«Ich hab's verkackt» – «Eiskunstlauf-Gott» Malinin über seinen brutalen Absturz
Am berühmten Tag X ist alles angerichtet. Doch Ilia Malinin ist nicht bereit. Der 21-jährige Amerikaner hält dem Erwartungsdruck nicht Stand. Anstatt dass er sich nach der Kür als neuer Olympiasieger feiern lassen darf, landet er im Tal der Tränen. Rang 8 – eine brutale Niederlage für einen, der in den letzten zwei Jahren keinen Wettkampf verlor.
Sein erster Gedanke? «Ich hab's verkackt», antwortete Malinin. Früh in seinem Auftritt misslang ihm der vierfache Axel, der schwierigste Sprung, den es gibt. Der Fehler warf ihn endgültig aus der Bahn.
Ein Nervenbündel
Denn Ilia Malinin war schon zu Beginn seiner Kür enorm nervös. «Ich hatte das Gefühl, dass alle traumatischen Momente meines Lebens plötzlich in meinem Kopf auftauchten und mich mit negativen Gedanken überschwemmten», sagte er. «Ich konnte damit einfach nicht umgehen.»
Er könne sich nicht erklären, was in jenem Moment, als er seine Startpose eingenommen hatte, passiert sei, schilderte er weiter. «Ich weiss nur, dass es nicht meine Leistung war – und definitiv etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Leider kann ich es nicht mehr ändern, auch wenn ich das gerne würde.»
Vize-Weltmeister wird Olympiasieger
Die 156,33 Punkte, die Malinin erhielt, bedeuteten in der Kür bloss Rang 15 von 24 Teilnehmern. Er rasselte in der Endabrechnung als Halbzeitführender noch bis auf Platz 8 hinunter.
So wurde zur grossen Überraschung Michail Schaidorow aus Kasachstan Olympiasieger. Er kam als einziger der Topläufer fehlerfrei durch. Der Schaffhauser Lukas Britschgi verbesserte sich nach dem Kurzprogramm um fünf Ränge und belegte Platz 14.
