Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Milwaukee Bucks forward Giannis Antetokounmpo (34) looks at the scoreboard during the second half of an NBA basketball game against the Phoenix Suns, Monday, March 4, 2019, in Phoenix. (AP Photo/Matt York)

Giannis Antetokounmpo kam von ganz unten und ist jetzt der Boss der NBA. Bild: AP/AP

«The Greek Freak» – vom Athener Sonnenbrillen-Verkäufer zum besten Basketballer der Welt

Sie nennen ihn «The Alphabet» – kein Wunder, bei dem Namen: Giannis Antetokounmpo. Sie nennen ihn «The Greek Freak» – kein Wunder, bei Double- und Triple-Doubles wie am Fliessband. Und bald könnten sie ihn «MVP» nennen. Denn dank Giannis sind die Milwaukee Bucks zum besten Team der NBA geworden. Der Meistertitel wäre die frühe Krönung einer unglaublichen Lebensgeschichte.

Dominik Sliskovic / watson.de



17. März, Fiserv Forum: Gerade haben die Milwaukee Bucks ihre Heimpartie gegen die Philadelphia 76ers knapp mit 125:130 verloren – doch keiner sprach über die Niederlage, sondern nur über ihn: Giannis Antetokounmpo hatte mit 52 Punkten seinen persönlichen Karriererekord aufgestellt und die Beobachter fragten sich erneut: Was wäre dieses Team ohne seinen «Greek Freak»? Und vor allem: Wer, wenn nicht er sollte diese Saison zum MVP gewählt werden?

abspielen

Giannis gewinnt das Duell gegen Embid klar. Video: YouTube/House of Highlights

Denn Giannis ist ein MVP im Sinne der Bezeichnung: der most valuable player, der wertvollste Spieler seiner Mannschaft, dem aktuell besten Team der Liga, den Milwaukee Bucks. Er ist es nicht nur aufgrund seiner grossartigen Statistiken oder der spektakulären Dunks, sondern weil er seine Mitspieler, wie etwa Khris Middleton, besser, viel besser, ja sogar zu All Stars macht. Dass er bei der diesjährigen, von den Fans durchgeführten All-Star-Wahl die meisten Stimmen aller Spieler bekam, asphaltiert weiter seinen Weg zum MVP-Ruhm.

Milwaukee Bucks' Giannis Antetokounmpo dunks during the first half of an NBA basketball game against the Cleveland Cavaliers Sunday, March 24, 2019, in Milwaukee. (AP Photo/Morry Gash)

«The Greek Freak» fliegt durch die Lüfte. Bild: AP/AP

Dabei ist Giannis nicht nur ein spektakulärer Offense-Spieler, der Double-Doubles und Triple-Doubles wie am Fliessband produziert, sondern auch einer der besten Defense-Player der NBA: Im Eins-gegen-Eins lässt der Grieche nur 40 Prozent aller Field Goals zu – eine Statistik, in der ihn nur Boston Celtics‘ Jayson Tatum schlägt, um gerade einmal 0.2 Prozent.

Die Stats von Giannis:

Bild

bild: basketball-reference.com

Vom Armenviertel auf den Court

Dass er die NBA dermassen dominieren und zu einem weltweiten Star aufsteigen würde, den selbst Lakers-Legende Kobe Bryant als den kommenden MVP sieht, war nicht abzusehen. Giannis besuchte kein US-College, er machte nicht als EuroLeague-MVP auf sich aufmerksam, wie etwa Dirk Nowitzkis 20-jähriger slowenischer Teamkollege Luka Doncic. Giannis war einfach ein 19-jähriger Rookie aus der zweiten griechischen Liga, der nur Jahre zuvor im Müll nach Essen suchte, als ihn die Bucks an 15. Stelle pickten.

