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Emma Aicher gewinnt Super-G in Tarvisio – Schweizerinnen enttäuschen

Super-G der Frauen, Tarvisio
1. Emma Aicher (GER) 1.14,04
2. Lindsey Vonn (USA) +0,27
3. Ester Ledecka (CZE) +0,94

13. Joana Hählen (SUI) +1,53
24. Corinne Suter (SUI) +1,93
26. Jasmine Flury (SUI) +2,05
29. Malorie Blanc (SUI) +2,11
31. Stefanie Grob (SUI) +2,17
35. Janine Schmitt (SUI) +2,43

36. Alice Robinson (NZL) +2,45
40. Sina Fausch (SUI) +2,69
44. Jasmina Suter (SUI) +2,81
49. Priska Ming-Nufer (SUI) +3,31
Out: u. a. Delia Durrer (SUI).
Germany's Emma Aicher celebrates at the finish area of an alpine ski, women's World Cup Super G, in Tarvisio, Italy, Sunday, Jan. 18, 2026. (AP Photo/Marco Trovati)
Emma Aicher
Grosser Jubel bei der deutschen Allrounderin: Emma Aicher gewinnt den Super-G in Tarvisio.Bild: keystone

Aicher gewinnt Super-G in Tarvisio vor Vonn – Schweizerinnen enttäuschen erneut

Emma Aicher feiert beim Super-G in Tarvisio ihren zweiten Weltcupsieg in dieser Saison. Die 22-jährige Deutsche setzt sich gegen die 19 Jahre ältere Amerikanerin Lindsey Vonn durch. Die Schweizerinnen beziehen eine weitere Schlappe.
18.01.2026, 13:0618.01.2026, 13:35

Für Aicher ist es der vierte Sieg auf höchster Stufe, der zweite im Super-G und der zweite in dieser Saison nach dem Triumph in der Abfahrt in St. Moritz. Wie schon im Engadin distanzierte die Allrounderin Vonn im Duell der Generationen um rund eine Viertelsekunde. In der italienischen Skistation machte Aicher den Unterschied im letzten Streckenabschnitt.

Die Tschechin Ester Ledecka komplettierte das Podest mit bereits 0,94 Sekunden Rückstand auf die Siegerin und fuhr zum ersten Mal in dieser Saison in die Top-3. Für Vonn ist es der 145. Podestplatz im Weltcup. Die Amerikanerin führt damit ihre eindrückliche Serie an Podestplätzen weiter. Bei acht Rennstarts in dieser Saison verpasste sie das Podest lediglich einmal – als Vierte im Super-G in St. Moritz.

Das sagt Linsey Vonn:

«Emma hat einen Superlauf gezeigt und ich hatte unten nicht die beste Linie, das ärgert mich schon. Aber ein weiteres Podest fühlt sich gut an.»

Die Schweizerinnen konnten wie schon in Val d'Isère nicht mit der Spitze mithalten. Als beste Athletinnen von Swiss-Ski klassierte sich Joana Hählen im 13. Rang, womit sie wie Jasmina Suter (12. in St. Moritz) die Hälfte der Selektionskriterien für die Olympischen Spiele erfüllt. Malorie Blanc ist die einzige Schweizerin, die das Ticket für Cortina d'Ampezzo dank Platz 6 in St. Moritz auf sicher hat. Corinne Suter (24.), Jasmine Flury (26.) und Blanc (29.) holten ebenfalls Weltcup-Punkte.

Das sagt Joana Hählen:

«Es ist um viel gegangen, aber ich habe mir gesagt: Es ist eine Chance, um etwas zu gewinnen, zu verlieren habe ich nichts. Vollgas zu geben war also die einzige Option.»

Eine Schrecksekunde erlebte Alice Robinson. Die als Führende der Disziplinenwertung ins Rennen gegangene Neuseeländerin verlor nach dem Zielsprung und beim Versuch, das letzte Tor korrekt zu passieren, die Kontrolle und verdrehte sich das linke Knie. Ob dieses in Mitleidenschaft gezogen wurde, war zunächst nicht klar. Robinson konnte den Zielraum ohne Hilfe verlassen. (nih/sda)

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