Sport
Novak Djokovic

Boris Becker: Novak Djokovic spricht über Urteil gegen Ex-Trainer

Novak Djokovic spricht über Urteil gegen Ex-Trainer Boris Becker: «Herz gebrochen»

Drei Jahre lang war Boris Becker Coach des Serben, der «Djoker» feierte mit ihm grosse Erfolge. Nun hat sich Novak Djokovic zum Gerichtsurteil gegen seinen ehemaligen Trainer geäussert – mit bewegenden Worten.
01.05.2022, 22:1201.05.2022, 22:12
Ein Artikel von
t-online

Der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic hat sich bestürzt über die Haftstrafe von zweieinhalb Jahren gegen seinen früheren Trainer Boris Becker gezeigt. «Es hat mir das Herz gebrochen. Er ist ein langjähriger Freund, er war drei Jahre lang mein Trainer, er ist jemand, der mir nahe steht und der viel zu meinem Erfolg beigetragen hat», sagte Djokovic am Rande des Masters-Turniers in Madrid. «Als Freund» sei er «sehr traurig».

Er hoffe, führte der Serbe aus, dass Becker «diese Zeit überstehen wird und dass er, wenn er aus dem Gefängnis entlassen wird, sein Leben leben kann.» Er bete für Becker und äusserte seine Hoffnung, dass es dem 54-Jährigen «in Bezug auf seine geistige Gesundheit gut geht, denn das wird der schwierigste Teil sein.»

Becker, der zwischen 1985 und 1996 sechs Grand-Slam-Titel gewonnen hatte, war von Ende 2013 bis Ende 2016 der Erfolgstrainer von Djokovic.

Becker war am Freitag vor einem Londoner Gericht verurteilt worden, er musste seine Strafe unmittelbar antreten. Ihm werden Vergehen in seinem seit 2017 laufenden Insolvenzverfahren zur Last gelegt. Dabei geht es um eine vermeintliche Nicht-Offenlegung von Besitztümern und die Verschleierung von Schulden. Die Jury des Gerichts hatte ihn in vier von 24 Anklagepunkten schuldig gesprochen.

(dd,sid)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Boris Becker - Aufstieg und Fall
1 / 39
Boris Becker - Aufstieg und Fall
Gerade einmal 16 Jahre alt ist Boris Becker, als seine Karriere als Profi-Tennisspieler beginnt. Im Jahr 1984 schafft er es in Wimbledon bis in die dritte Runde und beim Australian Open sogar ins Viertelfinale. (AP Photo/Robert Dear)
quelle: ap / bob dear
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7
Wer entschied, dass Kevin Fiala nicht an der Heim-WM spielen kann? «Es ist kompliziert»
NHL-Stürmer Kevin Fiala reichte die Zeit nach seiner schwerwiegenden Beinverletzung an den Olympischen Spielen nicht aus, rechtzeitig für die Heim-WM wieder fit zu werden. Nun sprach er in einer Medienrunde über seine Gefühlslage.
Die Anspannung ist ihm ins Gesicht geschrieben, als der verletzte NHL-Stürmer Kevin Fiala vor dem Spiel gegen Grossbritannien, mit einer stützenden Schiene am Bein, überraschend die Garderobe der Schweizer Nationalmannschaft betritt und die startenden sechs Spieler verkünden darf. Tags zuvor kam die Ehre dem ebenfalls verletzten Andrea Glauser zuteil, der die Spielernamen besonders emotional bekannt gegeben hatte. «Er hatte einen super Job gemacht. Und ich muss sagen: Ich war nervöser, als wenn ich gespielt hätte. Es war lustig», sagte Fiala hinterher.
Zur Story