Gremaud stürzt beim Einspringen schwer – Big-Air-Final ohne Schweizer Gold-Hoffnung
«Die Bedingungen waren nicht einfach», sagte Cheftrainer Dominik Furrer im SRF. «Es hatte beim Absprung Neuschnee, Mathilde hat leicht eingehängt. Sie kam zu kurz und schlug relativ hart auf.»
Die Olympiasiegerin im Slopestyle galt als aussichtsreiche Medaillenkandidatin. In der Qualifikation hatte Gremaud, ohne ans Limit zu gehen, Rang 3 erreicht.
Bei ihrem Sturz hatte sich Gremaud an der Hüfte verletzt. Sie musste mit dem Schlitten abtransportiert werden. Cheftrainer Furrer konnte eine erste Entwarnung geben. «Positiv ist, dass mit dem Kopf alles in Ordnung ist.» Später am Abend gab der Schweizer Verband bekannt, dass sich Gremaud «eine starke Prellung an der Hüfte» zugezogen hat.
Oldham siegt vor Gu
Die 26-Jährige habe auf ihn «so weit einen guten Eindruck» gemacht, aber die Enttäuschung sei natürlich gross. «Wir waren super vorbereitet und wollten das zweite Gold holen. Wir hätten diese Schneeflocken gerne in Gold umgewandelt», sagte er angesichts des heftigen Winds und Schneegestöbers.
Wegen dieser Bedingungen wurde der Wettkampf erst mit einer Verspätung von 75 Minuten gestartet. Er endete mit dem Triumph von Megan Oldham. Die Kanadierin setzte sich mit 1,75 Punkten Vorsprung auf Eileen Gu aus China durch, die sich ihrerseits um 0,75 Punkte vor Flora Tabanelli aus Italien klassierte. Oldham und Gu galten als grosse Konkurrentinnen von Gremaud und hielten dem Druck Stand.
Coach Furrer betonte, dass die Gesundheit das A und O sei: «Sie steht an oberster Stelle.» Es sei rasch klar gewesen, dass ein Antreten keinen Sinn mache.
Auch bei Anouk Andraska, die sich bei einem Sturz am Handgelenk verletzte, wäre ein Einsatz im Wettkampf nicht möglich gewesen, sagte Furrer. Die 22-jährige Zürcherin hatte sich als Zwölfte gerade noch für den Final qualifiziert. «Es gilt nun, diese bittere Pille zu schlucken und den anderen Athletinnen alles Gute zu wünschen», hielt Dominik Furrer fest. (ram)
