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Unvergessen

9.8.2009: FCB-Goalie Costanzo für Tätlichkeit gegen Mitspieler gesperrt

Basels Captain Franco Costanzo geht auf seinen Mitspieler Beg Ferati los und Zuerichs Eric Hassli versucht zu schlichten Andreas Meier/freshfocus
Zürichs Stürmer Eric Hassli will Franco Costanzo noch beruhigen, doch der packt Beg Ferati an den Haaren.Bild: Andreas Meier
Unvergessen

FCB-Goalie Costanzo kassiert drei Spielsperren – für Tätlichkeit gegen Mitspieler

9. August 2009: Das hat die Super League noch nicht gesehen. Nach dem 1:1 des FC Basel gegen den FC Zürich knöpft sich Goalie Franco Costanzo seinen Mitspieler Beg Ferati vor. Er kassiert vom Verein eine hohe Busse und von der Liga eine Denkpause.
09.08.2024, 00:01

An Haaren reissen kleine Kinder – und offenbar argentinische Goalies. Das lehrt uns jedenfalls Franco Costanzo nach dem 1:1 im Klassiker zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich. Der Keeper ist ausser sich vor Wut, schnappt sich Verteidiger Beg Ferati, der in seinen Augen mitschuldig am Gegentreffer ist, will ihn zusammenstauchen.

Als sich Ferati wenig einsichtig zeigt, brennen bei Costanzo die Sicherungen durch: Er packt seinen Teamkollegen an den Haaren. Wer nicht hören will, muss fühlen.

Vergeblich versucht Eric Hassli zwischen den FCB-Streithähnen zu schlichten.Video: YouTube/wankdorf1898

«Ich schäme mich», sagt Costanzo schon Minuten nach dem Vorfall. Es sei das erste Mal in seiner Karriere, dass er so ausgerastet sei. Die Entschuldigung ändert aber nichts daran, dass ihn der FC Basel mit einer hohen Busse bestraft und er von der Liga für drei Spiele gesperrt wird.

Die Attacke in Bildern

Der Basler Torhueter Franco Costanzo, links, geht nach dem Spiel auf seinen Teamkollegen Beg Ferati, Mitte, los, waehrend der Zuercher Eric Hassli, links, zu schlichten versucht nach dem Fussball Meis ...
In diesem Moment möchte man Costanzo lieber nicht in einer dunklen Gasse begegnen …Bild: KEYSTONE
Basels Captain Franco Costanzo geht auf seinen Mitspieler Beg Ferati los und Zuerichs Eric Hassli versteht die welt nicht Andreas Meier/freshfocus
Costanzo lässt sein Opfer wieder los, doch …Bild: Andreas Meier
Der Basler Beg Ferati, 3. links, muss nach einer Auseinadersetztung mit Franco Costanzo, rechts, von zahlreichen Spielern zurueckgehalten werden nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League  ...
… Ferati will sich rächen. Nur mit vereinten Kräften kann der Verteidiger davon abgehalten werden.Bild: KEYSTONE
Basels Atan Cagdas, Beg Ferati und Franco Costanzo beobachtet von Zuerichs Eric Hassli nach dem Spiel Andreas Meier/freshfocus
Costanzo verlässt die Szenerie – begleitet von ganz bösen Blicken Feratis.Bild: Andreas Meier

Was aus dem Duo wird

Nach je drei Meistertiteln und Cupsiegen muss Franco Costanzo 2011 den FC Basel verlassen, weil er dem aufstrebenden Yann Sommer Platz machen muss. Nach einem missglückten Gastspiel bei Olympiakos Piräus kündigt er zunächst seinen Rücktritt an, doch er kommt darauf zurück und spielt noch bis 2017 bei Universidad Catolica, ehe er wirklich aufhört.

Sein Opfer von einst hat die Profikarriere ebenfalls beendet. Beg Ferati sucht 2011 sein Glück in der Bundesliga, findet es beim SC Freiburg jedoch nicht. Ferati kehrt 2013 in die Schweiz zurück, lanciert die Karriere in der Challenge League bei Winterthur neu und geht zu Sion. Richtig in Fahrt kommt die Laufbahn auch wegen einer Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber nicht mehr, Ausleihen an Biel und Chiasso sind der Beleg dafür. Im Sommer 2018 zieht Ferati einen Schlussstrich – als immerhin dreifacher Meister.

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