Sport
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Sie ruderten in einem 7-Meter-Böötli über den ganzen Atlantik, aber die 2. Etappe beim Cape Epic hätte sie fast in die Knie gezwungen

Bei der ersten Etappe gab's eines der brutalsten Herzschlag-Finale des Rennens aller Zeiten. Gestern wurde nicht um Sekunden gekämpft. Aber Tränen flossen trotzdem – und als letztes Team erreichte einer der letzten Abenteurer unserer Zeit das Ziel.  

Reto Fehr, Südafrika



Riaan Manser. Vom Nachnamen her könnte er Appenzeller sein. Doch bevor ein Einwohner von – sagen wir – Stein AR seinen Sohn Riaan taufen würde, dürfte der Kirchturm des Dorfes umfallen. «Ich weiss nichts von Schweizer Vorfahren», sagt der 41-Jährige dann auch. In Südafrika, seiner tatsächlichen Heimat, sei Riaan ein weit verbreiteter Name. 

South African rowers Riaan Manser and his girlfriend Vasti Geldenhuys row their boat

Riaan und Vasti kommen am 20. Juni 2014 sechs Monate nach dem Start in Agadir (Marokko) in New York an. Bild: MIKE SEGAR/REUTERS

Wie dem auch sei. Manser hat sich diesen Bericht nicht wegen seines Namens verdient. Denn dann wäre der Artikel jetzt zu Ende. Nein, er hat schon ganz anderes geleistet (siehe auch Info-Box):

Riaan Manser – der Abenteurer

2003 pedalte Manser als erster Mensch um Afrika. Als er in Kapstadt startete, dachte er, dass er rund ein Jahr benötigen würde. 2 Jahre und 2 Monate später hatte er die 37'000 Kilometer absolviert. In Äquatorialguinea landete er dabei im Knast, in Liberia wurde er als Geisel genommen. Nach dem Abenteuer wollte Nelson Mandela persönlich den Abenteurer treffen.
2009 umrundete er als erster Mensch Madagaskar in einem Kajak alleine und ohne Hilfe. Die 5000 Kilometer absolvierte er in elf Monaten.
2011 umrundete er mit einem Freund Island in einem Zweierkajak. Die 2300 Kilometer durch die kalten Fluten absolvierten die beiden in fünf Monaten.
Im Dezember 2013 startete er mit seiner Freundin Vasti in Agadir (Marokko) die Überquerung des Atlantiks in einem sieben Meter langen Ruderboot ohne fremde Hilfe. Sie benötigten für die fast 11'000 Kilometer sechs Monate und ruderten täglich in Schichten rund 20 Stunden. Das Projekt «Take Me 2 New York» entstand, weil Vasti eigentlich mal nach New York in die Ferien wollte. Unterwegs sei die Idee zur Cape-Epic-Teilnahme geboren.
Das Cape Epic nutzt Manser für seine neue Stiftung «No food for lazy man», mit welcher er bedürftigen Schulen Sport-Geräte zur Verfügung stellt.
Die Reisen um Afrika, Madagaskar und Island sind in Buchform verewigt. 

Tränen der Erleichterung

9:25 Minuten vor der Deadline von 8:30 Stunden erreichten Riaan und Vasti das Ziel der zweiten Etappe bei einem der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt – als letztes Team des Tages innerhalb der vorgegebenen Zeit. Kein Wunder, kullerten Vasti nach der Zieleinfahrt einige Tränen über die Wangen. 

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Die Zielankunft der 2. Etappe von Riaan und Vasti. Video: watson

«Der Wind war brutal heute. Von Anfang an», erklärt der Abenteurer nach der Zieleinfahrt, «und wenn du nach acht Stunden auf dem Bike eh schon fix und fertig bist, ist er noch fieser.» Schon kurz nach dem Start seien zwei Fahrerinnen vor ihm förmlich umgeweht worden.  

Der Glaube an den Sport

Auf der ersten Etappe schafften es die beiden gut 30 Minuten vor dem Kontrollschluss ins Ziel. Nun wurde es deutlich knapper. «Gestern haben wir das locker geschaukelt. Heute stürzte Vasti dreimal. Aber sie hat sich grossartig durchgebissen», lobt Riaan seine langjährige Freundin. Speziell trainieren konnte der 41-Jährige nicht auf das Rennen: «Ich war zu beschäftigt.» Die beiden haben logischerweise nur ein Ziel: «Wir wollen das hier beenden.»

Riaan Manser

Vasti und Riaan nach der 2. Etappe. Geschafft, aber glücklich. Bild: watson

Denn Riaan und Vasti fahren nicht nur zum Vergnügen. Ihr Teamname «No food for lazy man» («kein Essen für faule Männer») ist Programm. Der Abenteurer hat eine Stiftung ins Leben gerufen, welche sich auf die Fahne geschrieben hat, Schulen, die kein Geld haben, mit Sport-Materialien auszurüsten. 

Riaan ist überzeugt, dass man durch Sport vieles erreichen kann. Zudem lehrt der Sport Dinge wie Selbstvertrauen, Hingabe, Stolz oder sich in einem Team einzuordnen. Sport soll dorthin kommen, wo er «gebraucht» wird. Anders ausgedrückt: Kindern soll kein Fisch serviert werden, sondern gezeigt werden, wie man fischt. Kein Essen für faule Kinder halt.

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Die Zusammenfassung der 2. Etappe. Video: Youtube/Absacapeepic

«Sein Hirn lässt keine negativen Gedanken zu»

Nach drei Tagen ist noch offen, ob Riaan und Vasti das Cape Epic beenden werden. Auch wenn sie die ersten Tage im hintersten Teil des Feldes beendeten, sind sie weiterhin zuversichtlich. Die Ruderfahrt über den Atlantik war sicherlich eine grössere Herausforderung. Aber damals spielte die Zeit keine grosse Rolle. Diese wird während der nächsten Tage ihr grösster Feind werden. Wie will sich Riaan von den bisherigen Strapazen erholen? «Ich muss erst mal etwas essen!»

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Tränen der Erleichterung nach fast 8:30 Stunden auf dem Mountainbike. Video: watson

Wer sicher an den Triumph von Riaan und Vasti glaubt, ist Professor Tim Noakes von der Universität Kapstadt. Er sagte einst über seinen Landsmann: «Sein Hirn lässt keine negativen Gedanken zu. Oder besser gesagt, er schenkt ihnen keine Beachtung und darum muss er sich auch nicht mit ihnen abmühen.» Diese Einstellung bringt Riaan und Vasti zwar noch nicht bis ins Ziel in Meerendal. Aber sie hilft. Sehr.

Die Helden ganz hinten

watson stellt während dem Cape Epic – einem der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt über rund 740 Kilometern und 16'000 Höhenmetern an acht Tagen – täglich Fahrer vor, die weit hinten im Feld das Ziel noch erreichen.

So ergeht es den bisher vorgestellten Fahrern:
Johannes absolvierte die 2. Etappe in knapp unter sieben Stunden und ist als Einzelfahrer weiterhin im Rennen.
Evangelina kam in der zweiten Etappe nicht ins Ziel. Ihr Mann Cristian war mit 7:33 Stunden gut 60 Minuten vor dem Cut-off im Ziel und kann als Einzelfahrer weitermachen.

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