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American professional tennis player Sam Querrey competes against Italian professional tennis player Fabio Fognini during the first round of 2019 Rolex Shanghai Masters, in Shanghai, China, 7 October 2019. Italian professional tennis player Fabio Fognini defeated American professional tennis player Sam Querrey with 2-0 at the first round of 2019 Rolex Shanghai Masters, in Shanghai, China, 7 October 2019.  Local Caption  fachaoshi Fabio Fognini defeats Sam Querrey at first round of 2019 Rolex Shanghai Masters PUBLICATIONxINxGERxAUTxSUIxONLY 772077043644629250

Sam Querrey hatte keine Lust auf einen Spitalbesuch in Russland. Bild: www.imago-images.de

Querrey positiv auf Corona getestet – so begann seine filmreife Flucht aus St.Petersburg



Flucht mit dem Privatjet aus Russland, in ein unbekanntes europäisches Land – was sich anhört wie ein James-Bond-Film aus der Zeit des Kalten Krieges ist in Tat und Wahrheit die brandaktuelle Geschichte von Tennisspieler Sam Querrey. Die amerikanische Weltnummer 49 wurde noch vor seinem Auftaktmatch beim ATP-500-Turnier in St.Petersburg positiv auf das Coronavirus getestet. Wie in solchen Fällen üblich wurde der 33-Jährige aus dem Turnier ausgeschlossen und er musste sich in Quarantäne begeben.

Zusammen mit Ehefrau Abby und ihrem 8-monatigen Sohn Ford sollte Querrey in einem Fünf-Sterne-Hotel für 14 Tage isoliert werden. Gemäss dem renommierten Tennis-Journalisten Ben Rothenberg von der «New York Times», der Querreys Story auf Twitter aufrollte, alles noch kein Problem – doch dann bekam Querrey einen unerwarteten Anruf von den russischen Gesundheitsbehörden.

Dabei soll Querrey mitgeteilt worden sein, dass ein Arzt eine weitere Untersuchung vornehmen würde und er sowie seine Familie bei erkennbaren Symptomen in ein Spital gebracht werden könnten. Da schrillten beim Wimbledon-Halbfinalisten von 2017, der wie seine Frau leichte Symptome gezeigt haben soll, offenbar die Alarmglocken. Querrey organisierte kurzerhand einen Privatjet und liess sich und seine Familie über die russische Grenze bringen.

Wo sich die Querreys momentan genau befinden, ist nicht bekannt. Rothenberg schrieb auf Twitter, dass sie in einem «nahegelegenen europäisches Land» abgesetzt wurden, wo kein negativer Test für die Einreise erforderlich sei. Dort wohne der Amerikaner mit Frau und Kind nun in einer Airbnb-Wohnung. Den Standort will Querrey nicht verraten, da die örtlichen Behörden «nicht weiter verwickelt» werden sollen.

Bereits zum Fall Querrey geäussert hat sich die ATP. Sie spricht von einem «schweren Regelverstoss» und dass der Fall «sehr ernst genommen» werde und «Ermittlungen laufen». Mit welchen Konsequenzen Querrey genau rechnen muss, ist noch nicht bekannt. Gemäss des ATP-Corona-Protokolls könnte dem «Uncle Sam» eine Sperre von bis zu drei Jahre und eine Busse von bis 100'000 Euro drohen. Derzeit befindet sich der 10-fache Turniersieger aber noch immer auf der Entry List des ATP-1000-Turniers in Paris-Bercy, das am 2. November beginnen soll. (pre)

Mehr zum Corona-Umgang im Tennis:

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
In vino veritas
15.10.2020 15:16registriert August 2018
Oha, da ist ihm ja plötzlich Angst und bange geworden. Eine unerwartete Dopingkontrolle auf wasweissichwas könnte ja auch etwas unangenehmes zu Tage bringen...
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Ratatvisker
15.10.2020 14:21registriert January 2018
Wieso um himmelswillen flieht der vor einer medizinischen Untersuchung??? Macht keinen Sinn ausser er wäre gedopt?
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