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Ein Bild, an das man sich gewöhnen muss: leere Tennisstadien.
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Bild: keystone

Wer ist Favorit? Gibt es künstliche Stimmung? 8 Fragen und Antworten zum US Open

Heute Abend geht das US Open los – unter besonderen Bedingungen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen vor dem Turnierstart.
31.08.2020, 16:2303.09.2020, 14:26

Kein Roger Federer. Kein Rafael Nadal. Keine Belinda Bencic. Keine Fans. Das US Open findet dieses Jahr unter extrem ungewöhnlichen Bedingungen statt. Sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen gibt es eine lange Liste von Stars des Tennissports, die gar nicht erst nach New York gereist sind. Und auch in den Stadien wird einiges anders sein.

Welche Stars fehlen am US-Open?

Die Liste der Absenzen beim US Open in Flushing Meadows ist lang. Einige Spieler (wie Roger Federer) sind verletzt, andere waren nicht bereit, in die USA zu reisen und fokussieren sich deshalb auf die Sandplatzsaison in Europa (wie Belinda Bencic, Stan Wawrinka oder Rafael Nadal).

Liste der Absenzen bei den Männern:

  • Rafael Nadal (ESP/Weltnummer 2)
  • Roger Federer (SUI/3)
  • Gaël Monfils (FRA/9)
  • Fabio Fognini (ITA/11)
  • Stan Wawrinka (SUI/17)
  • Kei Nishikori (JAP/31)
  • Nick Kyrgios (AUS/40)
  • Jo-Wilfried Tsonga (FRA/49)
Rafael Nadal und Roger Federer sind in New York beide nicht dabei.
Rafael Nadal und Roger Federer sind in New York beide nicht dabei.
Bild: AP

Liste der Absenzen bei den Frauen:

  • Ashleigh Barty (AUS/Weltnummer 1)
  • Simona Halep (ROU/2)
  • Elina Switolina (UKR/5)
  • Bianca Andreescu (CAN/6)
  • Kiki Bertens (NED/7)
  • Belinda Bencic (SUI/8)
  • Qiang Wang (CHN/29)
  • Anastasia Pavlyuchenkova (RUS/30)
  • Barbora Strycova (CZE/31)
  • Svetlana Kusneztosva (RUS/32)
  • Saisai Zheng (CHN/34)
  • Julia Görges (GER/38)
  • Jelena Ostapenko (LAT/42)

Wer ist Favorit bei den Männern?

Obwohl fast alles anders ist, bleibt etwas gleich: Der grosse Favorit bei den Männern heisst Novak Djokovic. Der 33-jährige Serbe ist in diesem Jahr noch ungeschlagen und gewann am Samstag auch das nach New York verlegte Turnier von Cincinnati. 2011, 2015 und 2018 gewann die Weltnummer 1 den Titel in New York, fünf weitere Male stand Djokovic im Final.

Mit seinem 18. Major-Triumph könnte Djokovic seinen grossen Zielen näher rücken: Noch haben Federer (20) und Nadal (19) mehr Grand-Slam-Siege als er, noch stand der Baselbieter 27 Wochen länger an der Spitze des Rankings. Da Djokovic im Vorjahr im Achtelfinal an Wawrinka gescheitert ist, könnte er seinen Vorsprung in der Weltrangliste aber weiter ausbauen.

Das sind die wichtigsten Rekorde von Roger Federer

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Das sind die wichtigsten Rekorde von Roger Federer
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Die ersten Herausforderer sind Dominic Thiem, der im Australian-Open-Final dem Serben erst in fünf Sätzen unterlag, und Vorjahresfinalist Daniil Medwedew. Alexander Zverev, Stefanos Tsitsipas, Andrej Rublew, Denis Shapovalov oder Felix Auger-Aliassime sind weitere Vertreter der jungen Generation, denen zugetraut wird, einmal das Erbe von Federer, Nadal und Djokovic anzutreten.

Wer ist Favoritin bei den Frauen?

Im Turnier der Frauen stehen Serena Williams und Naomi Osaka im Fokus. In dem an der Spitze stark gelichteten Feld bietet sich der bald 39-jährigen Williams wohl eine der letzten Gelegenheiten, mit ihrem 24. Grand-Slam-Titel, dem ersten seit dem Australian Open 2017, den Rekord von Margaret Court zu egalisieren. Ihre vier Grand-Slam-Finals als Mutter hat Williams alle verloren.

