Dies gelang noch niemandem: Odermatt gewinnt zum 5. Mal den Riesenslalom von Adelboden
Bei starkem Schneefall und miserabler Sicht forderte der vielleicht schwierigste und legendärste Riesenslalom-Hang im Skizirkus den besten Athleten der Welt alles ab. Odermatt meisterte die Aufgabe scheinbar spielerisch leicht. Praktisch ohne Unsicherheit bog Odermatt mit klarem Vorsprung in den Zielhang mit der imposanten Tribüne ein und konnte sich zum fünften Mal in Folge in Adelboden als Sieger feiern lassen.
Fünf Mal hatte auf dem legendären Chuenisbärgli auch Ingemar Stenmark gewonnen, Odermatt ist aber der Erste, der fünf Mal hintereinander triumphiert. Wie fast immer in seiner grossartigen Karriere setzte er einmal mehr diverse Meilensteine - mit erst 28 Jahren.
Odermatt ist nach Ingemar Stenmark (1979 bis 1984) erst der zweite Fahrer, der am Chuenisbärgli fünfmal gewinnt, aber der erste, der es fünfmal in Folge tut. Mit erst 28 Jahren sind seine Zahlen extrem eindrücklich. Seine nun 46 Podestplätze im Riesenslalom machen ihn gemeinsam mit Michael von Grünigen und Vreni Schneider zum erfolgreichsten Schweizer in dieser Basisdisziplin.
Hinter dem nun 51-fachen Weltcup-Sieger Odermatt überzeugten die Schweizer auch als Team. Loïc Meillard, der Zweite des letzten Jahres, klassierte sich nach einem guten zweiten Lauf als Sechster, Luca Aerni (10.) nach seinem 2. Platz in Val d'Isère zum zweiten Mal in dieser Saison in den Top Ten und Thomas Tumler als Zwölfter.
Manchmal ist es allerdings nicht Odermatt, der Geschichte schreibt, sondern zugleich auch der, der sie verhindert. Hinter ihm verpasste Pinheiro Braaten den ersten Riesenslalom-Sieg eines Südamerikaners, den 3. Platz sicherte sich der Franzose Léo Anguenot.
Nicht zufrieden sein konnten die Österreicher, deren Bester Weltmeister Raphael Haaser auf Platz 8 war. Stefan Brennsteiner schied erstmals nach neun Top-10-Plätzen in Folge wieder einmal aus und musste die Führung in der Riesenslalom-Wertung an Odermatt abgeben. (riz/sda)