abspielen

Video: YouTube/NBA

Giannis Antetokounmpo kam im Dezember 1994 als drittes von fünf Kindern nigerianischer Einwanderer in Athen zur Welt. Seine Eltern hatten wenige Jahre zuvor die Heimat – und ihren ersten Sohn, Francis – hinter sich gelassen, um in Europa ein besseres Leben zu finden. Doch stattdessen landeten sie, ohne Perspektive, ohne Geld und ohne gültige Papiere, im Armenviertel Sepolia. Sie schlugen sich mit mies bezahlten Mini-Jobs und als Tagelöhner durch. Giannis – der, obwohl in Griechenland geboren, bis zu seinem 18. Geburtstag als Staatenloser registriert war – besserte die Familienkasse als fliegender Händler auf: Er verkaufte Touristen Hüte, Sonnenbrillen oder Taschen.

Mit 12 beginnt Giannis mit seinem älteren Bruder Thanasis, der mittlerweile Basketball-Profi beim griechischen Rekordmeister Panathinaikos Athen ist, auf einem Asphalt-Court in der Nachbarschaft Basketball zu spielen. Und er verliebt sich ins Game. Er läuft täglich fünf Kilometer in die Sporthalle eines örtlichen Jugendvereins, um mitzutrainieren. Das Talent des unterernährten, gross gewachsenen Jungen fällt den ersten Jugendtrainern auf, Scouts verlaufen sich eigentlich nicht hierher, in den Nordwesten Athens. Giannis sollte 16 werden, bis er Giorgios Panou bei einem Jugendturnier auffiel. Der Scout rief direkt seinen Geschäftspartner, den griechisch-amerikanischen Agenten Alex Saratsis an.

Durch den Basketball wird er griechischer Staatsbürger

Das Problem war: Saratsis, heute Giannis‘ Manager, wollte zunächst nichts von dem Rohdiamanten aus der Heimat wissen. Panou spricht Giannis dennoch an, verspricht ihm bereits die grosse, weite Basketballwelt, während er hinter dessen Rücken Saratsis bearbeitet, sich endlich in ein Flugzeug zu setzen und nach Athen zu fliegen. Der Rest der Geschichte ist das, was man gemeinhin pathetisch als die Erfüllung des American Dream bezeichnet.

abspielen

Einige Jahren zurück: Die Bucks draften Giannis. Video: YouTube/VintageDawkins

Dabei wehrte sich ausgerechnet Giannis zunächst gegen genau diesen: Der schüchterne Teenager wollte seine Familie nicht zurücklassen und musste von seinem Vater davon überzeugt werden, zum NBA-Draft nach New York zu fliegen. In den USA, in Milwaukee angekommen, ging seine Einsamkeit so weit, dass er mit der Rückkehr nach Griechenland drohte, sollten seine Eltern auch im entscheidenden dritten Anlauf kein Visum erteilt bekommen. Doch Familie Antetokounmpo erhielt die Erlaubnis zur Einreise und Giannis blieb – und spielte immer stärker auf.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

😤

Ein Beitrag geteilt von Giannis Antetokounmpo (@giannis_an34) am

Ende 2016 verlängerten die Bucks den Vertrag mit Antetokounmpo vorzeitig um vier weitere Jahre – was dem ehemaligen Sonnenbrillen-Verkäufer 100 Millionen Dollar einbrachte. Nicht nur finanziell half der Basketball: Bis 2013 war die Familie Antetokounmpo offiziell staatenlos, durch die Erfolge der Brüder im Basketball erhielten Giannis und sein älterer Bruder Thanasis die griechische Staatsangehörigkeit und spielen seither für die griechische Nationalmannschaft. Auch Kostas, der jüngere Bruder von Giannis, ist mittlerweile Basketball-Profi bei den Dallas Mavericks in der NBA und spielt für die griechische U20-Nationalmannschaft.

