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Tennis: Positiver Dopingtest, aber keine Sperre für Jannik Sinner

epa11555759 Jannik Sinner of Italy in action against Frances Tiafoe of the United States during the finals of the Cincinnati Open in Mason, Ohio, USA, 19 August 2024. EPA/MARK LYONS
Jannik Sinner gab im März zwei positive Doping-Proben ab.Bild: keystone

Positiver Doping-Test bei Weltnummer 1 Jannik Sinner – warum keine Sperre droht

Die Weltnummer 1 Jannik Sinner gab im März zwei positive Doping-Proben ab. Weil dem Italiener keine Schuld nachgewiesen werden konnte, wird er aber nicht gesperrt.
20.08.2024, 18:37

Kurz vor dem Start des US Open schockt ein Doping-Fall die Tenniswelt: Die Weltnummer 1 Jannik Sinner wurde im März, während des Turniers in Indian Wells, zwei Mal positiv auf das verbotene anabole Steroid Clostebol getestet.

Jannik Sinner, of Italy, returns a shot against Carlos Alcaraz, of Spain, during a semifinal match at the BNP Paribas Open tennis tournament in Indian Wells, Calif., Saturday, March 16, 2024. (AP Phot ...
Jannik Sinner bei einem Spiel in Indian Wells.Bild: keystone

Da Sinner jedoch nachweisen konnte, dass ihn keine Schuld trifft und damit kein Vorsatz gegeben war, wird der Italiener nicht gesperrt. Er muss aber die ATP-Ranglistenpunkte und das Preisgeld, das er beim Turnier von Indian Wells gesammelt hat, abgeben.

Wie Sinner angibt, wurde die Verunreinigung auf eine Behandlung durch seinen Physiotherapeuten zurückgeführt. Sein Fitnesstrainer habe ein in Italien in jeder Apotheke erhältliches Produkt gekauft, damit sich der Physio damit um einen Schnitt an seinem Finger kümmern könne. Von dort sei während einer Behandlung Sinners das Mittel dann in das System des Spielers gelangt. Dabei sei niemandem bewusst gewesen, dass dieses Produkt Clostebol enthalte.

Bei Sinner wurde demnach weniger als ein Milliardstel eines Gramms der Substanz nachgewiesen. Der Italiener kooperierte stets mit der Untersuchungsbehörde der International Tennis Integrity Agency (ITIA) und wurde in der Folge von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen. «Ich werde nun diese schwierige und unglückliche Episode hinter mir lassen und werde alles dafür tun, dass ich künftig die ITIA-Richtlinien stets einhalte», lässt sich Sinner zitieren. (abu)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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N. Y. P.
20.08.2024 15:21registriert August 2018
Warum muss Sinner die ATP-Ranglistenpunkte und das Preisgeld, das er beim Turnier von Indian Wells gesammelt hat, abgeben, obwohl er unschuldig ist?
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rundumeli
20.08.2024 16:05registriert April 2014
Grundsätzlich ist gut , dass die die Messgeräte hypersensibel sind.

Aber auch gut, dass mit den Millionstel-Resultaten pragmatisch umgegangen wird.

Und ja ... ein bisschen Strafe muss sein.
Abschreckende Wirkung so oder so

"Unwissen schützt vor Strafe nicht"
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wasps
20.08.2024 16:19registriert Januar 2022
Schräg. Andere werden zumindest gesperrt, bis absolute Klarheit herrscht. Das kann dauern. Der Punkteabzug leuchtet nicht ein, wenn er reingewaschen ist.
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