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Amateure gegen Tennis-Profis? Keine Chance, sagt Andy Roddick

Roger Federer, of Switzerland, right, and Andy Roddick hold their trophies after Federer defeated Roddick 6-2, 7-6 (2), 6-4 to win the Mens' Singles Final on Centre Court at Wimbledon Sunday, Jul ...
Andy Roddick nach der Finalniederlage bei Wimbledon 2005 gegen Roger Federer.Bild: AP

Du glaubst, du kannst einem Tennisprofi ein Game abnehmen? Da kann Andy Roddick nur lachen

Können Amateure gegen Tennis-Profis ein Game gewinnen? Andy Roddick und Andrea Petkovic haben eine klare Meinung.
14.08.2023, 10:4014.08.2023, 13:00
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Es ist die ewige Frage im Tennis: Wie gut könnten Amateurspieler mit Profis mithalten? Wären sie in der Lage, einer professionellen Spielerin oder einem professionellen Spieler ein Game abzunehmen? Das Selbstvertrauen der Amateure scheint gross. Gemäss einer neuen Umfrage glauben 71 Prozent der Tennisspieler in den USA, dass sie dies schaffen würden. Bei den Spielern und Spielerinnen zwischen 18 und 24 Jahren ist die Quote mit 81 Prozent gar noch höher. Und selbst bei den Ü55-Spielern glauben 47 Prozent daran, dass sie einem Profi ein Game abnehmen könnten.

Mit diesen Zahlen konfrontiert, kann Andy Roddick nur ungläubig den Kopf schütteln und lachen. «Das ist absurd», sagt die ehemalige Weltnummer 1. «Wenn ich so viel Selbstvertrauen gehabt hätte wie diese Leute, dann hätte ich Wimbledon 17 Mal gewonnen, mindestens.» Die Amateure hätten keine Chance, betont Roddick beim «Tennis Channel». Er habe selbst einmal gegen den Meister der Ohio University gespielt, um eine ähnliche These zu testen, und: «Ich habe ihn mit einer Bratpfanne statt eines normalen Schlägers bezwungen.»

Roddick und Petkovic lachen über das Selbstvertrauen der Amateure. Video: YouTube/Tennis Channel

Der Gegner habe gegen ihn vier Games geholt. Eine echte Erfolgsstory für ihn, scherzt Roddick. Der Grand-Slam-Sieger betont immer wieder, wie absurd diese Umfrageergebnisse seien: «Ich bin 40 Jahre alt und habe auf der Tour 32 Titel gewonnen und ich würde heute gegen Novak Djokovic nicht ein Game gewinnen.»

Unterstützung erhält der US-Amerikaner auch von Andrea Petkovic. Die zurückgetretene Deutsche erzählt, dass sie nun gerne auch gegen Amateure spiele. Beim Einspielen seien diese jeweils erfreut, dass sie gut mithalten können, doch: «Sobald es um Punkte geht, lasse ich ihnen nicht einen Punkt.»

Sie sei schliesslich Profi gewesen, es sei in ihren Kopf eingraviert, dass sie immer gewinnen wolle, erklärt Petokovic. Sie könne nicht einfach Punkte wegschenken. Roddick gibt zu: «Ein Punkt ist ok, Doppelfehler oder so können immer passieren. Aber ein Game? Vier Punkte ziemlich rasch hintereinander? Keine Chance. Das ist das dümmste Gespräch, das wir hier jemals führten.» (abu)

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quelle: keystone / thibault camus
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62 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Forrest Gump
14.08.2023 11:06registriert Februar 2014
Dass man sich als 18 jähriger so überschätzt, kann ich ja noch nachvollziehen. Man ist allenfalls wenigstens körperlich einigermassen nah am Level eines Profis. Dass man mit ü55 noch so realitätsfern ist, ist mir ein Rätsel. Bestätigt aber so einiges, was man z.B. im Gym oder auch im Strassenverkehr beobachtet..
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Crocodile Hundi
14.08.2023 11:34registriert Dezember 2016
Ich behaupte nicht all zu schlecht im Tischtennis zu sein. Ich dachte sogar mal, dass ich ziemlich gut bin obwohl ich nie im Klub war.
Bis ich die Chance hatte gegen den u10 Schweizermeister (sein Kopf reichte knapp über die Tischplatte) zu spielen. Ich konnte keinen einzigen Ball retournieren. Keinen!
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besserwisser#99
14.08.2023 11:06registriert September 2019
Energy Radio Moderator Moser, versuchte es einmal gegen einen U15 Junior - keine Chance. Nach gefühlt 20x 0:6, schaffte er es am Ende, weil der Junior mit der falschen Hand spielte. Und auch dieses Game war noch hart umkämpft…
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