Die Antetokounmpo-Brüder sind mittlerweile Vorbild für viele eingewanderte Jugendliche, die es in Griechenland noch immer schwer haben und häufig nicht als griechische Staatsbürger anerkannt werden. Der Werdegang der Brüder beschäftigte selbst die Polit-Elite im Land. Auf einen rassistischen Kommentar eines rechten Politikers in Griechenland sprang Ministerpräsident Alexis Tsipras in Bresche für die Familie und postete ein Foto von sich im Nationaltrikot.

Dazu schrieb er:

«Respekt und Stolz für Menschen, die hier geboren, gross geworden sind und Griechenland zu ihrer Heimat machen. Keine Toleranz für Rassismus und Hass.»

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras über die Antetokounmpo-Brüder.

Auch die NBA-Stars huldigen Giannis

«Ich habe noch nie jemanden wie ihn gesehen. Er kann der beste Spieler der Geschichte werden. Darüber nachzudenken macht mir Angst, aber er ist derzeit mein Lieblingsspieler.» Das sagte kürzlich niemand geringeres als Kevin Durant, MVP 2014, zweifacher NBA-Meister und zehnfacher All-Star, über Giannis Antetokounmpo. Und Durant sollte besorgt sein, denn sein Team, der Serienmeister Golden State Warriors, arbeitet im Hintergrund hartnäckig daran, ihn früher oder später durch den «Greek Freak» zu ersetzen.

Milwaukee Bucks' Giannis Antetokounmpo, right, drives past Golden State Warriors' Kevin Durant during the first half of an NBA basketball game Thursday, March 29, 2018, in Oakland, Calif. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

Durant kann Giannis nicht stoppen. Bild: AP/AP

Der denkt momentan jedoch nur an eins: Mit seinen Bucks den ersten NBA-Titel seit 1971 nach Wisconsin zu holen und das Versprechen an seinen Vater einzulösen: dass sein Trikot mit der Nummer 34 eines Tages neben der legendären 33 Kareem Abdul-Jabbars, dem grössten Scorer der NBA-Geschichte, unter dem Hallendach in Milwaukee hängen wird. Er ist auf einem ziemlich guten Weg dorthin.

Die besten NBA-Punktesammler aller Zeiten

Unvergessene NBA-Geschichten

26.07.1992: Das beste Team, das jemals Basketball gespielt hat, verzaubert die ganze Welt

Link zum Artikel

13.01.1999: Michael Jordan verkündet seinen zweiten Rücktritt, lässt damit die Basketball-Welt stillstehen und die Nike-Aktie absacken

Link zum Artikel

05.04.1984: Kareem Abdul-Jabbar knackt den NBA-Punkterekord, den er bis heute besitzt

Link zum Artikel

27.05.1991: Air Jordans Chicago Bulls laufen auf dem Weg zum ersten Titel die Gegner davon – wortwörtlich

Link zum Artikel

19.04.1990: Heute kostet ein böser Tweet in der NBA 25'000 Dollar – früher konnte man für dieses Geld eine Massenschlägerei anzetteln

Link zum Artikel

19.02.1996: Das ist tatsächlich Shaqs einziger Dreier in 1423 NBA-Spielen

Link zum Artikel

21.03.2012: Erst der umjubelte Dreier, dann die grosse Showeinlage – der Hollywood-Auftritt des Mick Pennisi

Link zum Artikel

02.03.1962: 100 Punkte in einem einzigen NBA-Spiel – diesen Rekord knackte nicht einmal Air Jordan

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Unvergessene NBA-Geschichten

26.07.1992: Das beste Team, das jemals Basketball gespielt hat, verzaubert die ganze Welt

9
Link zum Artikel

13.01.1999: Michael Jordan verkündet seinen zweiten Rücktritt, lässt damit die Basketball-Welt stillstehen und die Nike-Aktie absacken

0
Link zum Artikel

05.04.1984: Kareem Abdul-Jabbar knackt den NBA-Punkterekord, den er bis heute besitzt

0
Link zum Artikel

27.05.1991: Air Jordans Chicago Bulls laufen auf dem Weg zum ersten Titel die Gegner davon – wortwörtlich

