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Gremaud stürzt schwer – Big-Air-Final ohne Schweizer Gold-Hoffnung

Switzerland's Mathilde Gremaud fell during the warm-up and the medical team placed her on a rescue sled before the women's Freestyle Skiing Freeski slopestyle final at the 2026 Olympic Winte ...
Mathilde Gremaud wird nach ihrem Sturz betreut.Bild: keystone

Gremaud stürzt beim Einspringen schwer – Big-Air-Final ohne Schweizer Gold-Hoffnung

Die beiden Schweizer Freestyle-Skierinnen Mathilde Gremaud und Anouk Andraska mussten am Montagabend für den Final im Big Air Forfait geben. Beide waren beim Einspringen gestürzt.
16.02.2026, 21:5016.02.2026, 23:45

«Die Bedingungen waren nicht einfach», sagte Cheftrainer Dominik Furrer im SRF. «Es hatte beim Absprung Neuschnee, Mathilde hat leicht eingehängt. Sie kam zu kurz und schlug relativ hart auf.»

Die Olympiasiegerin im Slopestyle galt als aussichtsreiche Medaillenkandidatin. In der Qualifikation hatte Gremaud, ohne ans Limit zu gehen, Rang 3 erreicht.

«Wir hätten diese Schneeflocken gerne in Gold umgewandelt.»

Bei ihrem Sturz hatte sich Gremaud an der Hüfte verletzt. Sie musste mit dem Schlitten abtransportiert werden. Cheftrainer Furrer konnte eine erste Entwarnung geben. «Positiv ist, dass mit dem Kopf alles in Ordnung ist.» Später am Abend gab der Schweizer Verband bekannt, dass sich Gremaud «eine starke Prellung an der Hüfte» zugezogen hat.

Oldham siegt vor Gu

Die 26-Jährige habe auf ihn «so weit einen guten Eindruck» gemacht, aber die Enttäuschung sei natürlich gross. «Wir waren super vorbereitet und wollten das zweite Gold holen. Wir hätten diese Schneeflocken gerne in Gold umgewandelt», sagte er angesichts des heftigen Winds und Schneegestöbers.

Wegen dieser Bedingungen wurde der Wettkampf erst mit einer Verspätung von 75 Minuten gestartet. Er endete mit dem Triumph von Megan Oldham. Die Kanadierin setzte sich mit 1,75 Punkten Vorsprung auf Eileen Gu aus China durch, die sich ihrerseits um 0,75 Punkte vor Flora Tabanelli aus Italien klassierte. Oldham und Gu galten als grosse Konkurrentinnen von Gremaud und hielten dem Druck Stand.

Canada's Megan Oldham competes during the women's Freestyle Skiing Freeski slopestyle final at the 2026 Olympic Winter Games in Livigno, Italy, on Monday, February 16, 2026. (KEYSTONE/Peter  ...
Gold im Schneegestöber: Megan Oldham.Bild: keystone

Coach Furrer betonte, dass die Gesundheit das A und O sei: «Sie steht an oberster Stelle.» Es sei rasch klar gewesen, dass ein Antreten keinen Sinn mache.

Auch bei Anouk Andraska, die sich bei einem Sturz am Handgelenk verletzte, wäre ein Einsatz im Wettkampf nicht möglich gewesen, sagte Furrer. Die 22-jährige Zürcherin hatte sich als Zwölfte gerade noch für den Final qualifiziert. «Es gilt nun, diese bittere Pille zu schlucken und den anderen Athletinnen alles Gute zu wünschen», hielt Dominik Furrer fest. (ram)

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Tsherish De Love aka Flachzange
16.02.2026 19:25registriert September 2020
Oh nein! Gute Besserung Mathilde!
Hab mich auf den Final mit ihr gefreut.
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Rannen
16.02.2026 19:00registriert Januar 2018
So nah liegt Pech und Erfolg zusammen
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4
Drama pur, historisch knapp und Bronze wäre keine Sensation
Es war nur eine weitere erwartete Niederlage. Aber es war ein 1:2 im olympischen Halbfinal gegen Kanada. Und gegen Kanada ist ein 1:2 keine gewöhnliche Niederlage. Es ist eine Ehrenmeldung. Am Donnerstag geht es gegen Schweden um Bronze.
Wenn wir dieses Spiel auf die Niederlage reduzieren, dann verkennen wir den historischen Wert dieses Resultates. Rückblickend werden wir dereinst diese Partie vielleicht als den Anfang eines Entwicklungsschubes unseres Frauenhockeys einordnen. Ähnlich wie damals der Sieg der Männer gegen die kanadischen NHL-Profis 2006 beim Olympischen Turnier von Turin.
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