the United State's Rajeev Ram at the Queens Club tennis tournament in London, Sunday June 23, 2019. (AP Photo/Tim Ireland)

Andy Murray hechtet dank seiner Metall-Hüfte wieder schmerzfrei über den Tennisplatz. Bild: AP

Zudem könnte Murray beim Final-Turnier des Davis Cups spielen, dort ist Grossbritannien dank einer Wild Card dabei und Andy könnte an der Seite von Bruder Jamie spielen. «Ich würde den Davis Cup liebend gerne spielen. Jede Möglichkeit, für sein Land zu spielen, ist sehr speziell», so der dreifache Grand-Slam-Sieger.

«Ich bin sehr, sehr glücklich, das Leben schmerzfrei zu geniessen. »

Andy Murray

Den Zeitpunkt des Einzel-Comebacks lässt er weiter offen. Möglich, dass er bei der nach seiner Familie benannten Murray Trophy in Glasgow zurückkehren wird. Das Challenger-Turnier findet im September statt. (zap/sda)

Die grössten Erfolge von Andy Murray

Roger Federer lädt sich die watson-App herunter

Play Icon

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ritiker K. 24.06.2019 11:00
    Highlight Highlight "Dass er mit einer Mental-Hüfte gewonnen habe, sei auch mental äusserst wertvoll."

    Seine Mental-Hüfte ist metall äusserst wertvoll - äh - wait...
    • Loco Floco 24.06.2019 11:15
      Highlight Highlight Ach wie schön Rechtschreibfehler sein können!
    • Sandro Zappella 24.06.2019 11:21
      Highlight Highlight Ich habe offenbar mal wieder das Spiel "Ich verstecke den Fehler und das Korrektorat muss ihn finden" gewonnen :)

Unvergessen

Federer nach seinem ersten Sieg gegen eine Nummer 1: «Jetzt will ich in die Top 10»

30. März 2002: Im Halbfinal von Key Biscayne sorgt ein aufstrebender Baselbieter für Schlagzeilen. Roger Federer besiegt mit Lleyton Hewitt zum ersten Mal in seiner Karriere die Weltnummer 1 und nähert sich langsam den Top Ten.

Roger Federer, der junge Schweizer mit dem Stirnband und den langen Haaren, ist im Jahr 2002 noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Zwar wird ihm grosses Talent nachgesagt, doch die in ihn gesteckten Erwartungen kann der 20-Jährige noch zu selten erfüllen. Ende März gelingt ihm nach dem historischen Sieg gegen Pete Sampras in Wimbledon 2001 aber eine weitere Sensation.

Im Halbfinal des Miami Masters in Key Biscayne besiegt der aufstrebende Federer zum ersten Mal die Nummer 1 der Welt. 6:3, 6:4 …

Artikel lesen
Link zum Artikel