0
Link zum Artikel

19.04.1990: Heute kostet ein böser Tweet in der NBA 25'000 Dollar – früher konnte man für dieses Geld eine Massenschlägerei anzetteln

0
Link zum Artikel

19.02.1996: Das ist tatsächlich Shaqs einziger Dreier in 1423 NBA-Spielen

2
Link zum Artikel

21.03.2012: Erst der umjubelte Dreier, dann die grosse Showeinlage – der Hollywood-Auftritt des Mick Pennisi

0
Link zum Artikel

02.03.1962: 100 Punkte in einem einzigen NBA-Spiel – diesen Rekord knackte nicht einmal Air Jordan

2
Link zum Artikel

Unvergessene NBA-Geschichten

26.07.1992: Das beste Team, das jemals Basketball gespielt hat, verzaubert die ganze Welt

9
Link zum Artikel

13.01.1999: Michael Jordan verkündet seinen zweiten Rücktritt, lässt damit die Basketball-Welt stillstehen und die Nike-Aktie absacken

0
Link zum Artikel

05.04.1984: Kareem Abdul-Jabbar knackt den NBA-Punkterekord, den er bis heute besitzt

0
Link zum Artikel

27.05.1991: Air Jordans Chicago Bulls laufen auf dem Weg zum ersten Titel die Gegner davon – wortwörtlich

0
Link zum Artikel

19.04.1990: Heute kostet ein böser Tweet in der NBA 25'000 Dollar – früher konnte man für dieses Geld eine Massenschlägerei anzetteln

0
Link zum Artikel

19.02.1996: Das ist tatsächlich Shaqs einziger Dreier in 1423 NBA-Spielen

2
Link zum Artikel

21.03.2012: Erst der umjubelte Dreier, dann die grosse Showeinlage – der Hollywood-Auftritt des Mick Pennisi

0
Link zum Artikel

02.03.1962: 100 Punkte in einem einzigen NBA-Spiel – diesen Rekord knackte nicht einmal Air Jordan

2
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SDF 27.03.2019 10:35
    Highlight Highlight Wieso hat er einen griechischen Namen, wenn doch seine Eltern Nigerianer sind? 😂 go Gianni!!!
    • boexu 27.03.2019 15:59
      Highlight Highlight Antetokounmpo (Adetokunbo) ist ein westafrikanischer Name. Und sein Vorname ist Giannis und nicht Gianni.
    • SDF 27.03.2019 18:47
      Highlight Highlight No offens. Bin selbst Westafrikaner
  • Nurmalso 27.03.2019 07:30
    Highlight Highlight Man muss halt auch Glück haben das Talent zu haben welches auch anderen Profit bringt. Währe er der beste Mountainbiker der Welt würde er warscheinlich noch immer im Getto sitzen.

    Aber egal, ich mag es Ihm natürlich gönnen und freue mich führ Ihn.
  • sweeneytodd 26.03.2019 23:02
    Highlight Highlight Giannis ist mit abstand einer der besten Spieler in der Liga. Aber sind wir ehrlich, neben Harden ist aktuell nur George in der engen Auswahl für den MVP. Aber ich denke Harden wird mit einem "Erdrutschsieg" den MVP Titel holen.
    • Westentasche 27.03.2019 12:35
      Highlight Highlight Denke auch Harden wird es machen. Er trägt das ganze Team momentan.
      Mal sehen was die letzten Spiele bringen, sollten die Rockets noch nach hinten fallen hätte das wohl Einfluss auf die Wahl.
  • de_spy 26.03.2019 22:51
    Highlight Highlight "Durant sollte besorgt sein, denn sein Team, der Serienmeister Golden State Warriors, arbeitet im Hintergrund hartnäckig daran, ihn früher oder später durch den «Greek Freak» zu ersetzen."

