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Switzerland's Roger Federer reacts as he plays Latvia's Ernests Gulbis during their fourth round match of  the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium, in Paris, France, Sunday, June 1, 2014. (AP Photo/David Vincent)

Bild: David Vincent/AP/KEYSTONE

Roger Federer

«Ich bereue vieles heute, das ist hart zu verdauen» 

Roger Federer ärgert sich an der Pressekonferenz nach der Partie über seine Niederlage. Erstmals seit zehn Jahren scheidet er im Bois du Boulogne wieder vor den Viertelfinal aus. 



Ein niedergeschlagener Roger Federer erscheint nach der Fünfsatz-Niederlage gegen Ernests Gulbis im Bauch des Philippe Chatrier zur Pressekonferenz. «Ich bereue vieles heute, das ist hart zu verdauen», sagt der Schweizer und spielt damit wohl insbesondere seine grosse Chance beim ersten Satzball im zweiten Durchgang an. «Das kann ich mir nicht erklären. Diese Wende war entscheidend.»

Im fünften Satz gewinne halt nicht immer der bessere Spieler: «Er hat seine Chance genutzt.» Federer selbst verlor zuvor in Roland Garros noch nie eine Partie über die Maximaldistanz.

PARIS, FRANCE - JUNE 01:  Roger Federer of Switzerland waves to the crowd as he leaves the court following his defeat in his men's singles match against Roger Federer of Switzerland on day eight of the French Open at Roland Garros on June 1, 2014 in Paris, France.  (Photo by Matthew Stockman/Getty Images)

Roger Federer verabschiedet sich so früh wie seit zehn Jahren nicht mehr aus Paris. Bild: Getty Images Europe

Die Enttäuschung sei besonders gross, weil er sich «wirklich in Form gefühlt» habe und «ich hier einiges mehr hätte erreichen können». Verärgert sei es aber nicht wirklich: «Diese Niederlage passt mir gar nicht, auch wenn ich nicht gut spielte. Ich bin froh, wenn ich jetzt möglichst bald weg kann von hier. Aber: Ich habe an diesem Turnier viele wichtige Antworten erhalten.»

Der Schweizer möchte sich jedoch nicht zu lange mit dem bitteren Aus beschäftigen. Vermutlich spielte auch die nicht optimale Vorbereitung mit der Geburt der Zwillinge Leo und Lenny eine Rolle. Ein so freudiges Ereignis beeinträchtigt das Training logischerweise. Alles hinterfragen und den nächsten Abgesang auf den Baselbieter anstimmen, ist wohl der falsche Weg. «In meinem Kopf denke ich schon an die Rasen-Saison. Ich muss vorwärts schauen.»

Switzerland's Roger Federer reacts during a press conference after losing to Latvia's Ernests Gulbis in a fourth round match of  the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium, in Paris, France, Sunday, June 1, 2014. Gulbis won 6-7, 7-6, 6-2, 4-6, 6-3. (AP Photo/Michel Euler)

Enttäuscht, aber nicht verärgert: Roger Federer. Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Nächste Station ist Halle, wo der 32-Jährige seinen Titel verteidigen muss, dann geht es zum dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres nach London: «kann Wimbledon noch immer gewinnen», erklärt der 17-fache Major-Sieger. 

Wie immer: Um Häme muss man sich bei Niederlagen nicht kümmern.

Gulbis: «Der grösste Sieg meiner Karriere»

Ernests Gulbis dagegen ist nach seinem zweiten Sieg gegen Federer im vierten Spiel natürlich happy: «Das ist der grösste Sieg meiner Karriere», posaunt er beim Platzinterview gar. Er habe gut serviert und die Weltnummer 4 immer in Bewegung gehalten. Die Zuschauer hatten davor die Sympathien deutlich auf Seiten des Schweizers, was dem Letten natürlich nicht verborgen blieb: «Es tut mir leid, dass ich euch etwas enttäuschen musste. Ich weiss, ihr liebt Federer. Aber das ist Sport

Im Viertelfinal trifft Gulbis, der in diesem Jahr schon in Marseille und Nizza in Frankreich sehr erfolgreich spielte, auf Tomas Berdych: «Da werde ich wohl etwas mehr Fans haben als heute.» 

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