Obwohl Smith den Olympia-Kurs nicht mag, fährt sie im Skicross zur Silbermedaille
Fanny gewinnt im Skicross Olympia-Silber. Auf dem Kurs in Livigno geht Gold an die Deutsche Daniela Maier, Bronze holt die Saisondominatorin Sandra Näslund aus Schweden.Für die Waadtländerin Smith ist es bei der fünften Olympia-Teilnahme die dritte Medaille. 2018 und 2022 holte sie jeweils Bronze.
Vor vier Jahren in Peking hatten Maier und Smith erst nachträglich nach einem langen Hin und Her noch gemeinsam Bronze gewonnen. Nun dürfen beide gemeinsam auf dem Olympia-Podest stehen.
Final eine enge Kiste
Das Rennen gegen Näslund, Maier und die Französin Marielle Berger Sabbatel verlief eng. Näslund, die Olympiasiegerin von Peking, konnte ihre Leaderposition nicht halten und wurde auf den Bronzeplatz durchgereicht.
Smith kam Maier noch nahe, konnte aber nie zu einem Angriff auf Gold ansetzen. Bei der Zieldurchfahrt war das Trio eng beisammen, einzig die Französin konnte nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.
Obwohl Smith den Kurs in Livigno überhaupt nicht toll fand, zeigte sie eine berauschende Leistung. «Am Ende muss man aber mitmachen und trotzdem fahren. Dann muss man im Kopf was ändern, weil es ist, wie es ist», sagte die 33-Jährige im SRF-Interview. «Ich versuchte mir heute Morgen einzureden, dass es meine Strecke und mein Tag wird.»
Es war bisher keine einfache Saison für Smith, auch weil sie sich im Sommer noch verletzte. «Ich war diese Saison nicht gleich fit wie im letzten Jahr. Es war sehr anstrengend heute und meine Beine sind jetzt kaputt», gestand die frischgebackene Silbermedaillengewinnerin.
Starke Schweizer Teamleistung
Talina Gantenbein und Sixtine Cousin hatten in den Halbfinals die Plätze 3 und 4 belegt. Die Bündnerin wurde im Fotofinish noch von Berger Sabbatel in den Kleinen Final verdrängt. In diesem Rennen holte Gantenbein den 5. Rang, Cousin Platz 7.
Saskja Lack schied in den Viertelfinals aus, sie war im gleichen Heat wie Talina Gantenbein und Sixtine Cousin eingeteilt. Mit der Kanadierin Marielle Thompson blieb auch die Olympia-Zweite von Peking in den Viertelfinals hängen. (ram/sda)
