Sport
Velo

Cancellara zum Auftakt der Tour de Suisse nur vom Holländer Dumoulin geschlagen – Übler Sturz von Dillier

Tour de Suisse, Prolog in Rotkreuz
1. Tom Dumoulin (Ned) 
2. Fabian Cancellara + 0:02
3. Matthias Brändle (Ö) + 0:04

Cancellara zum Auftakt der Tour de Suisse nur vom Holländer Dumoulin geschlagen – Übler Sturz von Dillier

Zum Auftakt der 79. Tour de Suisse haben die Schweizer Fahrer im Prolog überzeugt. Den Sieg in Rotkreuz schnappte sich jedoch Tom Dumoulin, der Fabian Cancellara um zwei Sekunden distanzierte. Silvan Dillier fabrizierte einen bösen Sturz.
13.06.2015, 18:0713.06.2015, 21:08
Mehr «Sport»

Mit seinem elften Etappensieg an der Tour de Suisse hätte Fabian Cancellara zu den zwei grössten Schweizer Rennfahrern aller Zeiten aufschliessen können. Ferdy Kübler und Hugo Koblet, die dreifachen Gesamtsieger, haben in ihrer Karriere jeweils elf Teilstücke für sich entscheiden können. Diese Marke erreichte Cancellara in Rotkreuz nicht. Nach seiner Angina-Erkrankung zeigte er jedoch bei grosser Hitze eine starke Leistung.

Bei der Kürze des nur 5,1 Kilometer langen und technisch wenig anspruchsvollen Prologs war abzusehen, dass es eine enge Entscheidung werden würde. Der holländische Zeitfahrmeister Tom Dumoulin schlug Cancellaras Zeit nur um zwei Sekunden.

«Ich fahre um zu gewinnen – und nicht um Zweiter zu werden. Zweiter war ich in dieser Saison schon genug.»
Fabian Cancellara

Cancellara hat Durst. Grossen Durst!

Animiertes GIFGIF abspielen
gif: srf

«Zum Glück ist Tony Martin nicht hier», scherzte Dumoulin im SRF-Interview. Der deutsche Zeitfahr-Weltmeister hatte ihn letztes Jahr in beiden TdS-Zeitfahren geschlagen. «Ich habe sechs Wochen keine Rennen mehr bestritten, war im Höhentrainingslager und gespannt darauf zu sehen, wie meine Form ist. Natürlich bin ich sehr glücklich, dass sie so gut ist», so Dumoulin.

Dumoulin, der erste Leader der Schweizer Landesrundfahrt 2015.
Dumoulin, der erste Leader der Schweizer Landesrundfahrt 2015.Bild: EPA/KEYSTONE

Böser Sturz von Dillier

Für den Aargauer Silvan Dillier endete der Prolog mit Schmerzen und Frust. Der talentierte Zeitfahrer knallte ungefähr bei Rennhälfte hart auf die Strasse. Ihm war in einer Kurve beim Beschleunigen die Kette vom Blatt gesprungen. «Ich trat ins Leere und fiel über den Lenker», beschrieb Dillier das Malheur. Er kam mit Schürfungen, Prellungen – und dem letzten Platz davon.

Animiertes GIFGIF abspielen
gif: srf

Überraschend gut absolvierte Steve Morabito den Prolog. Der Walliser verlor nur fünf Sekunden auf Dumoulin und wurde damit Fünfter. Auch Martin Elmiger (12., neun Sekunden Rückstand) und Michael Albasini (16., neun Sekunden) lieferten eine gute Leistung ab. (ram)

Tour de Suisse: Die schönsten Bilder längst vergangener Zeiten

1 / 24
Tour de Suisse: Die schönsten Bilder längst vergangener Zeiten
Ein Zuschauer versucht 1960, die Fahrer der Tour de Suisse mit einem Kübel Wasser zu erfrischen.
quelle: keystone / hans-ueli bloechliger
Auf Facebook teilenAuf X teilen
No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Zur Schlafenszeit auf dem Platz – wieso Spanien wegen Lamine Yamal (16) eine Strafe droht
Als Minderjähriger darf der Jungstar Lamine Yamal nach 23 Uhr eigentlich nicht im Einsatz stehen. Nun verstiess der 16-Jährige erstmals gegen das deutsche Jugendschutzgesetz – sportliche Konsequenzen drohen zwar nicht, doch könnte es eine saftige Busse geben.

Es gibt ja das Klischee des kleinlichen Deutschen, der selbst beim geringsten Verstoss gegen ein noch so irrelevantes Gesetz die Polizei informiert. Falls es diese höchst pflichtbewussten Bürgerinnen und Bürger tatsächlich gibt, dürften sie nun genau aufhorchen. Denn an der Europameisterschaft in Deutschland wird gerade gegen das Gesetz im Gastgeberland verstossen, wie das ZDF berichtet. Der Übeltäter: Der spanische Verband mit seinem 16-jährigen Wunderkind Lamine Yamal.

Zur Story