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Ski: Suter beendet den Super-G auf dem vierten Platz – Goggia gewinnt

Super-G der Frauen, Soldeu
Switzerland's Corinne Suter speeds down the course during a women's World Cup super-G race, in Soldeu, Andorra, Sunday, March 1, 2026. (AP Photo/Gabriele Facciotti)
Corinne Suter
Corinne Suter landet knapp neben dem Podest.Bild: keystone

Corinne Suter verpasst das Podest ganz knapp – Goggia gewinnt den Super-G vor Aicher

Sofia Goggia feiert beim zweiten Super-G in Soldeu ihren 28. Weltcupsieg und legt im Kampf um die kleine Kristallkugel wohl entscheidend vor. Corinne Suter verpasst das Podest und somit ihre dritte Top-3-Klassierung innert 72 Stunden als Vierte knapp.
01.03.2026, 09:1501.03.2026, 13:49

Wie schon am Samstag eröffnete Suter das Rennen. Und wiederum nutzte die Schwyzerin den Vorteil der tiefen Startnummer bei aufgeweichter und gesalzener Piste. Am Ende fehlten ihr in den andorranischen Pyrenäen 29 Hundertstel auf die Norwegerin Kajsa Lie. «Natürlich wäre es schön gewesen, wieder auf dem Podest zu stehen. Aber ich bin sehr zufrieden mit den letzten drei Rennen. Es hat so Spass gemacht, zu fahren», sagte Suter im SRF-Interview mit Blick auf ein fast perfektes Wochenende.

Suter einsame Spitze

Dieses war nach ihrer Anfang Dezember erlittenen Verletzung (Muskelfaserriss im linken Unterschenkel, eine Prellung des linken Kniegelenks und eine Fraktur im rechten Rückfussbereich), ihrem Comeback im Januar und enttäuschend verlaufenen Olympischen Spielen nicht absehbar gewesen. Der Sieg am Freitag in der Abfahrt kam völlig überraschend. Platz 3 am Samstag im ersten Super-G war eine Bestätigung der ansteigenden Form. Der 4. Rang am Sonntag unterstrich, dass die 31-Jährige definitiv zurück ist in der Weltspitze. «Es ist schön, wieder mit Vertrauen Ski zu fahren», so die Abfahrts-Olympiasiegerin (2022) und -Weltmeisterin (2021).

Suter zeichnete in Abwesenheit der verletzten Lara Gut-Behrami und Michelle Gisin einmal mehr für das einsame Schweizer Spitzenresultat verantwortlich. Mit Malorie Blanc (15.) und Stefanie Grob (23.) klassierten sich lediglich zwei weitere Athletinnen von Swiss-Ski in den Punkterängen.

Goggia baut Vorsprung aus

Einen grossen Schritt Richtung kleine Kristallkugel machte Sofia Goggia. Am Samstag «nur» auf Platz 6, feierte sie am Sonntag ihren zweiten Saisonsieg im Super-G und dürfte bei noch zwei ausstehenden Rennen und 84 Punkten Vorsprung auf die Neuseeländerin Alice Robinson (7.) nur noch schwer von der Spitze zu verdrängen sein.

Nebenbei bescherte Goggia ihrem Land das 100. Super-G-Podest im Frauen-Weltcup. Italien ist nach Österreich (237), der Schweiz (125) und Deutschland (104) erst die vierte Nation, die diesen Meilenstein erreicht.

Aicher hat die grosse Kugel im Visier

Neben Goggia und Suter ist Emma Aicher die grosse Gewinnerin des Speed-Wochenendes. Die 22-jährige Deutsche, die sämtliche Disziplinen bestreitet, holte mit Platz 4 am Freitag in der Abfahrt, dem Sieg am Samstag und Platz 2 am Sonntag 230 Punkte und machte im Gesamtweltcup Boden gut auf die Technikerinnen Mikaela Shiffrin und Camille Rast. Der Rückstand auf die führende Amerikanerin beträgt noch 219 Punkte, jener auf die Walliserin 49.

Gut möglich, dass Aicher am kommenden Wochenende die Führung im Gesamtweltcup übernimmt. Im Val di Fassa steht das nächste Speed-Triple in Form von zwei Abfahrten und einem Super-G auf dem Programm. (riz/sda)

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