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Jutta Leerdam – Olympiasiegerin und Feministin: «Erfolg für alle Frauen»

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Am Ziel ihrer Träume: Jutta Leerdam.Bild: keystone

Jutta Leerdams klare Botschaft: «Du kannst gleichzeitig diszipliniert und feminin sein»

Mascara, Instagram und Jake Paul: Olympiasiegerin Jutta Leerdam wird von vielen auf ihr Auftreten reduziert. Nun kontert die niederländische Eisschnellläuferin: Ihr Erfolg sei ein Erfolg für alle Frauen, die sich nicht in eine Schubladen stecken lassen wollen.
20.02.2026, 10:1120.02.2026, 10:22

Gold über 1000 Meter, Silber über 500 Meter: Für Jutta Leerdam waren die Olympischen Spiele von Mailand und Cortina ein voller Erfolg. Die Karriere der 27-jährigen Eisschnellläuferin aus den Niederlanden hat nach fünf WM-Titeln einen neuen Höhepunkt erreicht.

Trotz grosser sportlicher Erfolge wird Leerdam – ähnlich wie die Schweizer Fussball-Nationalspielerin Alisha Lehmann – häufig auf Äusserlichkeiten reduziert. Auf die Schminke. Auf ihren Verlobten Jake Paul. Auf ihre 6,4 Millionen Instagram-Follower.

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Jake Paul fiebert auf der Tribüne mit.Bild: keystone

Mit diesen teilte Leerdam zum Abschluss ihrer Spiele ein ganz besonderes Bild. «Für mich hat dieses Bild alles eingefangen, wofür meine Olympischen Spiele standen», schrieb sie zu einem Foto, das sie jubelnd mit verlaufener Schminke zeigt.

«Dieser Moment beweist, dass man sich nicht verändern muss, um etwas Grosses zu erreichen», betonte die Olympiasiegerin. «Dein Aussehen definiert dich weder als Person noch als Sportlerin.»

Während ihrer gesamten Karriere sei sie wegen ihres Make-ups beurteilt worden, «obwohl es mir doch nur Selbstvertrauen gibt und mir das Gefühl verleiht, feminin und stark zu sein». Das Foto fange ihre Gefühle perfekt ein. «Der Druck, den ich verspürt habe, die vielen Urteile, mit denen ich konfrontiert war, die jahrelange, harte Arbeit – all das kam in diesem Moment zusammen.»

Sie habe nie das Bedürfnis verspürt, irgendetwas beweisen zu müssen, schrieb Leerdam weiter. «Ich habe das für mich getan – für mein jüngeres Ich, für meine Familie und für alle Frauen, die sich nicht in eine Schubladen stecken lassen wollen und einfach nur sie selbst sein möchten.»

Die Botschaft der 27-Jährigen, die in der Heimat auch schon als «Skatefluencerin» betitelt wurde: «Denk daran, dass du gleichzeitig sanft und stark, diszipliniert und feminin sein kannst. Lasse es niemals zu, dass jemand dein Licht trübt.»

Noch drei Entscheidungen
Auf dem olympischen Oval geht es am Freitag um die Medaillen über 1500 m bei den Frauen. Jutta Leerdam ist nicht am Start, dafür die Schweizerin Kaitlyn McGregor. Abgeschlossen werden die Eisschnellauf-Wettbewerbe am Samstag mit den Massenstarts. Bei den Männern will Livio Wenger eine Medaille. Diese zu gewinnen sei «mehr als nur realistisch», kündigte der Luzerner voller Zuversicht an.
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Livio Wenger peilt das Podest an.Bild: keystone
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