    Hä? Wie kommt man denn auf sowas? Durant mag zwar gerüchteweise auf dem Sprung sein, aber dass sie Giannis mal so einfach dafür bekommen, ist totaler Unsinn.
    Sonst guter Artikel! Sein Jersey hängt längst im Schrank 😊
  • Paia87 26.03.2019 21:52
    Highlight Highlight MVP kann eigentlich nur Harden werden. Aber Giannis wird sich den Titel früher oder später schon noch sichern
  • creator54 26.03.2019 21:38
    Highlight Highlight #Giannis4MVP
  • peasy the shizzy (aleksa) 26.03.2019 21:06
    Highlight Highlight bestes team der nba? nidemau villecht
  • Kramer 26.03.2019 20:33
    Highlight Highlight MVP? James Harden!
    Bevor er verglüht, so heiss wie er zur Zeit spielt. Meiste 30 Punkte Spiele in Serie seit „Wilt the Stilt“, vermutlich mehr Dreier als Steph Curry, und mehr Punkte in einem Viertel als die ganze gegnerische Manschaft.
  • Maliux 26.03.2019 20:29
    Highlight Highlight Was wurde aus francis?
  • dave1771 26.03.2019 20:20
    Highlight Highlight wer wenn nicht er? Vielleicht Harden? Zudem wieso sollten sie das beste Team sein? Die Eastern Division ist klar die schlechtere Division als die Western Division! Zudem spielen gerade die Warriors und die Rockets noch sehr kräfteschonend!
    • Connor McSavior 26.03.2019 22:49
      Highlight Highlight Definitiv, die Regular Season darf definitiv nicht überbewertet werden. Die Warriors langweilen sich ja zum Teil noch zu Tode und spielen unmotiviert, das wird sich in den Playoffs definitiv ändern.
    • Westentasche 27.03.2019 12:31
      Highlight Highlight Eastern und Western Conference*

      *hust*
  • Projektionsfläche 26.03.2019 20:07
    Highlight Highlight Danke für den tollen Artikel. Giannis hat es mehr als nur verdient, in der NBA zu spielen.

    Während er „in the paint“ schon jetzt nicht aufzuhalten ist, hat sein Wurf aber recht viel Luft nach oben. Sollte er aus der Mitteldistanz und eventuell auch „from downtown“ noch treffsicherer werden (und hoffentlich von Verletzungen verschont bleiben), dann könnte er tatsächlich dereinst der GOAT werden. Womöglich sogar dann, wenn sein Wurf so bleibt. Der Typ ist der Albtraum jedes Verteidigers...
    • Connor McSavior 26.03.2019 22:48
      Highlight Highlight Zweifellos ein würdiger und verdienter MVP Kandidat. Aber gleich das mit dem G-Wort um sich zu werfen, scheint mir doch schon noch etwas übertrieben.
      Dafür muss er erst mal Titel gewinnen.
  • Nelson Muntz 26.03.2019 19:54
    Highlight Highlight MJ23 ist und bleibt die Geiss

Die Nacht der Tritte und Schläge – die Schweizer Nati wird von wütenden Türken verkloppt

16. November 2005: Die Schweiz qualifiziert sich trotz einer 2:4-Niederlage in der Türkei für die WM in Deutschland. Weil die Türken nach dem Schlusspfiff auf die Schweizer losgehen, geht das Spiel als «Schande von Istanbul» in die Geschichte ein.

Zur Freude bleibt keine Zeit, zum Shake-Hands erst recht nicht – und das, obwohl sich die Schweiz dank dem 2:0-Heimsieg und der 2:4-Niederlage in der Türkei erstmals seit 12 Jahren wieder für eine Fussball-WM qualifiziert.

Kaum pfeift der belgische Schiedsrichter Franck De Bleeckere das Barrage-Rückspiel im Şükrü-Saracoğlu-Stadion von Istanbul ab, sprinten die Nati-Helden los, als ob es um ihr Leben ginge. Richtung Katakomben. Einfach weg von hier. Es wird ein Spiessrutenlauf.

Die TV-Zuschauer …

Artikel lesen
Link zum Artikel