Serena Williams strebt ihren 24. Grand-Slam-Titel an.
Serena Williams strebt ihren 24. Grand-Slam-Titel an.
Bild: keystone

Osaka hat ihre Stärke auf dem Court mit zwei Grand-Slam-Siegen und dem Aufstieg an die Spitze der Weltrangliste 2019 bereits zur Genüge unter Beweis gestellt. Sie stand in Cincinnati im Final, trat dann aber wegen Problemen mit der Achillessehne nicht an. Ebenfalls im erweiterten Kreis der Favoritinnen sind Karolina Pliskova (Tschechien), Sofia Kenin (USA) und Aryna Sabalenka (Belarus).

Welche Schweizer sind am US-Open dabei?

Bei den Männern ist nach den Absagen von Federer und Wawrinka kein einziger Schweizer im Feld des US Open vertreten. Es ist das erste Mal seit 1989, dass kein einziger Schweizer im Männertableau eines Grand-Slam-Turniers zu finden ist.

Jil Teichmann ist die am besten klassierte Schweizerin am diesjährigen US Open.
Jil Teichmann ist die am besten klassierte Schweizerin am diesjährigen US Open.
Bild: keystone

Bei den Frauen sind auch ohne Belinda Bencic drei Schweizerinnen mit dabei. Die besten Chancen auf einen Überraschungs-Coup hat wohl Jil Teichmann. Die Weltnummer 54 stand zuletzt in Lexington im Final und erreichte beim Western & Southern Open die zweite Runde. In der ersten Runde der US Open spielt sie gegen Aliona Bolsova. Gegen die Spanierin hat sie letzte Woche schon gespielt und nur vier Games abgegeben.

Viktorija Golubic (WTA 123) trifft in der ersten Runde auf Vera Lapko (WTA 352). Stefanie Vögele (WTA 113) muss gegen Maria Sakkari (WTA 22) ran.

Gibt es Fans am US-Open?

Nein. Fans werden in New York keine dabei sein. In den Stadien und auf den Plätzen werden sich nur die Spieler, die Schieds- und Linienrichter, Turnierpersonal wie Ballpersonen und Sicherheitsleute sowie die Coaches befinden.

Auch für die Balljungen besteht dieses Jahr Maskenpflicht.
Auch für die Balljungen besteht dieses Jahr Maskenpflicht.
Bild: keystone

Nicht dabei sind dieses Jahr aber Freunde und Familie, die normalerweise in der Box des Spielers gesessen wären. Damit die Athleten dennoch auf die Unterstützung ihrer Liebsten zählen können, haben sich die Organisatoren etwas einfallen lassen. Demnach soll jeder Spieler die Möglichkeit erhalten, Gäste einzuladen, die dann über die Grossleinwand in den Stadien dazugeschaltet werden.

Wird für künstliche Stimmung gesorgt?

Ja. Der US-Tennisverband hat dafür die Übertragungen aller Turniere der letzten Jahre analysiert und entsprechende Jubel-Geräusche der Massen zusammengeschnitten. Diese sollen dann bei besonders spektakulären Punkten in den Stadien eingespielt werden.

Wie oft werden Tennisspieler auf Corona getestet?

Alle Teilnehmer der US Open wurden direkt bei der Ankunft in New York getestet. Ein zweiter Test folgte 48 Stunden später. In der Folge unterziehen sich die Athleten alle vier Tage einem Test. Die Spielerinnen und Spieler befinden sich in einer Bubble. Das heisst, sie haben keinen Kontakt zur Aussenwelt und dürfen sich nur im Hotel oder auf dem Turniergelände aufhalten.

Was passiert, wenn ein Tennisspieler positiv auf Corona getestet wird?

Eine erste Meldung kam gestern Abend: Innerhalb der Bubble am US Open gab es einen Spieler, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Gemäss Berichten von französischen Medien soll es Benoît Paire sein.

Der Franzose befindet sich schon seit dem 18. August in New York, er habe in dieser Zeit bereits mehrere negative Tests abgelegt. Die Partie der 1. Runde des nach Flushing Meadows verlegten Turniers von Cincinnati gegen Borna Coric gab er wegen Magenbeschwerden beim Stand von 0:6, 0:1 auf.

Gemäss dem Protokoll des US Open und der New Yorker Gesundheitsbehörden hat sich die Weltnummer 24 sofort und für zehn Tage in Isolation begeben. Dementsprechend wurde er aus dem Tableau gestrichen und durch den Spanier Marcel Granollers ersetzt. Leute, die mit Paire Kontakt gehabt haben sollen, begeben sich in Quarantäne, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Sollten im weiteren Turnierverlauf andere Spieler positiv getestet werden, würden diese sofort disqualifiziert.

Mit Material der Nachrichtenagentur keystone-sda.

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