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Keine Anklage: Muriel Furrer lag 82 Minuten im Wald, bis man sie fand

The makeshift memorial for Muriel Furrer from Switzerland, who died after a cycling crash during the 2024 UCI Road and Paracycling Road World Championships in Zurich, Switzerland, is seen on September ...
Ein Blumen- und Kerzenmeer für die Verstorbene in Zürich.Bild: keystone

Ermittlungen beendet: Muriel Furrer lag 82 Minuten im Wald, bis man sie fand

Der Tod der 18-jährigen Muriel Furrer überschattete die Rad-WM 2024 in Zürich. Die Staatsanwaltschaft hat nun ihre Untersuchungen zum Unfall abgeschlossen – und kein strafrechtlich relevantes Vergehen festgestellt.
30.03.2026, 10:5330.03.2026, 10:53

Eineinhalb Jahre nach dem tödlichen Unfall von Muriel Furrer hat die Zürcher Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen dazu eingestellt. Wie sie mitteilt, steht für sie ein Selbstunfall der damals 18-Jährigen im Vordergrund.

Furrer war im U19-WM-Rennen in einer Abfahrt gestürzt. Sie erlag einen Tag später im Spital ihren Verletzungen.

Wie die Staatsanwaltschaft schreibt, sei gestützt auf die polizeilichen Ermittlungen von einem Rennunfall auszugehen. Es gebe keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten oder Mitverschulden des Veranstalters, von Konkurrentinnen oder Drittpersonen. Die Verfügung ist noch nicht rechtskräftig.

Der Unfall ereignete sich demnach um etwa 11.04 Uhr – wohl ohne, dass ihn jemand gesehen hatte. Furrer lag danach verdeckt im Unterholz und war von der Strasse aus nicht sichtbar. Erst um 12.26 Uhr wurde sie entdeckt, rund 82 Minuten nach dem Sturz.

Die Ermittler kamen zum Schluss, dass die Rettungskette nach der Alarmierung funktioniert habe. Erste Rettungskräfte seien wenige Minuten nach dem Auffinden Furrers bei ihr gewesen und hätten sofort mit der medizinischen Versorgung begonnen.

Anschliessend erfolgten die Bergung der schwerverletzten Sportlerin aus dem Wald und der Transport in den Spital. «Hinweise auf strafrechtlich relevante Pflichtverletzungen ergaben sich nicht, weder im Zusammenhang mit der zeitintensiven Bergung noch hinsichtlich der anschliessenden medizinischen Betreuung im Universitätsspital Zürich», heisst es weiter. (ram)

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