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Serena Williams will beim US Open endlich ihren 24. Grand-Slam-Titel gewinnen.
Serena Williams will beim US Open endlich ihren 24. Grand-Slam-Titel gewinnen.Bild: AP

Serena Williams kriegt neue US-Open-Unterlage nach Hause geliefert

18.06.2020, 13:0719.06.2020, 06:21

Bereits 23 Grand-Slam-Titel hat Serena Williams in ihrer langen Karriere gewonnen. Doch das ist ihr nicht genug. Um die Bestmarke von Margaret Court zu egalisieren und als «GOAT» («Grösste aller Zeiten») in die Geschichte eingehen zu können, muss die mittlerweile 38-jährige Amerikanerin noch mindestens einmal an einem Major-Turnier triumphieren.

Zuletzt gelang ihr das Kunststück vor über drei Jahren, 2017 gewann sie das Australian Open. Seither jagt Williams dem verflixten 24. Titel nach. In Wimbledon und beim US Open scheiterte sie je zweimal erst im Final.

Unvergessen: Williams' emotionaler Ausbruch im US-Open-Final 2018 gegen Naomi Osaka.Video: YouTube/ABC News

In Flushing Meadows nimmt Williams ab dem 24. August einen neuen Anlauf. Gestern bestätigten die Veranstalter auf einer Pressekonferenz, dass das Turnier unter strengen Hygienemassnahmen stattfinden wird. Während Topspieler wie Novak Djokovic, Rafael Nadal, Ashleigh Barty oder Simona Halep die Durchführungspläne in Frage stellten, sicherte Williams gestern in einer Video-Botschaft ihre Teilnahme bereits zu.

Damit Williams und hoffentlich auch die anderen Stars zusagen, haben die Veranstalter einige Eingeständnisse machen müssen. Statt nur einer Begleitperson dürfen die Spieler nun drei dabei haben. Für Williams besonders wichtig, da sie ansonsten ihre zweijährige Tochter Alexis Olympia drei Wochen nicht hätte sehen dürfen. Angenehm ist für die Stars zudem, dass die Einquartierung in den zwei offiziellen Turnier-Hotels nicht mehr obligatorisch ist. Wer es sich leisten kann, darf sich – wie es auch in Wimbledon üblich ist – ein Privathaus mieten.

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Auch sportlich wird Williams der rote Teppich ausgelegt. Wie jedes Jahr wird beim US Open auf einem komplett neuen Hartbelag gespielt, für die kommende Austragung ist dafür zum ersten Mal seit 42 Jahren ein neuer Hersteller zuständig. Damit sich Williams optimal auf das Turnier vorbereiten kann, wurde der sechsfachen New-York-Siegerin der neue Belag bereits jetzt zur Verfügung gestellt.

«Ich kann bestätigen, dass die neue Laykold-Unterlage zu Serenas Haus geliefert worden ist. Sie hat einen Platz in ihrem Garten und trainiert bereits darauf», erklärte Turnierdirektorin Stacey Allaster gestern auf der Pressekonferenz ohne Umschweife. Wie das Prozedere dabei genau ablief, erläuterte Allaster nicht. Auch führte sie nicht aus, ob Williams für die Unterlage selbst aufkommen musste oder nicht.

Die Pressekonferenz in voller Länge.Video: YouTube/US Open Tennis Championships

Selbst wenn nicht – die Grand-Slam-Rekordjägerin hat sich einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen können. Während ihre Konkurrentinnen erst eine Woche vor dem US Open im Rahmen des Western & Southern Open, das von Cincinnati nach New York verlegt wurde, auf dem neuen Hartbelag spielen können, hat Williams zwei Monate Zeit, sich an die neue Unterlage zu gewöhnen.

Die Veranstalter nehmen diese Wettbewerbsverzerrung zumindest billigend in Kauf. Sie haben mit Williams' Zusage, was sie nach der öffentlichen Debatte unter den Spielern um Sinn oder Unsinn einer Durchführung dringend gebraucht haben, ein Zugpferd, über das dank des möglichen Grand-Slam-Rekords ausführlich berichtet und gesprochen wird.

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Prodigy
18.06.2020 13:27registriert Oktober 2017
Seit der Story mit der Japanerin ist sie bei mir unten durch. Sellten so eine unfaire Situation erlebt wo man eigenes Unvermögen auf den Ref ablädt und der Konkurrentin jede Freude am Final nimmt.
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Score
18.06.2020 15:14registriert Mai 2017
Das Grenz doch schon fast an Wettbewerbsverzerrung oder ist das übertrieben von mir? Aber als einzige von allen Spielerinnen darf sie den neuen Boden nach belieben Testen und Erfahrungen sammeln? Also gerade Fair tönt das ja nicht...
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Darkside
18.06.2020 15:55registriert April 2014
Das zeigt einmal mehr deutlich, dass es nicht mehr um den Sport, sondern nur noch um die Kohle geht.
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